24 Stunden von Le Mans/F: nach zwei StundenSpitzenkampf zwischen Suzuki und Honda – Action Team in den Top Ten

Le Mans/F (abs) – Wenige Sekunden vor 15 Uhr wurde in Le Mans der Start zum ersten Endurance-Weltmeisterschaftslauf für Motorräder der Saison 2000 freigegeben – auf nasser Piste zwar, aber ohne Regen. Erwartungsgemäß setzten sich die französischen Werksteams bei diesem prestigeträchtigen Rennen in Frankreich sofort an die Spitze, doch so richtig überwältigend kamen sie nicht zum Zug. Die Strecke trocknete bei starkem Wind relativ schnell ab, da bekamen die Regenreifen, mit denen die meisten Fahrer ins Rennen gegangen waren, schnell Probleme. Die Zweizylinder-Werks-Honda mit der Startnummer 111 kam recht flott an die Box, um offensichtlich Intermediate-Reifen auszufassen. Bertrand Sebilau auf der Werks-Kawasaki mit der Startnummer 11 rutschte von der Piste und verlor so einige Sekunden, die Werks-Yamaha von Deletang (F)/Mahe (F)/Foret (F) wurde kurz vor dem Ablauf der ersten Rennstunde per Muskelkraft an die Box befördert. Nach zwei Stunden im Rennen kristallisierte sich an der Spitze ein Zweikampf zwischen der V2-Werks-Honda und der Vierzylinder-Werks-Suzuki mit der Startnummer 0 und den Piloten Bayle (F)/Lavieille (F)/van den Bossche (F) heraus.
Für das MOTORRAD Action Team war Fernando Cristobal als Startfahrer ins Rennen gegangen. Er hatte, anders als die meisten Konkurrenten, von Anfang an auf Intermediate-Reifen gesetzt. Damit kurvte er zwar zu Beginn verhalten auf Positionen um 30 herum, tauchte aber kurz vor seinem geplanten Boxenstopp bereits an 13. Stelle auf. Er übergab an Gerhard Lindner, der direkt auf Slicks den zweiten Turn der Mannschaft in Angriff nahm und nach einer knappen Viertelstunde schon als Siebter gelistet wurde. Ebenfalls planmäßig ging nach rund 40 Minuten auf der Strecke die Übergabe des Motorrads an Markus Barth vonstatten, doch der startete mit einer Hypothek. Fenando Cristobal hatte nach seinem Einsatz bereits von Problemen mit der Kupplung berichtet: »Sie wird teigig, beim Runterschalten stempelt das Hinterrad kräftig.« Lindner bestätigte die Schwierigkeiten, deshalb bereitete sich das Boxen-Team auf einen Kupplungswechsel vor. Chefmechaniker Kai Heine: »Den sollten wir in rund zehn Minuten schaffen.« Tatsächlich gelang es Heine und seiner Crew, die Kupplung in genau acht Minuten zu tauschen.

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