8 Stunden von Estoril/P: Qualifikations-TrainingMOTORRAD Action Team trotz vieler Probleme auf Startplatz neun

Estoril/P (abs) – Traumhaftes Wetter am Tag der Qualifikationstrainings zum zweiten Langstrecken-WM-Lauf der Saison 2000 in Estoril/Portugal, aber düstere Mienen beim MOTORRAD Action Team: Am Vormittag hatte Markus Barth mit einem sehr instabilen Fahrwerk der Suzuki GSX-R 750 zu kämpfen, was ihn gar zu einem Ausritt ins Kiesbett nötigte. Nachmittags kam Gerhard Lindner nur wenige Meter weit, bevor er das Motorrad mit durchgeblasener Zylinderkopfdichtung wieder an der Box ablieferte. Fernando Cristobal verpasste schließlich die Hälfte der für ihn vorgesehenen Traningszeit, weil aus den verfügbaren Teilen erst mühevoll eine in Estoril brauchbare Maschine zusammengesetzt werden musste. Lindner: »Wir benötigen hier für die sehr wellige Strecke ein ganz weich abgestimmtes Fahrwerk – leider hing der für das Rennen vorgesehene Motor in dem Chassis mit der harten Le Mans-Einstellung. Weil der Öhlins-Renndienst nicht vor Ort ist, blieb uns nichts anderes übrig, als umzubauen.« Geradezu Glück für das Team: Markus Barth gelang es in letzter Minute, noch eine gute Zeit auf den portugiesischen Asphalt zu zaubern: 1'47.462 Minuten – genug für Startplatz neun.
An der Spitze behauptete sich natürlich das Suzuki-Werks-Team. Bayle/Lavieille/van den Bossche (F, Suzuki GSX-R 750, 1'44.926) distanzierten die Verfolger Coutelle/Haquin/Ulmann (F, Kawasaki ZX-7RR, 1'45.654) und Graf/Kellenberger/Heiler (CH/CH/D, Kawasaki ZX-7RR, 1'45.977) deutlich. Die beiden deutschen Teams Trappehl/Palmer/Heidger (D, Yamaha YZF-R1, 1'50.084) und Blug/Arndt/Gres (D, Suzuki GSX-R 750, 1'51.193) erreichten die Startplätze 19 und 26.
Trotz der problembelasteten Traingstage hat das MOTORRAD Action Team noch nicht aufgegeben. »Acht Stunden – das ist zwar eher ein Sprint-Rennen als eine Langstrecken-Prüfung«, sagt Gerhard Lindner, »aber in acht Stunden kann viel passieren. Unsere Mechaniker werden jedenfalls heute Nacht noch einen zweiten Motor einsatzfähig machen. Sicherheitshalber. Falls morgen im Warm-up etwas schief laufen sollte.« Die Truppe will an den Start gehen – unbedingt.

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