8 Stunden von Estoril/P: Rennen (2)MOTORRAD Action Team mit Motorschaden ausgefallen

Estoril/P (abs) – Zwei Stunden und vier Runden lief alles nach Plan beim MOTORRAD Action Team, dann kam Gerhard Lindner, nachdem er geradeeinmal vier Runden gefahren war, mit rauchendem Motorrad an die Box. »Ventile krumm, Kolben kaputt«, lautete die Erstdiagnose von Chefmechaniker Kai Heine. Weil der Defekt-Ursache auf den Grund gegangen werden sollte, wurden die Informationen des Data-Recording-Systems ausgewertet. Ergebnis: Fernando Cristobal war wohl etwas zu beherzt zur Sache gegangen und hatte dem Suzuki-Vierzylinder beim Zurückschalten hohe Drehzahlen zugemutet. »Wir hatten ihn gewarnt«, haderte Gerhard Lindner mit dem Schicksal, »ein Motor mit Stahl-Ventilen und dicken Kolben hält das nicht aus.«
Dabei hatte das Team geplant, die sichere Karte zu spielen. Lindner: »Wir wollten nichts riskieren, Markus Barth ist eine Sekunde langsamer als die Spitze gefahren. Unsere Strategie war, auf die kleinen Probleme zu warten, die alle Teams bekommen, und dann Platz für Platz nach vorne gespült zu werden.« Die Taktik schien aufzugehen, nach 1:42'50 Stunden wurden Lindner und Co. auf Rang vier notiert – auch dank zweier perfekt abgewickelter Boxenstopps. Hinzu kam laut Lindner, dass die Wetterlage extrem unsicher war. »Es nieselte ganz leicht, aber das hätte ja von einem Moment zum anderen in einen richtigen Regen umschlagen können. So eine Situation hätten die Teams, die volle Pulle fahren, ersteinmal überstehen müssen.«
An der Spitze des Feldes lag nach 3:07.44 Stunden unverändert das Suzuki-Werksteam Bayle/Lavieille/van den Bossche, zwischenzeitlich mit einer Runde Vorsprung vor der Konkurrenz. Platz zwei hielt das private Suzuki-Team Mertens/Linden/Nowland mit einer Runde Rückstand, die Mannschaft, »mit der wir normalerweise mithalten können«, wie Lindner leicht verbittert feststellte. Auf Platz drei wurde die stärkste Kawasaki-Mannschaft registriert, Guyot/Dussauge/Scarnato (1 Runde zurück). Die Platzierungen der verbliebenen deutschsprachigen Teams: Rang acht für Graf/Kellenberger/Heiler (Kawasaki ZXR-7RR, 1 Runde zurück), Platz 14 für Trappehl/Palmer/Herber (Yamaha YZF-R1, 5 Runden zurück) und Position 20 für Blug/Arndt/Leh (Suzuki GSX-R 750, 7 Runden zurück). In der Stocksport-Wertung liegen Trappehl/Palmer/Herber damit an sechster Stelle.

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