8 Stunden von Estoril/P:Gleich Pech für das MOTORRAD Action TeamMotorschaden nach vier Kurven

Estoril/P (abs) – Grosses Pech für das Motorrad Action Team, gleich im ersten Training zum zweiten Lauf der Motorrad-Langstrecken-Weltmeisterschaft. Fernando Cristobal, der spanische Pilot im Team, kam bei seinem Versuch, ein erstes Gefühl dafür zu bekommen, wie sich die Suzuki GSX-R 750 in Estoril anfühlt, nur vier Kurven weit. Dann setzte ein Lagerschaden seinen Bemühungen ein Ende – fern der Heimat ein irreparabler Defekt. »Ausgerechnet das Renntriebwerk«, seufzte MOTORRAD-Testchef Gerhard Lindner, den die schlechte Nachricht noch an seinem Redaktions-Schreibtisch in Stuttgart ereilte. Lindner wird heute abend nach Estoril abreisen und erst morgen als einer von drei Fahrern ins Geschehen eingreifen – für die nächste MOTORRAD-Ausgabe waren in der Heimat noch ein paar Texte zu bearbeiten.
Das Team hat insgesamt drei Triebwerke in Estoril dabei: den jetzt defekten Rennmotor sowie ein Trainings- und ein Qualifying-Aggregat. Die Motoren unterscheiden sich weniger in ihrer Leistung als in ihrer Abstimmung und Standfestigkeit voneinander. Während der Rennmotor die stabilste Variante ist – immerhin muss er vier mal im Jahr ein 24-Stunden-Rennen durchstehen –, entspricht der Qualifying-Vierzylinder der Spezifikation eines Superbike-Motors. »Da verwenden wir beispielsweise leichte Titan-Ventile, um höhere Drehzahlen und damit mehr Leistung zu realisieren«, erklärt Lindner, »aber die werden mit der Zeit immer länger und halten keine 24 Stunden.« Motoren-Tuner Michael Schäfer, fernmündlich um Rat gefragt, machte ebenfalls ein langes Gesicht. »Notfalls mit dem Qualifying-Motor fahren«, empfahl er, »die Chancen sind nicht schlecht, dass er acht Stunden durchhält.«

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