Motorradtraining/Instruktoren-Tipps (Teil 20) Die linke Hand

Foto: PVW-Pietsch
Für Valentino Rossi und Co. ist freilich die rechte Hand entscheidend, denn nur wer beherzt Gas gibt, gewinnt einen Grand Prix. Doch auch die Linke nimmt wichtige Aufgaben wahr. Viele wissen vom gezielten Lenkimpuls in kritischen Situationen oder davon, den Lenker vom nach hinten ziehenden Winddruck zu befreien ­ die meist untätige, aber häufig doch zu fest zupackende linke Hand spielt hier eine entscheidende Rolle.
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Foto: Brodbeck
Eine entspannt aufliegende Linke fühlt, was das Bike tut und kann gefährliche von harmlosen Fahrzeugbewegungen unterscheiden. Ein gezielter Druck im Gefahrenmoment korrigiert dann das Aufstellmoment beim Bremsen oder hilft, die unterschätzte und dadurch urplötzlich viel zu enge Kurve noch sauber zu meistern. Negative Lenkeinflüsse, die man selbst verursacht, vermeidet man, wenn der Bogen aus Bein und Rückenmuskulatur das Gewicht des Oberkörpers trägt und imstande ist, den Druck des Fahrtwinds aufzunehmen. Durch immer wieder kurzzeitiges Zupacken am Lenker auf der Geraden lernt man, die Linke bewusst locker zu lassen. Die Übung dauert nur einige wenige Sekunden und kann bei jeder Fahrt quasi nebenher absolviert werden.

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