Motorradtraining/Instruktoren-Tipps (Teil 22) Knie-Schleifer

Foto: Künstle
Für Träger von Sportkombis und Fahrer von Sportlern sind sie ein Muss: angeschliffene Kniepads. Für viele das Zeichen von Schnelligkeit schlechthin. Was es allerdings nicht sein muss, denn mit Akrobatik geht es auch. Doch wie komme ich nun mit dem Knie auf den Boden? Ganz wichtig: Zuerst verlasse ich den öffentlichen Verkehrsraum. Ein Renntraining beispielsweise wäre ein passender Rahmen. Und dann in der ersten Kurve Knie raus und fertig? Weit gefehlt! Das Knie kommt ­ aber ganz zum Schluss. Erst werden Mensch und Maschine warm gefahren.
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Foto: Brodbeck
Im Laufe der Turns versucht man, nicht immer schneller zu fahren, sondern die Linie sowie die Brems- und Einlenkpunkte zu optimieren. Erst weich und rund, später mit mehr Zug. Um das Motorrad beim Einlenken zu unterstützen, rücken auf der kurveninneren Seite Knie und Schulter leicht nach vorn. Damit rückt auch der Po aus der Mitte. Dann wird's ganz einfach: Je besser die Linie, desto höher der Speed. Damit steigt die Schräglage, und schon ist das Knie so gut wie am Boden.

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