Motorradtraining/Instruktoren-Tipps (Teil 23) Gib Gummi!

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Wer eine aktuelle Tausender in knapp acht Sekunden aus dem Stand auf 200 km/h beschleunigen will, hat alle Hände voll zu tun. Der Vergleich mit dem berühmten Ritt auf der Kanonenkugel ist da nicht weit hergeholt. Das sensible Zusammenspiel von Gas und Kupplung entscheidet über Vortrieb, Überschlag oder Drehzahlkeller. Außerdem versucht der Fahrer, aktiv durch Gewichtsverlagerung und Druck in die Fußasten das Vorderrad am Steigen zu hindern. Aber bitte mit ordentlich Körperspannung und dem Bauch auf dem Tank und nicht verkrampft am Lenker hängend. Wenn dann das Vorderrad nur mehr leicht über den Asphalt tänzelt, rückt das Optimum an Beschleunigung in erreichbare Nähe.
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Foto: Brodbeck
Denn ein hoch steigendes Vorderrad kostet Zeit und macht das Lenken unmöglich. Besonders bei sehr leistungsstarken Motorrädern ist es deshalb manchmal besser und kaum weniger beeindruckend, wenn ein Gang höher oder mit einem Tick weniger Gas beschleunigt wird. Die paar fehlenden Zehntel schmälern das Erlebnis nicht wirklich, ersparen dem Fahrer jedoch viel Stress.

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