Motorradtraining/Instruktoren-Tipps (Teil 4) Machen Sie es sich bequem

Foto: Jahn
Leider gibt’s bei Motorrädern keine Konfektionsgrößen. Und im Gegensatz zum Auto lassen sich Lenker nur selten und Sitze, wenn überhaupt, lediglich in der Höhe verstellen. Aber wir sitzen ja auch nicht drin. Oder? Doch wie sitze ich eigentlich richtig? Locker und entspannt! Man macht sich erst mal richtig breit auf der Sitzbank. Sitzt möglichst weit vorn am Tank, an den die Knie gehören. Nur der Sozius sitzt hinten. Füße auf die Rasten. Mit dem Ballen. Der Kniewinkel darf nicht zu spitz sein, sonst schlafen einem nach kurzer Zeit die Füße ein. Schalt- und vor allem den Bremshebel so justieren, dass man nicht zu jedem Bremsen das Bein heben muss.
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Foto: Brodbeck
Nun kommen die Hände locker auf den Lenker. Und so sollte das auch während der Fahrt bleiben. Bitte nicht am Lenker dranhängen. Das gibt Krämpfe im Unterarm und bringt Unruhe ins Fahrwerk. Und die Hebeleien so einstellen, dass Arm, Handoberfläche und Finger möglichst eine Linie bilden. Dabei Freigängigkeit der Hebeleien bis an den Lenkanschlag prüfen. Den Rücken und die Arme nicht durchdrücken, sondern den Oberkörper auspendeln, Hände und Po entspannen, und dann kanns losgehen. Aus dem Zentrum Schritt, Tank und Sitz hat man die beste Kontrolle über das Motorrad, mit dem Po den besten Entspannungsprüfer der Welt. Man sitzt zwar drauf, aber locker und entspannt funktioniert es eben nur, wenn man drin sitzt!

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