Anzeige: Akrapovič 100 Mal an der Spitze

Eigentlich zählen im Sport nur die Gewinner. Sie bekommen den Ruhm, stehen im Fokus der Medien und werden zu Idolen der Massen. Im Sport Leistung zu zeigen, liegt auch im Blut von Akrapovič. Dort werden neue Ideen geboren, die wiederum die treibende Kraft für Fortschritt und Weiterentwicklung sind.

Foto: Akrapovic

100 Weltmeister haben in den vergangenen 24 Jahren den Rennsport-Olymp erobert und auf ihrem Weg zum Erfolg auf Abgassysteme von Akrapovič vertraut: von Colin Edwards (Honda), dem Ersten im Jahr 2000, bis zum aktuellsten Champion Jorge Lorenzo (Movistar Yamaha MotoGP) in der Saison 2015. Die Anerkennung für diese Erfolge gebührt den Fahrern, Teams und den Akrapovič Mitarbeitern, die immer zu ihnen standen. In all diesen Jahren haben sie mit großer Leidenschaft Ideen Realität werden lassen, immer auf der Suche nach den besten technischen Lösungen für Abgassysteme. Zur gleichen Zeit dürfen wir aber auch all jene nicht vergessen, die ihr Bestes gegeben haben, um den Rennsport-Thron zu besteigen, aber nicht erfolgreich waren. Auch ihnen gebührt die Anerkennung von Akrapovič.

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Foto: Primoz Korošec

Mit kleinen Schritten erklimmt man die höchsten Berge

Interview mit Alojz „Slavko” Trstenjak, Leiter der Abteilung Rennsport-Entwicklung bei Akrapovič. 

Die Marke Akrapovič hat ihren 100. Weltmeistertitel gewonnen. Großen Anteil an diesem Erfolg hat Alojz „Slavko” Trstenjak, der Kopf und das Herz der Rennsport-Entwicklungsabteilung des Unternehmens.

WIE FÜHLEN SIE SICH, NACHDEM SIE DIESEN BEDEUTENDEN MEILENSTEIN ERREICHT HABEN?

Wenn Sie mit derselben Einstellung an die Arbeit gehen wie wir, dann denken sie nicht einmal an den 100. Weltmeistertitel. Wir haben das ganz sicher nicht getan. Sie setzen einfach einen Fuß vor den anderen, denn wenn Sie einen hohen Berg erklimmen möchten, müssen Sie kleine Schritte machen, die Sie sicher an den Gipfel bringen. Sie können nicht den ganzen Weg bis nach oben an die Spitze springen. Blicken wir zurück: Es hat zehn lange Jahre gedauert, bevor wir unseren ersten Weltmeistertitel gewonnen haben.

 

ABER SIEGE GAB ES SCHON LANGE VORHER. GENAU SO WIE WEITERE WICHTIGE ERFOLGE.

Großartige Erfolge gab es schon vorher, das stimmt. 1994 oder 1995 haben wir die Deutsche Meisterschaft dominiert. Als ein deutsches Motorrad-Magazin  damals am Ende der Saison alle Superbikes testete, hat es festgestellt, dass alle Bikes außer der Suzuki eine Abgasanlage von Akrapovič hatten. Honda, Yamaha, Ducati und Kawasaki – sie alle haben unsere Abgasanlagen verwendet. So hat sich unser Name schnell verbreitet, und 1999 waren dann alle Werksteams bis auf Ducati mit unseren Abgasanlagen unterwegs. Das bedeutet: Honda, Kawasaki, Yamaha, Suzuki und Aprilia. Aber erst im Jahr 2000 begann unsere Arbeit, Früchte zu tragen. Colin Edwards wurde mit Honda Superbike-Weltmeister, und Jörg Teuchert holte den Gesamtsieg in der Supersport-600-WM. Kurze Zeit später sicherte uns Joel Smets unseren ersten Motocross-Weltmeistertitel und – wenn ich mich nicht irre – 2001 war Fabrizio Meoni der erste Motorrad-Pilot, der mit einer Akrapovič Abgasanlage die Rallye Paris-Dakar gewann. Der Durchbruch in den Weltmeisterschaften war gelungen.

 

IST IHRE FAST ABSOLUTE DOMINANZ IN DER MOTOGP DERZEIT DIE KRÖNUNG IHRES RENNSPORT-ENGAGEMENTS?

Wir sind bisher der einzige Hersteller von Abgasanlagen, der in der MotoGP, der Königsklasse des Motorrad-Rennsports, mit allen Motorrad-Herstellern zusammengearbeitet hat. Ducati, Yamaha, Suzuki, Aprilia und Kawasaki sind – oder waren – unsere Partner. Wir haben auch mit Marken zusammen gearbeitet, die im Vergleich zu den großen Herstellern vielleicht weniger bekannt sind, wie Kalex, Suter, Mahindra, Ilmor, KR und anderen. Nur wenige wissen jedoch, dass wir auch die Abgasanlagen für die Rennsport-Abteilung von Honda gefertigt haben, als diese in der MotoGP auf Viertaktmotoren umgestiegen ist. Unsere Partnerschafts-Vereinbarung war damals aber nicht optimal. Das hat dazu geführt, dass Teams unsere Abgasanlagen benutzt haben, aber die Logos von anderen Herstellern drauf waren, die für diese Werbung sehr viel Geld bezahlt haben.

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Foto: Primoz Korošec

 

WELCHE ERINNERUNGEN VERBINDEN SIE MIT DEM ERSTEN WELTMEISTERTITEL, DEN COLIN EDWARDS IN DER SUPERBIKE-WM GEHOLT HAT?

Der Beginn unserer Zusammenarbeit mit Honda war ein wichtiger Meilenstein. Aber es war keiner unser üblichen Deals. Honda hatte bereits seine eigenen Ideen und Pläne. Sie haben uns Designskizzen auf großen Leinwänden geschickt, und wir mussten darauf basierend eine Abgasanlage produzieren. Es kam oft vor, dass wir nicht einmal das Motorrad bei uns im Haus hatten. Die Dinge waren damals anders, ebenso wie unsere Herangehensweise in der Fertigung von Abgasanlagen. Damals hat man beim Design und in der Fertigung keine Computer-CAD-Modelle eingesetzt, die auf unserer Seite zusätzliche Arbeit und zusätzliches Wissen erfordert haben. Auch die Anfertigung von Werkzeugen hat damals wesentlich länger gedauert, denn Japan ist Slowenien acht Stunden voraus und manchmal mussten wir drei oder vier Mal am Tag Informationen austauschen. Aber das hat uns stärker gemacht. Das waren die Herausforderungen, an denen wir gereift sind. In diesen zweieinhalb Jahren haben wir an der Abgasanlage für die Honda SP-2 insgesamt 44 Änderungen vorgenommen. Diesen Weltmeistertitel haben wir uns auch hart erarbeitet.

 

GAB ES ANDERE SIEGE ODER TITEL, DIE SO VIEL HARTE ARBEIT ERFORDERT HABEN?

Als in der MotoGP die Viertakt-Motoren eingeführt wurden gab es einige Probleme, weil es den Herstellern selbst an der nötigen Erfahrung gefehlt hat. Alles was sie damals wollten, war eine Abgasanlage, die für so viel Leistung wie möglich sorgt. Unsere Vorführungen zum Thema linearer Leistungsabgabe und dazu, die Leistung in einem sinnvollen Bereich bereitzustellen, wurden als unwichtig abgetan. Denn man glaubte, dass sich diese Probleme mittels der Motorelektronik lösen ließen. Aber es hat sich gezeigt, dass dies nicht der Fall war. Die Bikes dieser Zeit waren wegen der explosionsartigen Leistungsabgabe ungezähmt, zu leistungsstark und zu brutal. Das hat zu zahlreichen Stürzen und Verletzungen bei den Fahrern gesorgt.

 

WIE HABEN SIE WELTMEISTERTITEL VOR 15 JAHREN GEFEIERT UND WIE TUN SIE DAS HEUTE? WAR DIE FREUDE DAMALS GRÖSSER UND INTENSIVER?

Nein, überhaupt nicht. Ich würde sogar sagen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Ich denke, dass wir heute sogar noch aufgeregter sind wenn wir einen Titel gewinnen, als in der Vergangenheit. Ich glaube damals haben wir gar nicht richtig verstanden, was das bedeutet. Unser erster Titel kam eigentlich etwas überraschend. Natürlich haben wir uns riesig gefreut, aber uns war nicht bewusst was das heißt. All die Jahre später ist klar geworden, dass wir in bestimmten Klassen sogar noch dominanter sind als damals, und es kommt mir so vor, als ob wir Weltmeistertitel jetzt mehr zu schätzen wissen.

 

WIE IST ES IHNEN GELUNGEN, DAS VERTRAUEN VON MARKEN WIE HONDA, YAMAHA UND VIELEN ANDEREN ZU GEWINNEN? IST ES ETWAS GANZ ANDERES, MIT JAPANERN ZUSAMMENZUARBEITEN?

Am wichtigsten ist der professionelle Umgang miteinander. Man muss ihre Meinungen und Wünsche immer mit einbeziehen, aber auch bei jedem Produkt die größtmöglichen Anstrengungen unternehmen. Man muss sich dessen bewusst sein, dass alle versuchen Informationen über ihr Motorrad und technische Details vor ihren Konkurrenten geheim zu halten. Uns ist schon immer wichtig gewesen, den besten technischen Service und absolute Diskretion zu bieten. Wir haben noch nie mit einem Gegner über die technischen Eigenheiten eines Motorrads gesprochen. Wenn man sich anschaut wo wir nun stehen und den kommenden Einstieg von KTM in die MotoGP mitzählt, dann arbeiten wir nun mit fünf von sechs Marken zusammen: Ducati, Yamaha, Aprilia, Suzuki und KTM. Sie scheinen uns zu brauchen und zu vertrauen.

www.akrapovic.com

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