Neues System von Gore-Tex Lockout-Verschluss
Mit dem wasserdichten Lockout-Verschluss will Gore-Tex dem herkömmlichen Reißverschluss den Garaus machen.
Foto: Gore-Tex
Was nützt die beste Klimamembrane, wenn es am Reißverschluss durchnässt oder kalt reinzieht? Bislang war der Träger gefragt, musste die Jacke und Hose mittels zusätzlicher Abdeckleisten sorgfältig gegen Wind und Wasser sichern. Deutlich mehr Komfort verspricht der neue Lockout-Verschluss von Gore-Tex: Zwei Doppelkanal-Streifen aus hochelastischem Polymer werden mit einem Metallschieber quasi nahtlos miteinander verschlossen. Eine Abdeckung oder zusätzlicher Schutz gegen Wind und Wasser ist nicht nötig.
In einem ersten Praxistest kann das System auf einer wirklich verregneten Tour durch die schottischen Highlands in puncto Wetterschutz voll und ganz überzeugen. Das Gore-Lockout-System bleibt zu hundert Prozent wind- und wasserdicht und ist hier einem herkömmlichen Reißverschluss weit überlegen. Zudem lässt sich der Gore-Zipper sehr leicht schließen. Beim Bedienkomfort ist er auf jeden Fall gummierten Reißverschlüssen mit ähnlicher Funktion überlegen.
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Ein wunder Punkt ist allerdings die fehlende Verriegelung des Lockout-Systems an Kasten- und Steckteil. Da sich die beiden Polymer-Streifen verschieben können, besteht die Gefahr, dass der Verschluss aus der Führung gleitet und sich dann öffnen kann. Neben Wassereinbruch droht beim Sturz ein hohes Verletzungsrisiko. Gore will hier nachbessern (siehe Kasten „Nachgehakt“).
Das neue System soll ab 2010 unter anderem in wasserdichten Leder- und Textilkombinationen der neuen Kollektionen von Dane, Hein Gericke, Held, Ixs, Rukka und Stadler erhältlich sein.