Aprilia RSV mille SP

Aprilia RSV mille SP
Hersteller: Aprilia

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Noriyuki Haga ist kein Teamplayer. Der japanische Publikumsheld hat seine besten Leistungen immer in Ein-Fahrer-Teams gezeigt, die genau auf ihn zugeschnitten waren. Aus diesem Grund sah es vor der Superbike-WM-Saison 2002 zunächst so aus, als ob die ursprünglich kostenbedingte Reduzierung des Aprilia-Werksteams auf nur noch einen Fahrer, eben Haga, sich sogar auszahlen könnte. Aber der gute Plan klappte nicht. Die bärenstarke RSV mille SP erwies sich vor allem zu Saisonbeginn als wenig haltbar und erlitt des Öfteren mit zunehmender Renndistanz rätselhafte Schwindsuchtsanfälle in Sachen Motorleistung. Dazu kam, dass 2002 in der Superbike- wie auch der MotoGP-WM ganz eindeutig das Jahr der Michelin-Reifen war. Und Hagas Aprilia fuhr auf Dunlop, was vor allem für den wildesten Quertreiber im internationalen Motorradsport bis dahin eher ein Vorteil war. In der abgelaufenen Saison aber konnte Haga nur noch zuschauen, wie die Titelduellanten Edwards und Bayliss ihm aus dem Sichtfeld fuhren. Im Kampf um den Ehrenplatz des Besten vom Rest unterlag Haga am Ende sogar noch dem ebenfalls Dunlop-bereiften Ducati-Privatfahrer Neil Hodgson und wurde nur WM-Vierter. Für die neue Saison 2003 wurde die Aprilia RSV mille SP kaum weiterentwickelt und soll wohl nur in einem Semi-Werksteam eingesetzt werden. Als Fahrer stand dort bei Redaktionsschluss ein anderer Publikumsliebling ganz oben auf der Wunschliste: Pierfrancesco Chili.

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