Blickpunkt: Messehighlights Stars and Stripes

Mailand ist nicht Amerika, und die Eicma ist nicht der Hollywood Boulevard. Glamour und Trubel bieten die Norditaliener trotzdem mehr als genug. Zum Beispiel den Aufstieg der Yamaha MT-07 vom Mittelklasse-Zweizylinder zum Shootingstar.

Wie ein guter Hollywood-Blockbuster hatte auch die Eicma 2013 ein abwechslungs­reiches Drehbuch und eine opu­lente Besetzungsliste. Zu den gesetzten Stars wie der KTM 1290 Super Duke R, der BMW S 1000 R, Ducatis Monster 1200 oder Yamahas Dreizylinder MT-09 rückten eta­blierte Kräfte wie die Touring-Queen BMW R 1200 RT oder die Mutter aller radikalen Naked Bikes, die Kawasaki Z 1000, ins Rampenlicht.

Eine wichtige Rolle spielten in Mailand auch die nationalen Darsteller diesseits von Ducati. Auf dem MV Agusta-Stand buhlten mit der neuen Dreizylinder-Supermoto Rivale 800 und dem Touring-Ableger Turismo Veloce 800 gleich zwei neue Ansätze um die Gunst der Kunden, während die Edelschmiede Bimota nicht nur neue Besitzer, sondern mit der BB3 auch einen neuen Supersportler präsentierte. Im Übrigen aber spielte die Sportler-Fraktion in Mailand eine Nebenrolle. Die ultraleichte und ultrastarke Ducati Superleggera kommt nur fürs sehr betuchte Publikum infrage, und die neue Honda Fireblade im alten Gewand und ohne Traktionskontrolle hat beinahe das Zeug zum tragischen Helden. Erfrischend hingegen präsentierte sich das überwiegend junge Messepublikum, das trotz Wirtschaftskrise gut gelaunt durch die Hallen drängte. Kein Wunder, denn Angebote wie die flotte MT-07 oder die brandneuen Einsteiger-Harleys sind die Stars am Nachwuchshimmel.

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Foto: MOTORRAD
Yamaha MT-07: Zwei Zylinder, 75 PS, 68 Newtonmeter – und der Star der Mailänder Messe.
Yamaha MT-07: Zwei Zylinder, 75 PS, 68 Newtonmeter – und der Star der Mailänder Messe.

Yamaha MT-07: Der Star der Mailänder Messe

Zwei Zylinder, 75 PS, 68 Newtonmeter – und der Star der Mailänder Messe. Das muss man erst einmal hinbekommen. Die MT-07 hat das hinbekommen. Nicht zuletzt dank ihres tollen Designs und der wertigen Verarbeitung. Da wirkt nichts improvisiert oder halbherzig, sondern konsequent zu Ende gedacht. Feine asymmetrische Schwinge, kecker Underfloor-Auspuff, geschwungene Krümmerführung, harmonische Tank-Sitzbank-Linie – von Biederkeit keine Spur. Und wer den neuen Crossplane-Dreizylinder aus der großen Schwester MT-09 und sein quicklebendiges Wesen kennt, wird sich um mangelndes Temperament des Reihentwins keine Sorgen machen. Erst recht nicht, weil die MT-07 mit zwei weiteren Top-Werten glänzen kann. 182 Kilogramm vollgetankt, gibt Yamaha an – das sind rund 20 Kilo weniger als bei einer vergleichbar motorisierten Kawa ER-6n. Und der Preis wird unter 6000 Euro liegen.

Daten

Zweizylinder-Reihenmotor, 689 cm³, 55 kW (75 PS) bei 9000/min, 68 Nm bei 6500/min, Rückgratrahmen aus Stahl, Telegabel, Ø 41 mm, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 282/220 mm, ABS optional, Sitzhöhe 805 mm, Gewicht
vollgetankt 179/182 Kilogramm, Bereifung vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Farben: Blaugrau, Mattgrau, Violett, Rot, Weiß, Preis: unter 6000 Euro.

Neu bei Yamaha:

SR 400, klassischer Single im typischen Look

MT-07, 700er-Zweizylinder mit 75 PS

MT-09 Street Rally im Supermoto-Stil

XVS 1300, Chopper in vollem Ornat

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Foto: MOTORRAD
Bimotas mit BMW-Motor gab es schon einmal. Allerdings handelte es sich dabei um einen 60-PS-Einzylinder-Renner.
Bimotas mit BMW-Motor gab es schon einmal. Allerdings handelte es sich dabei um einen 60-PS-Einzylinder-Renner.

Bimota BB3 gab es schon einmal

Allerdings handelte es sich dabei um einen 60-PS-Einzylinder-Renner. Die neue BB3 findet sich am anderen Ende der Leistungsskala: Satte 193 PS produziert das Vierzylinderaggregat der BMW S 1000 RR, das für die klassisch gestaltete BB3 verwendet wird. Bimota-typisch: in Handarbeit gefertigtes Fahrwerk, feinst verarbeitetes Kohlefaser-Laminat als Verkleidung, Tankhutze und Sitzbank. Be­stechend: An der BB3 führt eine aus dem Vollen gefräste Schwinge das Hinterrad, ebenso werden die Schwingenaufnahmen aus Aluminiumblöcken spanab­hebend gefertigt. Als Rahmen dient eine Stahlgitterrohr-Konstruktion, deren Haupt­­rohre ovale Querschnitte aufweisen. Die neuen Eigentümer Marco Chiancianesi und Daniele Longoni, die ihr Geld mit Immobilien verdienen, wirken jedenfalls genauso optimistisch wie der neue Importeur Benny Wilbers. Deswegen liegt auch der Preis bei satten 42 900 Euro. Dafür gibt es fast zwei voll ausgestattete BMW HP4.

Daten

Vierzylinder-Reihenmotor, 999 cm³, 142 kW (193 PS) bei 13  000/min, 112 Nm bei 9750/min, Stahlgitterrohr-Alumi­nium-Verbundrahmen, Upside-down-Gabel, Ø 43 mm, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 320/220 mm, Sitzhöhe 820 mm, Gewicht trocken 179 Kilogramm, Bereifung vorn 120/70 ZR 17, hinten 190/55 ZR 17, Grundpreis: 42 900 Euro.

Neu bei Bimota:

Bimota BB3

Bimota Tesi 3D 40th Anniversary

Foto: MOTORRAD
Mit den beiden äußerlich identischen Modellen Street 500 und 750 hat Harley-Davidson eine völlig neue Baureihe vorgestellt. Die hier abgebildete 750er kommt in einem Jahr zu uns.
Mit den beiden äußerlich identischen Modellen Street 500 und 750 hat Harley-Davidson eine völlig neue Baureihe vorgestellt. Die hier abgebildete 750er kommt in einem Jahr zu uns.

Harley-Davidson Street 500 und 750: äußerlich identisch

Mit den beiden äußerlich identischen Modellen Street 500 und 750 hat Harley-Davidson eine völlig neue Baureihe vorgestellt. Und eine veränderte Philosophie: weg vom Harleys-sind-groß-und-teuer-Image. Die neuen – „Revolution X“ getauften – Motoren sind wassergekühlte V-Twins mit 60 Grad Zylinderwinkel. Die 750er, von der noch keine Leistungsdaten bekannt sind, soll es ab Ende 2014 in Deutschland geben, vorher kommt sie in Portugal, Spanien, Italien und ­Indien, wo sie auch gebaut wird, auf den Markt. Preislich soll die Street unter der günstigsten Sportster liegen und vor allem junge Leute weltweit – insbesondere in Asien – ansprechen.

Daten

Flüssigkeitsgekühlter 60-Grad-V2-Zylinder, ohc, vier Ventile, 749 (494) cm³, Sechsganggetriebe, Riemenantrieb, Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen, vorn und hinten jeweils Einscheibenbremse, vorn 17-, hinten 15-Zoll-Felge, kein ABS, ca. 220 kg, Preis: voraussichtlich um 7000 Euro.

Neu bei Harley-Davidson:

HD Street 500 und 750

HD Dyna Fat Bob

HD Softail Breakout

Touring-Reihe überarbeitet

Electra Glides wassergekühlt

BMW R 1200 RT: technische Messlatte im gehobenen Touring-Bereich

Daten

Zweizylinder-Boxermotor, 1170 cm³, 92 kW (125 PS) bei 7750/min, 125 Nm bei 6500/min, Stahlrohr-Brückenrahmen, längslenkergeführte Telegabel, Zweigelenk-Einarmschwinge, Federweg vorne/hinten 120/136 mm, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 320/276 mm, Integral-ABS, Sitzhöhe 805/825 mm, Rei­fen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Tankinhalt 25 Liter, Preis: ab 16 990 Euro.

Foto: MOTORRAD
The fine young Radical. Mit der S 1000 R geht BMW auch das Thema Naked Bike mit der gewohnten Konsequenz an. Folgerichtig ist die Verwandtschaft zur S 1000 RR nicht zu übersehen. Ob man das mag, sei dahingestellt.
The fine young Radical. Mit der S 1000 R geht BMW auch das Thema Naked Bike mit der gewohnten Konsequenz an. Folgerichtig ist die Verwandtschaft zur S 1000 RR nicht zu übersehen. Ob man das mag, sei dahingestellt.

BMW S 1000 R: The fine young Radical

Mit der S 1000 R geht BMW auch das Thema Naked Bike mit der gewohnten Konsequenz an. Folgerichtig ist die Verwandtschaft zur S 1000 RR nicht zu übersehen. Ob man das mag, sei dahingestellt. Darüber, dass die nackte S 1000 fahrdynamisch Maßstäbe setzen wird, bestehen eigentlich keine Zweifel, denn sie bringt in der Ausstattungs­liste­ alles mit, was bei BMW gut und teuer ist. ­Race-ABS, Traktionskontrolle und semiaktives Fahrwerk – wer will, kann das alles kaufen und wird dann mit ziemlicher Sicherheit mit einem Fahrwerk belohnt, das in dieser Klasse Maßstäbe setzt. Dafür spricht schon die lange Entwicklungszeit und auch die Akribie, mit der die Bay­ern normalerweise zu Werke gehen. Vermutlich gilt dasselbe für die Adaption des Hochleistungsreihenvierers, sodass die S 1000 R das Zeug zum Volumenmodell hat. Vor allem angesichts des Preises: 12 800 Euro sind ein Wort.

Daten

Vierzylinder-Reihenmotor, 999 cm³, 118 kW (160 PS) bei 11 000/min, 112 Nm bei 9250/min, Brückenrahmen aus Aluminium, Upside-down-Gabel, Ø 46 mm, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 320/220 mm, Sitzhöhe 814 mm, Ge-

wicht vollgetankt 207 Kilogramm, Bereifung vorn 120/70 ZR 17, hinten 190/55 ZR 17, Farben: Rot, Blaumetallic, Weiß, Grundpreis: 12800 Euro.

Neu bei BMW:

C evolution, Roller mit starkem E-Antrieb

S 1000 R, radikale Nackte zum Kampfpreis

R nineT, Jubiläumsmodell mit Klassik-Touch

R 1200 GS Adventure, Abenteuer für jedermann

R 1200 RT, Tourenqueen mit allen Extras

Foto: MOTORRAD
Ducati Monster 1200/S: Ein Hit war die Monster schon immer. Nur größer als 1,70 Meter durfte man nicht sein, um auf ihr eine gute Figur zu machen. Anders die Neue: Sie ist länger, schwerer und stärker, erreicht in der S-Version gar 145 PS.
Ducati Monster 1200/S: Ein Hit war die Monster schon immer. Nur größer als 1,70 Meter durfte man nicht sein, um auf ihr eine gute Figur zu machen. Anders die Neue: Sie ist länger, schwerer und stärker, erreicht in der S-Version gar 145 PS.

Ducati Monster 1200/S: Ein Hit war sie schon immer ...

... Nur größer als 1,70 Meter durfte man nicht sein, um auf ihr eine gute Figur zu machen. Anders die Neue: Sie ist länger, schwerer und stärker, erreicht in der S-Version gar 145 PS. Neu und viel besser auch die Sitzposition, denn der Lenker rückt je vier Zentimeter nach oben und näher zum Fahrer, das lästige Auf-dem-Tank-Liegen hat ein Ende. Dazu kommt ein starkes Design, bei dem die typische Monster-Optik trotz des Wasserkühlers erhalten blieb. Nebenbei kündigte Ducati übrigens eine weitere Neuheit für Anfang 2014 an. Jetzt rätseln wieder alle…

Daten

Wassergekühlter Zweizylinder-V-Motor, 1198 cm³, 99 (107) kW, 135 (145) PS bei 8750/min, 118 (124,5) Nm bei 7250/min, Gitterrohrrahmen, Einarmschwinge, Upside-down-Gabel, Ø 43 (48) mm, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 320/245 mm, Sitzhöhe 785–810 mm, Gewicht vollgetankt 209 kg, Bereifung 120/70 ZR 17, 190/55 ZR 17, Farben: Rot, Rot/Weiß, Preis: 13490 (15990) Euro.

Neu bei Ducati:

Panigale 899 bereits im Handel

1199 Superleggera, limitiert auf 500 Stück

Monster 1200/S

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KTM RC 125/390: Auf den ersten Blick sehen die kleinen RC-Renner wie Repliken der Weltmeistermaschinen aus der Moto3-Klasse aus. Nicht nur wegen der Lackierung im typischen Orange, auch wegen der knackig gestylten Verkleidung und sportlichen Accessoires.
KTM RC 125/390: Auf den ersten Blick sehen die kleinen RC-Renner wie Repliken der Weltmeistermaschinen aus der Moto3-Klasse aus. Nicht nur wegen der Lackierung im typischen Orange, auch wegen der knackig gestylten Verkleidung und sportlichen Accessoires.

KTM RC 125/390: Der Straßenflitzer für Kurven-Junkies

Auf den ersten Blick sehen die kleinen RC-Renner wie Repliken der Weltmeistermaschinen aus der Moto3-Klasse aus. Nicht nur wegen der Lackierung im typischen Orange, auch wegen der knackig gestylten Verkleidung und sportlichen Accessoires. Vorn federt eine fette WP-Gabel, die kräftige Aluschwinge kontrolliert ein WP-Federbein. Und serienmäßig ist sogar ein programmierbarer Schaltblitz an Bord. Die 125 liefert die klassenüblichen 15 PS, wiegt aber nur um die 140 Kilogramm. Kaum schwerer ist der Handlingkönig RC 390, dessen Einzylinder es auf stramme 44 PS bringt. ABS haben übrigens beide.

Daten

Einzylindermotor, 125 (372) cm³, 11/32 kW (15/44 PS) bei 9500/min, 12 (35) Nm bei 8000 (7250) min, Gitterrahmen aus Stahlrohren, Upsidedown-Gabel, Ø 43 mm, Einscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 300/230 mm, Sitzhöhe 820 mm, Gewicht vollgetankt 142 Kilogramm, Bereifung vorn 110/70 ZR 17, hinten 150/60 ZR 17, Farbe: Orange, Preis: ca. 4500/6000 Euro.

Neu bei KTM:

RC 125 und 390

Freeride 250 R-Zweitakter

1190 Adventure, nun serienmäßig mit MSC

1290 Super Duke R, das Power-Naked-Bike

Offroad-Palette überarbeitet

Foto: MOTORRAD
MV Agusta Turismo Veloce 800: Eine MV Agusta mit Koffern – wer hätte das je erwartet? Ein wenig dauert es aber noch, denn die Turismo Veloce kommt erst im Herbst 2014 auf den Markt.
MV Agusta Turismo Veloce 800: Eine MV Agusta mit Koffern – wer hätte das je erwartet? Ein wenig dauert es aber noch, denn die Turismo Veloce kommt erst im Herbst 2014 auf den Markt.

MV Agusta Turismo Veloce 800 neuerdings mit Koffern

Eine MV Agusta mit Koffern – wer hätte das je erwartet? Ein wenig dauert es aber noch, denn die Turismo Veloce kommt erst im Herbst 2014 auf den Markt. Der Sporttourer mit Betonung auf Sport hat im Vergleich zum Funbike Rivale einen anderen Rahmen, einen neuen Auspuff mit qua­dratischen Tüten und eine größere Airbox. Besonders interessant ist die Version Lusso – unter anderem mit semiaktivem Fahrwerk, Schaltassistent auch nach unten, Heizgriffen und eben zwei Koffern. Die sind klug gemacht, verbreitern das Motorrad nicht und nehmen dennoch je einen Integralhelm auf. Scharfe Konkurrenz also für Ducati, wo bislang eine kleine Multistrada fehlt? Aber da steht ja noch eine 2014er-Neuheit aus …

Daten

Wassergekühlter Dreizylinder-Reihenmotor, 798 cm³, 92 kW (125 PS) bei 11  600/min, 84 Nm bei 8600/min, Gitterrohrrahmen, Einarmschwinge, Upside-down-Gabel, Ø 43 mm, Mono-Federbein, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 320/ 220 mm, Sitzhöhe 870 mm, Tank 20 l, Bereifung 120/70 ZR 17, 190/55 ZR 17, Trockengewicht 194 kg (Version Lusso 207 kg), Farbe: Silber (Lusso: Rot/Silber), Preis: k.  A.

Neu bei MV Agusta:

Turismo Veloce 800/Lusso

Rivale 800 bereits im Handel

F3 Ago, limitiert und von Giacomo Agostini signiert

Foto: MOTORRAD
Kawasaki Z 1000: Kawasakis große Nackte schaut ziemlich böse, wirkt viel aufgeräumter und klarer und wurde technisch in vielen Bereichen verbessert. Der Motor erhielt mehr Druck, das Fahrwerk bessere Federelemente und Bremsen, der Tankinhalt wuchs auf 17 Liter.
Kawasaki Z 1000: Kawasakis große Nackte schaut ziemlich böse, wirkt viel aufgeräumter und klarer und wurde technisch in vielen Bereichen verbessert. Der Motor erhielt mehr Druck, das Fahrwerk bessere Federelemente und Bremsen, der Tankinhalt wuchs auf 17 Liter.

Kawasaki Z 1000: Technisch in vielen Bereichen verbessert

Der Motor erhielt mehr Druck, das Fahrwerk bessere Federelemente und Bremsen, der Tankinhalt wuchs auf 17 Liter. Eine spezielle Luftführung soll für berauschenden Motorsound sorgen. Mit 142 PS bietet der 1043 cm³ dicke Vierzylinder genug Vortrieb, die 12 195 Euro, die Kawasaki für die neue Z 1000 inklusive ABS-System aufruft, sind sehr angemessen.

Daten

Vierzylinder-Reihenmotor, 1043 cm³, 104,5 kW (142 PS) bei 10  000/min, 111 Nm bei 7300/min, Brückenrahmen aus Aluminium, Big-Piston-Upsidedown-Gabel, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 310/250 mm, Gewicht fahrfertig 227 Kilogramm, Bereifung vorn 120/70-17, hinten 190/50-17, Farben: Grün, Schwarz, Orange, Grundpreis: 12195 Euro.

Neu bei Kawasaki:

Roller Kawasaki J 300

Sporttourer Kawasaki Z 1000 SX

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Triumph ist bei Tunern und ­Ver­edlern sehr beliebt, hier eine ­gestrippte, böse Rocket III.
Triumph ist bei Tunern und ­Ver­edlern sehr beliebt, hier eine ­gestrippte, böse Rocket III.

Triumph Thunderbird Commander/LT: Beschränkung auf Modellpflege

Sie gönnen sich mal ein ruhigeres Jahr in Hinckley: Nach den vielen Neuheiten der letzten Jahre beschränken sich die Briten in der kommenden Saison auf Modellpflege. Breiter auf­gestellt wird die Thunderbird-Baureihe mit dem dicken Parallel-Twin durch zwei weitere Varianten, beide mit 1,7 Litern Hubraum. Die Commander ist eine Art Musclebike, protzt mit reichlich Chrom, hat die Triumph-typischen Doppelscheinwerfer, dicke Räder und hoch aufgepolsterte, bequeme Sitze. Die LT – was für Light Touring steht – kommt mit Avon-Weißwandreifen, Ledersatteltaschen, Windschutzscheibe und Rückenstütze.

Daten

Zweizylinder-Reihenmotor, 1699 cm³, 69 kW (94 PS) bei 5400/min, 151 Nm bei 3550/min, Brückenrahmen aus Stahlrohren, Telegabel, Ø 47 mm, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 310/310 mm, Sitzhöhe 814 mm, Gewicht vollgetankt 348 (380) Kilogramm, Bereifung vorn 140/75 ZR 17, hinten 200/50 ZR 17, Preis k. A.

Neu bei Triumph:

Bonneville T100 und Tiger 800 XC als SE-Versionen

Thunderbird Commander und LT

Kleine, preisgünstige Einzylinder in Planung, kommen erst später

Retuschen an einigen Modellen, etwa Schalldämpfer mit mehr Sound

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Honda setzt auf Thailand; die CB 650 F und ihre voll verkleidete Schwester CBR werden dort gebaut.
Honda setzt auf Thailand; die CB 650 F und ihre voll verkleidete Schwester CBR werden dort gebaut.

Honda setzt auf Thailand

Die CB 650 F und ihre voll verkleidete Schwester CBR werden in Thailand gebaut. Mit längerem Hub bekamen die von den CB, CBF und CBR 600 bekannten Vierzylinder nicht nur mehr Hubraum, sondern offenbar auch eine andere Charakteristik: weniger Spitzenleistung, weniger Spitzendrehmoment, dafür aber mehr davon im unteren Drehzahlbereich. Warum man sie mit 87 PS quasi zwischen alle Versicherungsklassen gesetzt hat, ist jedoch schwer zu verstehen. Was mit 600 cm³ 102 PS schaffte, sollte mit 649 cm³ allemal für 95 PS gut sein. Oder gleich günstiger in der 78-PS-Klasse platziert werden. Sehr spektakulär gelang die Führung der Auspuffkrümmer.

Daten

Vierzylinder-Reihenmotor, 649 cm³, 64 kW (87 PS) bei 11000/min, 63 Nm bei 8000/min, Brückenrahmen aus Stahl, Telegabel, Ø 41 mm, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 320/240 mm, Sitzhöhe 810 mm, Gewicht vollgetankt 208 Kilogramm, Bereifung vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Farben: Weiß/Rot/Blaumetallic, Schwarz, Silber, Gelb, Preis: k. A.

Neu bei Honda:

CB 650 F, schicker Reihenvierer

CBR 650 F, voll verkleidete Variante der CB 650 F

CTX 700, kleinere Ausgabe des Tourencruisers

NC 750 S/X/Integra, mit mehr Hubraum

VFR 800 R, überarbeiteter Sporttourer

Fireblade, modellgepflegt

Crosstourer, Riesenenduro mit neuer Traktionskontrolle

CTX 1300, großer Tourencruiser

Foto: MOTORRAD
Stefan Kaschel, Redakteur: »Nein, das reicht nicht. Eine V-Strom kann die Kehrtwende nicht schaffen. Wann gibt Suzuki endlich wieder Gas?«
Stefan Kaschel, Redakteur: »Nein, das reicht nicht. Eine V-Strom kann die Kehrtwende nicht schaffen. Wann gibt Suzuki endlich wieder Gas?«

Suzuki V-Strom 1000: „The one and only“

„The one and only“: Das ist leider das Motto des 2014er-Modelljahrgangs, denn außer der V-Strom 1000 gab es auf dem Suzuki-Stand kein neues Motorrad. Und so richtig neu ist ja auch die V-Strom nicht, denn sie basiert mit ihrem 1000er-Motor ja auf der vor Jahren eingestellten Vorgängerin. Immerhin: Der Motor wurde umfassend überarbeitet und liefert sein maximales Drehmoment jetzt bereits bei 4000/min ab, und die neue V-Strom hat vom ABS bis zur Traktionskontrolle alles an Bord. Trotzdem wird es für eine 1000er im 1200er-Reiseenduro-Reigen nicht leicht. Das weiß auch Suzuki und bietet die V-Strom zum ­Einführungspreis an. 11 990 Euro sind ein fai­res Angebot, zudem gibt der Deutsche Importeur den ersten 100 Kunden die Koffer (890 Euro) gratis dazu.

Daten

Zweizylinder-V-Motor, 1037 cm³, 74 kW (100 PS) bei 8000/min, 103 Nm bei 4000/min, Brückenrahmen aus Aluminium, Upsidedown-Gabel, Ø 43 mm, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten, Ø 310/ 260 mm, Sitzhöhe 850 mm, Gewicht vollgetankt 228 Kilogramm, Be­reifung vorn 110/80 R 19, hinten 150/70 R 17, Farben: Weiß, Beige, Rotmetallic, Schwarz, Preis: 12290 Euro.

Neu bei Suzuki:

Suzuki V-Strom 1000

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