Im Test: Suzuki V-Strom 650 Runde Sache

Auch in ihrer Neuauflage bleibt die beliebte Suzuki V-Strom 650 ein komfortables Universaltalent für alle Belange des Motorradfahrens.

? Druckvoller V2? Komfortabel und
langstreckentauglich? Sensationell sparsam? Sehr leicht zu fahren? Reichlich Platz für Fahrer, Sozius und Gepäck (Zubehör-Koffer)? ABS serienmäßig
? Kupplungshebel nicht
einstellbar? Hauptständer kostet Aufpreis und setzt recht früh auf
Die Drehzahl sagt aus, wie oft die Kurbelwelle eines Motors pro Minute rotiert. Je höher die Drehzahl, desto mehr Leistung erzeugt er. Für entspanntes Fahren ist das Verhalten bei niedrigen Drehzahlen jedoch wichtiger.
835 mm
1560 mm
20 Liter
214 kg
BMW F 650 GS
So ein Tiefstapler: Tatsächlich hat der Reihentwin 798 cm³. Zwei Sitzhöhen verfügbar, ABS kostet 710 Euro Aufpreis. Preis: 8050 Euro
Honda Transalp
Seit 1987 Hondas leichte Reiseenduro. V2-Motor, 60 PS, viel Zubehör verfügbar. Das bewährte Combined-ABS ist serienmäßig an Bord. Preis: 8390 Euro
Kawasaki Versys
Spritziger Reihen-Zweizylinder, polarisierendes Design, auch vorn mit einem 17-Zoll-Rad bestückt. Serienmäßiges ABS von Bosch. Preis: 8195 Euro
Für Puristen ist die Verbindung aus Offroad-artiger Sitzhaltung und Straßenreifen eine krude Mischung. Praktiker genießen ihre Vorteile: beste Übersicht über den Verkehr, gute Kontrolle dank breitem Lenker und sehr handliches Fahrverhalten dank ausgewogener Geome-trie und schmaler Räder.
So bieder die V-Strom daherkommt, so geschmeidig bahnt sie sich ihren Weg im Kurvenwirrwar. Quasi ab Standgas liefert der V2 ordentlich Druck; es gibt auf der Landstraße in jeder Situation mindestens zwei richtige Gänge. Verschalten kann man sich also kaum. Das ABS erleichtert scharfe Bremsungen.
Die Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h kann sich sehen lassen. Das Reisetempo mit Passagier und Urlaubsgepäck wird sich wahrscheinlich etwas darunter einpendeln. Der 20-Liter-Tank und der niedrige Verbrauch bürgen für eine sensationelle Reichweite: Etappen über 500 Kilometer sind möglich.
Motor
Kaum zu glauben, dass hier "nurein 650er werkelt: Sanft und souverän treibt er die V-Strom vorwärts.
Das Getriebe schaltet sehr präzise.
Fahrwerk
Kaum Einstellmöglichkeiten - na und? Das Grund-Setup der Federelemente deckt einen weiten Bereich ab; handlich und zielgenau fährt die Suzuki.
Bremsen
Großer Fortschritt zum Vorgänger-Modell: Der ABS-Modulator regelt viel feiner. Die absolute Verzögerung ist für diesen Motorrad-Typus sehr gut.
Ausstattung
ABS, Gepäckbrücke und Bordcomputer sind Serienausstattung, wer mehr will, muss in die Tasche greifen. Immerhin: Das Zubehörsortiment ist umfangreich.
Komfort
Ergonomisch eine Wucht. Andere Motorräder bieten vielleicht mehr Wetterschutz - aber die sind für gewöhnlich schwerer, träger und teurer.
Einsteigertauglichkeit
Trotz schmaler Bank kann die Sitzhöhe beim Rangieren Probleme machen. Dagegen helfen nur hinreichend lange Beine. Alles andere ist easy going.

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