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Modell-Neuheiten 2015: Präsentation Ein guter Jahrgang

Es geht wieder voran in der Motorradbranche: Wer daran noch Zweifel hatte, braucht nur einen Blick auf den Modelljahrgang 2015 zu werfen. Neue Modelle, neue Konzepte, neue Technik, neuer Elan – hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Eine Übersicht.

Das Jahr 2015 könnte – wie schon 2014 mit einem Zulassungsplus von knapp zehn Prozent – ein Motorradjahr werden. Die Vor­aussetzungen sind bestens. Selten zuvor präsentierte sich ein Modelljahrgang derart faszinierend und vielfältig wie dieser. Beispiele gefällig? Da entsteht urplötzlich eine neue, einsteigerfreundliche Hubraumklasse zwischen 300 und 400 Kubikzentimetern, in der sich Nachwuchssportler wie die neue Yamaha YZF-R3 ebenso tummeln wie erwachsen aussehende Naked Bikes vom Schlage einer Kawasaki Z 300.

Da wird der versammelten Sportler-Riege durch noch mehr Leistung und weniger Gewicht, vor allem aber durch vom Rennsport beeinflusste Assistenzsysteme neues Leben eingehaucht. Das entfacht unbändige Lust auf schnelle Runden, und zwar von A wie Aprilia bis Y wie Yamaha. Und da etabliert sich eine eigene, puristische Stilrichtung, die Motorradfahren wieder aufs Wesentliche reduziert. Das macht die neue Ducati Scrambler ebenso vor wie die Moto Guzzi V7 II oder die Yamaha-XJR-Interpretationen. Apropos Yamaha: Diese Marke steht derzeit wie keine zweite dafür, dass Japan aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und sich auf alte Stärken besinnt. Auch Kawasaki ist mit bei der Musik. Nun warten wir noch auf Suzuki und den Motorrad-­Giganten Honda, aber auch hier stehen die Vorzeichen gut. Dann kann auch 2016 kommen.

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BMW

BMW R 1200 R/RS

Schritt für Schritt bekommen (bis auf die R nineT) die R-Modelle den neuen, teilweise wassergekühlten Boxer. Da dessen Kühler Platz braucht, mussten sich der Sporttourer wie auch der Roadster vom Telelever verabschieden. Beide haben jetzt Upside-down-Gabeln. Wie üblich bietet BMW viel Zubehör, u. a. Dynamic-ESA-Fahrwerk und den neuen „Schaltassistenten Pro“.

Daten R 1200 RS: Zweizylinder-Boxermotor, 1170 cm³, 92 kW (125 PS) bei 7750/min, 125 Nm bei 6500/min, Kardanantrieb, Stahlrohr-Brückenrahmen, Teilintegral-ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 236 kg, Sitzhöhe 820 mm, Farben: Blau/Grau, Grau/Schwarz, 13 400 Euro plus Nk.

Daten R 1200 R: Zweizylinder-Boxermotor, 1170 cm³, 92 kW (125 PS) bei 7750/min, 125 Nm bei 6500/min, Kardanantrieb, Stahlrohr-Brückenrahmen, Teilintegral-ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 231 kg, Sitz­höhe 790 mm, Farben: Blau, Grau, Weiß, 12 800 Euro plus Nebenkosten.

BMW S 1000 XR

Mit der brandneuen XR stellen die Bayern der Ducati Multistrada einen vierzylindrigen Konkurrenten entgegen. Wie diese kombiniert die XR 17-Zoll-Räder mit langen Federwegen und aufrechter Sitzposition – eine Kreuzung aus Reiseenduro und Tourer.

Daten: Vierzylinder-Reihen­motor, 999 cm³, 118 kW (160 PS) bei 11 000/min, 112 Nm bei 9250/min, Kettenantrieb, Alu-­
Brückenrahmen, Teil­integral-ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, ­hinten 190/55 ZR 17, ­Gewicht vollgetankt 228 kg, Sitzhöhe 840 mm, Farben: Rot, Weiß, 15 200 Euro plus Nk.

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BMW S 1000 RR

Mehr Leistung, weniger Gewicht – auf die Formel lässt sich die neue RR reduzieren. Durch Änderungen im Zylinderkopf bietet ihr Vierzylinder jetzt 199 PS, mit dem Wegfall des Auspuffsammlers verliert sie drei Kilo. Dazu kommen Rennstrecken-Features wie ein umkehrbares Schaltschema.

Daten: Vierzylinder-Reihenmotor, 999 cm³, 146 kW (199 PS) bei 13 500/min, 113 Nm bei 10 500/min, Kettenantrieb, Alu-Brückenrahmen, Teilintegral-ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 190/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 204 kg, Sitzhöhe 815 mm, Farben: Rot, Schwarz/Metallic, Blau/Weiß/Rot, Preis steht noch nicht fest.

BMW F 800 R

Das 800er-Einsteigermodell wurde etwas kräftiger und antrittsstärker. Technisch wartet die neue R mit Upside-down- statt Telegabel und radial verschraubten Bremssätteln auf. Äußerlich unterscheidet sie sich durch den symmetrischen Scheinwerfer auf den ersten Blick von der Vorgängerin.

Daten: Zweizylinder-Reihenmotor, 798 cm³, 66 kW (90 PS) bei 8000/min, 86 Nm bei 5800/min, Kettenantrieb, Alu-Brückenrahmen, ABS, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 202 kg, Sitzhöhe 790 mm,
Farben: Weiß, Blau, Schwarz, Schwarz/Weiß, 8900 Euro plus Nk.

Aprilia

Aprilia RSV4 RR

201 PS – der Wert sticht im Quartettspiel. Eigens dafür wurde der Motor komplett überarbeitet. Ferner wurde der Race-Modus verschärft, Track und Sport blieben. Die APRC-Steuerung mit Traktions-, Wheelie- und Startkontrolle plus Schaltassistent wurde weiterentwickelt. Neben der gezeigten RR gibt es auch wieder eine Factory-Variante mit Öhlins-Federelementen.

Daten: Vierzylinder-V-Motor, 1000 cm³, 148 kW (201 PS) bei 13 000/min, 115 Nm bei 10 500/min, Kettenantrieb, Alu-Brückenrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 200/55 ZR 17, ­Gewicht vollgetankt 199 kg, Sitzhöhe 847 mm, Farben: Silber, Schwarz und Factory-Design, Preis steht noch nicht fest.

Aprilia Tuono V4

Die Tuono hat den gleichen Motor wie die RSV4, aber dank größerer Bohrung 77 cm3 mehr Hubraum. Die Sitzposition ist aufrechter. Auch sie gibt es als Factory-Version mit Öhlins-Fahrwerk (Foto), doch schon das Standard-Fahrwerk erfüllt höchste Ansprüche.

Daten: Vierzylinder-V-Motor, 1077 cm³, 129 kW (175 PS) bei 11 000/min, 120 Nm bei 9000/min, Kettenantrieb, Alu-Brückenrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 190/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 203 kg,
Sitzhöhe 825 mm, Farben: Silber, Schwarz und Factory-Design, Preis steht noch nicht fest.

Aprilia Caponord 1200 Rally

Die Rally hat die Ausstattung der Caponord Travel Pack inklusive semiaktivem Fahrwerk serienmäßig, dazu Drahtspeichenräder mit vorn 19 anstatt 17 Zoll Größe – fertig ist die Reiseenduro.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 1197 cm³, 92 kW (125 PS) bei 8000/min, 115 Nm bei 6800/min, Kettenantrieb, Alu-Stahl-Verbundrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 R 19, hinten 170/60 R 17, Gewicht und Sitzhöhe sind noch nicht bekannt, Farben: Gelb, Grün, Grau, Preis steht noch nicht fest.

Ducati

Ducati Multistrada/S

Sie ist ganz neu entwickelt und vollgepackt mit Hightech wie der variablen Ventilsteuerung, Kurven-ABS und jeder Menge Elektronik. Die S-Version hat ­zudem das dynamische semiaktive „Skyhook“-Fahrwerk.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 1198 cm³, 118 kW (160 PS) bei 9500/min, 136 Nm bei 7500/min, Kettenantrieb, Stahlrohr-Gitterrahmen, Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 17, hinten 190/55 17, Gewicht vollgetankt 232/235 kg, Sitzhöhe 825–845 mm, Farben: Rot, Weiß (nur S-Version), 16 490/18 490 Euro plus Nk.

Ducati 1199 Panigale R

Um in der Superbike-WM weiter antreten zu können, blieb der Zweizylinder der R unter der 1200er-Marke. In Sachen Leistung zieht der Edel-Racer aber mit seinen erstarkten Schwestern gleich: 205 PS.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 1198 cm³, 151 kW (205 PS) bei 11 500/min, 136 Nm bei 10 250/min, Ketten­antrieb, Stahlrohr-Gitterrahmen, Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 200/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 184 kg, Sitzhöhe 830 mm, Farbe: Rot, 32 990 Euro plus Nk.

Ducati Diavel Titanium

Das auf 500 Stück limitierte Sondermodell des ­Italo-Dragsters unterscheidet sich durch diverse Anbauteile aus edlem Karbon, dem schwarz verchromten Rahmen und eine neue Auspuffanlage von der fünf Kilo schwereren Standard-­Diavel. Und natürlich durch den um gut 11 000 Euro höheren Preis.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 1198 cm³, 119 kW (162 PS) bei 9250/min, 131 Nm bei 8000/min, Kettenantrieb, Stahlrohr-Gitterrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 240/45 ZR 17, Gewicht vollgetankt 234 kg,
Sitzhöhe 770 mm, Farben: Titan/Schwarz, 28 690 Euro plus Nk.

Ducati 1299 Panigale/S

Der stärkste Serien-Zweizylinder überhaupt – neu ist der größere Motor mit mächtigen 205 PS. Die deutlich teurere S-Version hat zusätzlich ein semiaktives Fahrwerk und Öhlins-Federelemente.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 1285 cm³, 151 kW (205 PS) bei 10 500/min, 145 Nm bei 8750/min, Kettenantrieb, Stahlrohr-Gitterrahmen, Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 200/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 191 kg, Sitzhöhe 830 mm, Farben: Rot, 20 490/25 490 Euro plus Nk.

Ducati Scrambler-Modelle

Icon: Sie ist die Basis der vier Scrambler-Modelle und auch die günstigste. Ihnen allen gemeinsam ist einerseits der luftgekühlte V-Motor, der aus der Monster 796 stammt, aber für die Scrambler-Reihe auf 803 cm³ Hubraum angewachsen ist, und andererseits eine Portion Minimalismus. Denn mehr als eine nur mit dem Nötigsten, etwa ABS, ausgestattete Fahr- und Spaßmaschine will keine Scrambler sein.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 803 cm³, 55 kW (75 PS) bei 8250/min, 68 Nm bei 5750/min, Kettenantrieb, Stahlrohr-Gitterrahmen, ABS, Reifen vorn 110/80 ZR 18, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 186 kg (Urban Enduro 192 kg) , Sitzhöhe 790 mm, Farben: Rot, Gelb, Grün, Gelb/Schwarz, 9790 Euro plus Nk. (Icon 8390 Euro plus Nk.).

Urban Enduro

USB-Anschluss, z. B. fürs Smartphone, und LED-Tagfahrlicht haben alle vier. Die Urban Enduro hat noch Schützer für Scheinwerfer und Ölwanne und wirkt höher. Dabei sind auch die Federwege (150 mm v/h) identisch.

Full Throttle

Ein deutlich niedrigerer Lenker platziert den Fahrer leicht nach vorn gebeugt. Der kurze Termignoni-Auspuff unterstreicht den sportlichen Anspruch wirkungsvoll.

Classic

Die Kotflügel sind hier aus Alu, und der hintere ist etwas länger, ersetzt die modernistische Kennzeichenhalter/Spritzschutz-Kombination der Schwes­tern. Die Drahtspeichenräder passen perfekt dazu.

Honda

Honda Crossrunner

V4 – diese magische Buchstaben-/Zahlenkombination macht den Crossrunner in der Motorrad-Mittelklasse einmalig. Für 2015 kommt er dank Facelift deutlich flotter daher, die Federwege wurden länger, der Preis deutlich höher.

Daten: Vierzylinder-V-Motor, 782 cm³, 78 kW (106 PS) bei 10 250/min, 75 Nm bei 8500/min, Kettenantrieb, Alu-Brückenrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 242 kg,
Sitzhöhe 815–835 mm, Farben: Rot, Weiß, Schwarz, 12 490 Euro inkl. Nk.

Honda True Adventure

Die Nachfolgerin der Africa Twin ist noch im Prototypen-Stadium, und sie wird ein echtes Offroad-Bike, dem aber wohl eine zivilere Variante zur Seite gestellt wird. Klar ist bisher, dass der 1000er-Reihenzweizylinder wohl unter 100 PS landen wird und dass dieses Motorrad weder schwer noch teuer werden soll. Von 200 Kilogramm ist die Rede – und von Preisen zwischen 10 000 und 12 000 Euro. Das wäre doch was. Im Sommer 2015 soll es so weit sein höhe 815–835 mm, Farben: Rot, Weiß, Schwarz, 12 490 Euro inkl. Nk.

Honda CBR 300 R

Zu nahe an der 500er – das war lange das Argument, um die 300er in Deutschland nicht anzubieten. Jetzt kommt sie doch, aber sie dürfte gegen KTM RC 390 und Yamaha YZF-R3 mit nur 31 PS einen schweren Stand haben.

Daten: Einzylinder-Motor, 286 cm³, 23 kW (31 PS) bei 8500/min, 27 Nm bei 7250/min, Kettenantrieb, Stahl-Brückenrahmen, ABS, Reifen vorn 110/70-17, hinten 140/70-17, Gewicht vollgetankt 164 kg, Sitzhöhe 785 mm, Farben: Rot, Schwarz, Tricolor, 5055 Euro inkl. Nk.

Honda RC 213 V-S

Wer auf ein echtes Serienbike mit MotoGP-Attitüde gewartet hat, sieht sich bei Honda enttäuscht. Die RC 213 V-S wird nur auf Bestellung von der Honda-Rennabteilung HRC gebaut und soll einen sechsstelligen Betrag kosten. Dafür ist sie ein notdürftig auf den zivilen Einsatz – siehe MotoGP-Schalldämpfer – getrimmtes Renngerät, zu dem Honda sonst noch keine Angaben macht.

Kawasaki

Kawasaki Z 300

Das hat noch gefehlt: Die neue Z 300 ist so logisch, dass man sich wundert, warum sie nicht eher gekommen ist.
Ein durch und durch erwachsenes Naked Bike im Stil der großen Schwestern, mit dem man trendige Nachwuchs-Biker früh an die Marke binden kann – that’s it.

Daten: Zweizylinder-Reihenmotor, 296 cm³, 29 kW (39 PS) bei 11 000/min, 27 Nm bei 10 000/min, Kettenantrieb, Brückenrahmen aus Stahl, ABS, Reifen vorn 110/70-17, hinten 140/70-17, Gewicht vollgetankt 170 kg, Sitzhöhe 780 mm, Farben: Grün, Schwarz, 5195 Euro plus NK.

Kawasaki Ninja H2/H2R

Die Hingucker dieses Motorrad-Herbsts: Das waren zweifellos die beiden Kawa-Hämmer im Darth Vader-Look. Aber nicht
nur optisch, sondern auch technisch haben die beiden H2 einiges zu bieten. Allem voran der von Kawa neu entwickelte Kom-
pressor, der den 1000er-Motor in der H2R auf bis zu 310 PS aufbläst. Noch bis zum 19. Dezember läuft die Bestellfrist für den
ersten Produktionszyklus, danach könnte es längere Wartezeiten geben.

Daten H2/H2R: Vierzylinder-Reihenmotor mit Kompressoraufladung, 998 cm³, 147/228 kW (200/310 PS) bei 11 000/14 000 min, 134/165 Nm bei 10 500/12 500 min, Kettenantrieb, Gitterrohrrahmen aus Stahl, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 200/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 238/216 kg, Sitzhöhe 825/830 mm, Farbe: Schwarz, 25 000/50 000 Euro plus Nk.

Kawasaki Versys 1000

Sie war schon immer ein gutes Motorrad, aber noch nie ein schönes. Gut also, dass sich beim Modelljahrgang 2015 etwas getan hat. Vor allem die Frontpartie fällt nun mit nebeneinander angeordneten Doppelscheinwerfern deutlich flotter aus, die Scheibe ist höher und ein Hauptständer Serie. Technisch blieb alles beim Alten.

Daten: Vierzylinder-Reihenmotor, 1043 cm³, 88 kW (120 PS) bei 9000/min, 102 Nm bei 7500/min, Kettenantrieb, Alu-Brückenrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 250 kg, Sitzhöhe 840 mm, Farben: Orange, Schwarz, 12 190 Euro plus Nk.

Kawasaki Versys 650

Der großen Schwester wie aus dem Gesicht geschnitten, hat sich bei der keinen Versys auch technisch etwas getan. 69 statt 64 PS, neue Gabel, größerer Tank (21 Liter), verbessertes Gepäcksystem – das ist doch was.

Daten: Zweizylinder-Reihenmotor, 649 cm³, 51 kW (69 PS) bei 8500/min, 64 Nm bei 7000/min, Kettenantrieb, Brückenrahmen aus Stahl, ABS, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 160/60 ZR 17, Gewicht vollgetankt 216 kg, Sitzhöhe 840 mm, Farben: Weiß, Schwarz, Gelb, 7695 Euro plus Nk.

Kawasaki Vulcan S

Kein schlechter Gedanke, einen Cruiser in dieser Hubraumklasse zu positionieren, zumal der Reihentwin aus der ER-6 ja ein echtes Multitool ist. In der Vulcan S haben ihn die Kawa-Designer lecker verpackt. Dazu gibt es cruiser­untypisch dreifach verstellbare Fußrasten, die immerhin auf einen Tick Komfort bei der Sitzposition hoffen lassen.

Daten: Zweizylinder-Reihenmotor, 649 cm³, 45 kW (61 PS) bei 7500/min, 63 Nm bei 6600/min, Kettenantrieb, Brücken-rahmen aus Stahl, ABS, Reifen vorn 120/70 R 18, hinten 160/60 R 17, Gewicht vollgetankt 228 kg, Sitzhöhe 705 mm, Farben: Lila, Schwarz, Weiß, 7295 Euro plus Nk.

KTM

KTM 1290 Super Adventure

Das ist die Krönung, und zwar hubraum- und leistungsmäßig. 1300 Kubikzentimeter und 160 PS in einer Reiseenduro sind Rekord, die umfangreiche Serienausstattung mit semiaktivem Fahrwerk tut ihr Übriges.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 1301 cm³, 118 kW (160 PS) bei 8750/min, 140 Nm bei 6750/min, Kettenantrieb, Gitterrohrrahmen aus Stahl, Integral-ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 19, hinten 170/60 ZR 17, Leergewicht 229 kg, Sitzhöhe 860–875 mm, Farben: Orange, Silber, 17 895 Euro plus Nk.

KTM 1050 Adventure

Mit der kleinen Adventure stellt KTM den großen Schwestern ein „Einsteigermodell“ zur Seite, das mit 48-PS-Drosselung auch Führerschein-A2-tauglich ist. Neben Leistung und Drehmoment fällt auch die Ausstattung überschaubarer aus, und zwar beinahe in allen Belangen. Gemessen daran ist der Preis mit fast 13 000 Euro nicht ganz niedrig.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 1050 cm³, 70 kW (95 PS) bei 6200/min, 105 Nm bei 5750/min, Kettenantrieb, Gitterrohrrahmen aus Stahl, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 110/70 ZR 17, hinten 150/70 ZR 17, Leergewicht 212 kg, Sitzhöhe 850 mm, Farben: Orange, Schwarz, 12 950 Euro plus Nk.

KTM Freeride E-SM

KTM macht Ernst – und schickt mit der E-SM schon den dritten Elektroschnurrer unters Volk. Die Batteriekapazität beträgt 2,6 kW/h, der Preis liegt mit über 11 000 Euro in den dafür üblichen Sphären.

Daten: Wassergekühlter Elektromotor ohne Rekuperation, 16 kW (22 PS) bei 4500/min, 42 Nm, Kettenantrieb, 
Verbundrahmen aus Stahl, Reifen vorn 2,75-21, hinten 120/90-18, Gewicht 108 kg, Sitzhöhe 910 mm, Farbe: Orange/Weiß, 11 295 Euro plus Nk.

MV Agusta

MV Agusta Stradale 800

Und noch ein Brutale-Derivat: Die Stradale ist ein weiterer Versuch, mit dem die Nordita­liener den Touring-Markt er­obern wollen. Allerdings wird sie nicht ganz billig. Man munkelt 14 000 Euro.

Daten: Dreizylinder-Reihenmotor, 798 cm³, 85 kW (115 PS) bei 11 000/min, 79 Nm bei 9000/min, Kettenantrieb,
Gitterrohrrahmen aus Stahl, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Leergewicht 181 kg,
Sitzhöhe 870 mm, Farben: Weiß, Rot, Bronze, Preis steht noch nicht fest.

Husqvarna

Husqvarna 701 Supermoto

Jetzt trägt die Übernahme von Husqvarna durch KTM auch onroad erste Früchte. Der Motor der 690er-SMC-R im neuen Outfit – das hat was. Im Frühjahr kommt sie, einen Preis gibt es noch nicht.

Daten: Einzylinder-Motor, 690 cm³, 49 kW (67 PS) bei 7500/min, 68 Nm bei 6000/min, Kettenantrieb, Gitterrohrrahmen aus Stahl, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 160/60 ZR 17, Leergewicht 145 kg, Sitzhöhe 890 mm, Farbe: Weiß, Preis steht noch nicht fest.

Moto Guzzi

Moto Guzzi Audace/Eldorado

So unterschiedlich die Stile, so identisch die technische Basis. Quasi Customizing ab Werk, ist die Audace ein schnörkelloser Power-Cruiser und die Eldorado eine Reminiszenz an die glorreichen Tage der California.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 1380 cm³, 71 kW (96 PS) bei 6500/min, 120 Nm bei 2750/min, Kardanantrieb, Doppelschleifenrahmen aus Stahl, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 130/90 R 18, hinten 180/200/65 R 16, Gewicht voll-
getankt über 300 kg, Sitzhöhe 740 mm, Fraben: Rot, Schwarz, Preise stehen noch nicht fest.

Moto Guzzi V7 II

Die V7, jetzt mit dem Namenszusatz „Due“, ist Guzzis Bestseller. Und der soll nun, nach der technischen Überarbeitung – neues Sechsganggetriebe, veränderte Motoreinbaulage, neue Ergonomie – noch erfolgreicher werden. Daran werden auch die Umbaukits ihren Anteil haben, die aus den drei Standard-V7-Varianten die Legend, Scrambler, Dapper oder Dark Rider machen können. Preise der Kits stehen noch nicht fest.

Daten: Zweizylinder-V-Motor, 744 cm³, 35 kW (48 PS) bei 6250/min, 59 Nm bei 3000/min, Kardanantrieb, Doppelschleifenrahmen aus Stahl, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 100/90 R 18, hinten 130/80 R 18, Leergewicht 189 kg, Sitzhöhe 790 mm, Farben: Rot, Schwarz, Grau, Gelb, Preis steht noch nicht fest.

Suzuki

Suzuki GSX-S 1000

Nun bestellt auch Suzuki das Feld der sportlichen Naked Bikes. Basis ist das legendäre, langhubige K5-Triebwerk, das nun in einem komplett neuen Fahrwerk für rasanten Landstraßenspaß sorgen soll. Exakte Daten sind noch nicht bekannt, aber die Rede ist von rund 160 PS und unter 220 Kilogramm.

Daten: Vierzylinder-Reihenmotor, 999 cm³, Leistung noch nicht bekannt, Kettenantrieb, Alu-Brückenrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 190/50 ZR 17, Gewicht noch nicht bekannt, Sitzhöhe 815 mm, Farben: Blau,Schwarz/Rot, Grau, Preis steht noch nicht fest.

Suzuki GSX-S 1000 F

Das Rezept ist spätestens seit der Kawasaki Z 1000 SX bekannt, das Ergebnis trotzdem überraschend: Die GSX-S 1000 mit dem Namenszusatz F ist eine ganz eigenständige Erscheinung, ein Sporttourer. Mit Betonung auf Sport, denn an Soziuskomfort und Gepäckunterbringung dürfte es mangeln, aber in Sachen Performance und Windschutz wird die „F“ wohl punkten. Technisch sind die Unterschiede zur nackten Schwester praktisch nicht auszumachen, sie beschränken sich auf das Plastik der Verkleidung. Was die F-Version kosten wird, ist wie bei der Standard-GSX-S 1000 noch offen.

Suzuki V-Strom 650 XT

Der Trend ist da und nicht zu übersehen: weg von der Möchtegern-Enduro hin zum Abenteuer-Bike. Was es braucht? Vor allem Drahtspeichen- statt Gussräder und Koffer. Und einen enduresken Namenszusatz. Was liegt da näher als „XT“?

Daten: Zweizylinder-90-Grad-V-Motor, 645 cm³, 51 kW (69 PS) bei 8800/min, 60 Nm bei 6400/min, Kettenantrieb, Alu-Brückenrahmen, ABS, Reifen vorn 110/80 R 19, hinten 150/70 R 17, Leergewicht 215 kg, Sitzhöhe 835 mm, Farben: Blau, Grau, Rot, Weiß, Preis steht noch nicht fest.

Triumph

Triumph Tiger 800

XC, XR, XCx und XRx: Bei der überarbeiteten Tiger kann man schon mal straucheln. Zur Erklärung: Die XR ist die Straßenvariante mit 19-Zoll-Vorderrad, die XC die Enduro mit 21-Zöller vorn. Das kleine x steht je für die gehobene Ausstattungsvariante.

Daten XCx: Dreizylinder-Reihenmotor, 799 cm³, 70 kW (95 PS) bei 9250/min, 79 Nm bei 7850/min, Kettenantrieb, Stahl-Gitterrohrrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 90/90-21, hinten 150/70 R 17, Gewicht vollgetankt 218 kg, Sitzhöhe 840–860 mm, Farben: Blau, Schwarz, Weiß, 11790 Euro plus Nebenkosten.

Daten XRx: Dreizylinder-Reihenmotor, 799 cm³, 70 kW (95 PS) bei 9250/min, 79 Nm bei 7850/min, Kettenantrieb, Stahl-
Gitterrohrrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 100/90-19, hinten 150/70 R 17, Gewicht vollgetankt 213 kg, Sitzhöhe 810–830 mm, Farben: Blau, Schwarz, Weiß, 10 890 Euro plus Nebenkosten.

Triumph Street Triple Rx

Viel Neues gibt es nicht an der Street Triple-Front. Den Heckrahmen von der Daytona zum Beispiel, mit entsprechender Heckverkleidung, serienmäßigem Flyscreen, Quickshifter und neuen Farben. Das nennt sich dann „Rx“ und macht den Landstraßenfeger noch zackiger.

Daten: Dreizylinder-Reihenmotor, 675 cm³, 78 kW (106 PS) bei 11 850/min, 68 Nm bei 9750/min, Kettenantrieb,
Alu-Brückenrahmen, ABS, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 183 kg, Sitzhöhe 800 mm, Farben: Schwarz, Weiß, 10050 Euro plus Nebenkosten.

Yamaha

Yamaha YZF-R1/R1M

Wenn es ein Sinnbild für das Erwachen einer ganzen Klasse gibt, ist es die neue R1. Wegen ihrer optischen Nähe zum MotoGP-Vorbild, vor allem aber wegen der technischen Umsetzung. Leistung, Gewicht, Assistenz­systeme – alles top. Dazu die edle M-Version (oben, begrenzte Stückzahl, seit 1. Dezember bestellbar)und konkurrenzfähige Preise.

Daten: Vierzylinder-Reihenmotor, 998 cm³, 147 kW (200 PS) bei 13500/min, 112 Nm bei 11500/min, Kettenantrieb, Alu-Brückenrahmen, ABS, Traktionskontrolle, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 190/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 199/200 kg, Sitzhöhe 855/860 mm, Farben: Blau, Rot, 18 495/22 995 Euro plus Nk.

Yamaha MT-09 Tracer

Wer die MT-09 kennt, zweifelt keinen Augenblick, dass sich der fas­zinierende Reihendreizylinder auch als gelassener Antrieb eines Touringbikes bestens eignet. Die Tracer hat viel, auch viele Teile, mit ihren extrovertierten Schwestern gemeinsam, glänzt mit niedrigem Gewicht und günsti­gem Preis, den man ihr aber nicht ansieht. Im Gegenteil: Auch im Detail ist die neue MT-09 Tracer ein wertig gemachtes Motorrad, auf das man gespannt sein darf.

Daten: Dreizylinder-Reihenmotor, 847 cm³, 85 kW (115 PS) bei 10000/min, 88 Nm bei 8500/min, Kettenantrieb, Alu-
Brückenrahmen, ABS, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 210 kg, Sitzhöhe 845 mm, Farben: Blau, Grau, Rot, 9595 Euro plus Nk.

Yamaha MT-07 Moto Cage

Mild oder wild? Während die Standard-MT-07 mit ihrer großen Bandbreite eher den Vernunft-Biker anspricht, ist die Ausstattungsvariante Moto Cage eindeutig was für die urbane Bühne: rotes Rad vorne, schwarzes hinten, rote Sturzpads und Handprotektoren sowie ein kleiner Windschild – das ergibt einen extrovertierten Mix, während die technischen Unterschiede zur MT-07 sehr übersichtlich bleiben. Es gibt nämlich keine.

Daten: Zweizylinder-Reihenmotor, 689 cm³, 55 kW (75 PS) bei 9000/min, 68 Nm bei 6500/min, Kettenantrieb, Alu-Brücken-
rahmen, ABS, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 184 kg, Sitzhöhe 805 mm, Farben:
Grau/Rot, 7195 Euro plus Nk.

Yamaha YZF-R3

Alles frisch – das kann Yamaha bei der R3 behaupten, denn sowohl Motor als auch Fahrwerk sind neu entwickelt. Dabei liegt der 321 Kubikzentimeter große Reihen-Twin mit 40 PS am oberen Ende der klassenüblichen Ausbeute und könnte – betrachtet man die jüngsten Yamaha-Entwicklungen – Maßstäbe setzen, während das Gewicht Klassenstandard darstellt.

Daten: Zweizylinder-Reihenmotor, 321 cm³, 31 kW (40 PS) bei 10 750/min, 30 Nm bei 9000/min, Kettenantrieb, Stahlrohr-Brückenrahmen, Reifen vorn 110/70-17, hinten 140/70-17, Gewicht vollgetankt 169 kg, Sitzhöhe 780 mm, Farben: Blau/Weiß, Schwarz, 5395 Euro plus Nk.

Yamaha XJR 1300

Yamaha demonstriert mit der neuen XJR 1300 und ihrer Modell-Schwester „Racer“ (unten: Lenkerstummel und Cockpitverkleidung im Retro-Stil) eindrucksvoll, wie man aus einem schon etwas in die Jahre gekommenen Naked Bike in Sachen Design puren Zeitgeist zaubert, und zwar ohne viel Aufwand. Und ohne ABS.

Daten: Vierzylinder-Reihenmotor, 1251 cm³, 72 kW (98 PS) bei 8000/min, 108 Nm bei 6000/min, Kettenantrieb, Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr, Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 180/55 ZR 17, Gewicht vollgetankt 240 kg, Sitzhöhe 820 mm, Farben: Blau/Silber, Schwarz/Silber (Racer), Preis 10 295/11495 Euro plus Nk.

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