Neuheiten: Der Paparazzo BMW K 1600 GTL Modell 2016

+++ nächste Version der K 1600 erwischt +++ Verkleidung neu und „offener“ als bei aktuellem Modell +++ aerodynamische Retuschen im Test +++ neue Koffer, neue Auspuffanlage +++

Foto: bmh-images

„Die kommt aber nicht im Herbst.“ So lautete die einhellige Meinung der MOTORRAD-Analysten beim Betrachten neuester BMW-Erlkönigfotos; dieses Mal zeigen sie eine K 1600. Für eine baldige Präsentation sind die Verkleidungsteile doch noch ein wenig zu grob gezimmert und zu sehr mit provisorischen Ergänzungen verpflastert. Im Vergleich dazu zeigt die neuerlich erwischte S 1000 XR bereits ein perfektes Finish. Offiziell vorgestellt wird die neue K 1600 wohl erst im Herbst 2015 für die Saison 2016. Die Vorgängerin wäre dann volle fünf Jahre fast unverändert im Markt, wenn man von Sondermodellen wie der Executive einmal absieht.

Wegen der langen waagrechten Auspuffanlage und der nach hinten abfallenden Linie von Koffern und Heck – das Topcase muss man sich kurz wegdenken – vermuteten wir schon im Frühsommer, dass BMW eine Bagger-Variante der K 1600 entwickelt. Doch die neuen, schärferen und höher aufgelösten Fotos widerlegen diese Vermutung. Ein hoher Windschild und ein Topcase passen einfach nicht zum Bagger-Stil, wie er von der Honda Goldwing F6B eindrucksvoll vertreten wird. Kein Zweifel besteht jedoch daran, dass die künftige K 1600 GTL mit den genannten Stilelementen noch stärker dem amerikanischen Geschmack angepasst wird.

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Foto: bmh-images

Fünf neue Modelle im Herbst

Gegen diese Hypothese könnte man einwenden, dass Topcase und hohe Scheibe vielleicht nur zur Tarnung montiert wurden. Dagegen wiederum spricht die Art der Tests, die der Fahrer absolviert hatte, bevor er dem Fotografen vors Ob­jektiv rollte. Er war längere Zeit auf einem Autobahnstück ohne Geschwindigkeitsbegrenzung unterwegs, höchstwahrscheinlich, um Windschutz und Fahrstabilität bei hohem Tempo zu erproben. Solche Tests fährt man nicht mit aerodynamischen Katastrophen wie einem Topcase an Bord, wenn man sie später in der Serie weglässt.

Mit einer maßgeblichen Änderung werden die BMW-Designer nicht nur dem amerikanischen Geschmack, sondern auch dem europäischen entgegenkommen: Die neue Verkleidung zeigt mehr vom prächtigen BMW-Sechszylinder als die bisherige. Noch schöner wären nur noch sechs verchromte und in aller Offenheit präsentierte Krümmerrohre. Vielleicht bleibt diese Pracht ja einer Bagger-Variante vorbehalten.

Kurz vor Redaktionsschluss gab BMW bekannt, in diesem Herbst insgesamt fünf neue Modelle zu präsentieren. Drei davon kennen MOTORRAD-Leser schon: die unten nochmals gezeigte S 1000 XR, die neue S 1000 RR und die R 1200 R (auch als halbverkleidete Version) mit wassergekühltem Boxer. Und die F 800 R wurde seit ihrem Debüt 2009 auch nur dezent retuschiert.

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Foto: Baldauf

BMW S 1000 XR

Es fehlt ihr noch an Farbe, davon abgesehen hat das Finish der S 1000 XR den Se­rien­stand schon erreicht. Diese Maschine ist
dieselbe wie die in MOTORRAD 18 gezeigte, das verrät der Knick im Kennzeichen. Sie ­wurde allerdings von einem anderen
Fotografen an einem anderen Ort und zu anderer Zeit gestellt. Wer im Raum München wohnt, könn­te sich schon ­einen Vorgeschmack verschaffen.

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