Vorstellung Yamaha MT-125 Nummer 5 lebt

Null-Eins, Null-Drei, Null-Neun, Null-Sieben. So lautet die Reihenfolge der MT-Baureihe, von der die beiden letztgenannten Modelle für Yamaha einen durchschlagenden Erfolg darstellen. Mit der MT-125 präsentiert der Konzern für das Modelljahr 2014 die Fünfte im Bunde.

Na bitte, geht doch! Angesichts des Erfolgs von MT-09 und MT-07 zieht Yamaha nun auch bei den 125ern nach. Immerhin erzielten die beiden größeren Drehmomentwunder (MT steht für „Master of Torque“) nicht nur Spitzenplatzierungen in MOTORRAD-Vergleichstests, sondern verkaufen sich angesichts der äußerst günstig kalkulierten Einstiegspreise auch wie geschnitten Brot.

Für das Modelljahr 2014 will Yamaha an die Erfolge der beiden großen Schwestern anknüpfen und präsentiert mit der MT-125 ein Achtelliter-Naked-Bike mit Streetfighter-Anleihen, das speziell junge Fahrer ansprechen soll.

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Orientierung an den hubraumstärkeren Vorbildern

Dass sie es verstehen, eine scharfe 125er zu konstruieren und so den Nachwuchs für das Motorradfahren zu begeistern, haben die Entwickler bei Yamaha bereits mit der YZF-R 125 bewiesen. Die steht seit ihrem Erscheinen im Jahr 2008 meistens auf Platz eins der Zulassungsstatistik im weiterhin stark boomenden Sektor der Leichtkraft­räder. Das Design der MT-125 orientiert sich auf den ersten Blick erkennbar an den hubraumstärkeren Vorbildern. Der tief liegende, markante Frontscheinwerfer (mit LED-Tagfahrlicht) greift deren Linie ebenso auf wie das kurze, steil ansteigende Heck.

Technisch baut die MT-125 weitgehend auf der Plattform der aktuellen YZF-R 125 des Jahrgangs 2014 auf, teilt sich Rahmen, Fahrwerk und Motor mit der erfolgreichen Schwester. Soll heißen, dass auch die Baby-MT eine 41-Millimeter-Upside-down-Gabel sowie radial verschraubte Bremszange nebst schwimmend gelagerter 292-Millimeter-Scheibe ins Rennen führt. Ein ABS ist allerdings wie schon bei der sportlichen Schwester nicht verfügbar. Der wassergekühlte Vierventil-Antrieb der YZF-R 125 leis­tet volle 15 PS. Seine langhubige Auslegung verhilft schon der YZF-R 125 zu vergleichsweise guten Durchzugswerten und sollte in Verbindung mit den 138 Kilogramm (fahrfertig, Yamaha-Werksangabe) auch der MT-125 ansprechende Fahrleis­tungen ermöglichen.

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„Eine aufrechte, gemäßigt sportliche Sitzposition“

In puncto Fahrwerk nahmen die Entwickler die größte technische Änderung am Lenkkopfwinkel vor, der mit 33,5 Grad nochmals steiler ausfällt als bei der YZF-R 125. Diese Maßnahme soll in Verbindung mit der abgesetzten Sitzbank, dem kürzeren Tank und dem breiten, höheren Lenker eine spürbar bessere Agilität ermöglichen. Yamaha spricht von „einer aufrechten, gemäßigt sportlichen Sitzposition“ und damit von mehr Sitzkomfort in der Stadt und auf der Landstraße.

Ab August 2014 wird die MT-125 für 4095 Euro plus Nebenkosten in den Farben Rot, Blau und Grau bei den Händlern stehen. Preislich liegt sie damit gut 250 Euro unter der YZF-R 125 und 150 Euro unter der direkten Konkurrentin KTM Duke 125. Aber die hat serienmäßig ein ABS.

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