Schon gefahren: Aprilia RS4 125 Maße und Gewichte Aprilia RS4 125

Aprilia schlägt mit der RS4 125 ganz neue Töne an. Das klingt gut.

? Ultrascharfes Design? Stabiles Fahrwerk? Sportliche Bremse? Lineare Leistungsentfaltung? Hochwertige Verarbeitung? Nicht zu extreme Ergonomie? Optionaler Schaltautomat
? Für Sozius- und Gepäcktransport ungeeignet? Drehzahlbegrenzer greift dann ein, wenn der Spaß anfängt? Nicht übermäßig alltagstauglich
Die ölige Zweitaktfahne wird zum letzten Mal geschwenkt. Rennabbruch,
Neustart mit Einspritzung, geregeltem Katalysator und 4-taktigem Herzschlag: bei Aprilias 125er-Sportlern trägt nun die RS4 125
das Staffelholz. Den Achtelliter Hubraum mag man ihr angesichts des erwachsenen Auftritts gar nicht abkaufen, wirkt die Kleine doch dem mordsmäßig starken Superbike RSV4 wie aus dem Gesicht geschnitten. Ob sie wohl ebenso extrem wie die 1000er ist? Dass sich die RS4 der Sportlichkeit verpflichtet fühlt, steht außer Frage, kompakt rastet man in die Leerstelle zwischen nicht zu tiefen Lenkerstummeln, Sitzbank und moderat hohen Fußrasten ein. Der tief im Inneren des Motorrads bollernde Viertakter entfacht die Lust: Rennsemmeln ist angesagt! Wer unter 7000/min einkuppelt, ist nicht nur ein Warmduscher, sondern wird auch von den Hunden gebissen - er ist dann nämlich Letzter beim Ampelstart. Schön gleichmäßig generiert der Einzylinder eine Pferdestärke nach der andern, regelt bei 11 000/min ab und fordert den nächsten Gang. Gut, wer jetzt dank optionalem Schaltautomaten den nächsten reindrücken kann, ohne zu kuppeln und
das Gas wegzunehmen. Klasse! Bremsen und Fahrwerk zeigen sich wie von Aprilia gewohnt auf hohem Niveau: Zwei Finger reichen, um die Fuhre per radial montiertem Bremssattel einzufangen; die Federele-
mente würden mühelos mit der doppelten Motorleistung zurechtkommen. Und trotzdem bleibt die Italienerin preislich am Boden
- das kann nur ein Erfolg werden. (co)
1350 mm
14,5 Liter
145 kg
4195
820 mm

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