So geht's: Bekleidungspflege Diese Mittel haben sich gewaschen

Fliegendreck, Staub und Straßenschmutz sorgen für eine gehörige Sauerei. Wie Sie ihre Schutzkleidung richtig reinigen, zeigt der 2Räder-Waschtag.

Wer schick in Schale sein und jederzeit gute Sicht haben will, sollte seinem Helm regelmäßig Pflege zukommen lassen. Tote Insekten auf dem Visier und der Außenschale, Staub, Schweiß und Haare im Innenfutter sind unschön und lästig. 2Räder zeigt ganz ohne Gehirnwäsche, wie Sie selbst mit kleinstem Aufwand Ihren Helm in neuem Glanz erstrahlen lassen. 1 Die Außenschale bekommt eine Abreibung mit Schwammtuch und lauwarmer Seifenlauge. Verzichten Sie auf chemische Reiniger, diese zerstören auf Dauer die Struktur der thermoplastischen Schalen (Polycarbonat, Lexan, Ronfalin, Makroblen). Anschließend behandeln Sie den Helm mit einem Kunststoffpflegemittel; bei Schalen aus lackiertem Fiberglas, Karbon oder ähnlichen Materialmix haben sich handelsübliche Lackpflegemittel bewährt. 2 Das Visier ist mit hartnäckigen Insektenresten übersät. Diese lassen sich leichter entfernen, wenn sie eingeweicht sind. Dafür ein nasses Papiertuch einige Minuten auf das Visier legen. Anschließend mit klarem Wasser nachspülen. Nicht mit aggressiven Reinigern
arbeiten! 3 Herausnehmbares Helmfutter macht die Reinigung besonders einfach.
Es wird entfernt und anschließend von Hand mit milden Feinwaschmittel gewaschen. 4 Fest verklebtes Innenfutter kann auf zwei Arten behandelt
werden. Entweder Sie reinigen es mit einem Schwamm und einer milden Seifenlösung, dabei darf nur wenig Wasser verwendet werden, oder Sie nutzen als alternatives Hilfsmittel einen Helmpolsterreiniger aus der Sprühdose. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass chemische Substanzen an die Kopfhaut gelangen. 5 Die Visiermechanik flutscht besser, wenn Sie vor dem Anbau des Visiers mit Vaseline oder Silikonöl geschmiert wird. Keinesfalls Öl verwenden, da es Kunststoff angreift und spröde macht. 6 Ein Helmbeutel schützt vor
Kratzern. Viele Beschädigungen
passieren nämlich beim Transport und
im Regal. Ab 2 Euro, z. B. bei Louis.
eine Lederkombi hat kein leichtes
leben, heiße Sonne, prasselnder Regen und tote Fliegen setzen dem Naturprodukt ganz schön zu. Um das gute Stück so lange wie möglich zu erhalten, ist eine spezielle Pflege nötig. Finger weg von Benzin, Nagellackentferner und Bremsenreiniger. Leichte Verschmutzungen lassen
sich mit Schwamm und Neutral- oder Lederseife entfernen, bei Rauhleder hat sich eine Rauhlederbürste bewährt. Zur Komplettreinigung eignet sich die Waschmaschine (Schon- oder Wollwaschgang) und ein spezielles Waschmittel (erhältlich zum Beispiel unter www.lederzentrum.de, Telefon 05 51/77 07 30). Achtung: Vor der Wäsche müssen die Protektoren entfernt werden. Getrocknet wird bei Zimmertemperatur; keinesfalls in der prallen Sonne oder über der Heizung. Im Alltag wird die ehemalige Tierhaut durch Sonneneinstrahlung und Regen ihrer Elastizität beraubt. Wie die trockene Menschenhaut im Winter unter dem ständigen Wechsel zwischen kühler und feuchter Witterung und trockener Heizungsluft leidet und nach der Körperlotion verlangt, dankt es die Leder-
kombi, wenn sie die verlorene Feuchtigkeit zurück-
bekommt. Ein geschmeidiges Ergebnis erzielt man mit Lederöl, das man mit einem weichen Tuch auf das noch klamme Leder aufträgt. Die Regel "viel hilft viel" trifft jedoch in diesem Fall nicht zu.
Das Öl darf nur sehr dünn aufgetragen werden, da sonst die Gefahr der Überfettung besteht. Auch Lederfett, welches vor Nässe schützt, verlangt eine sparsame Dosierung.
der weisse Fahreranzug im Bild
dankt jede Reinigung, anders als
auf den meist schwarzen Funktionsbekleidungen sieht man den Schmutz auf hellem Untergrund sehr deutlich. Die regelmäßige Pflege ist notwendig, um Schäden an der empfindlichen Membran zu vermeiden und die Funktion zu erhalten. Vor dem Reinigen müssen alle Protektoren entfernt werden. In der Waschmaschine wäscht man den Anzug am besten mit flüssigem Feinwaschmittel. Tabu ist bei Funktionsmembranen der Gebrauch von Weichspüler. Um alle Rückstände zu entfernen, folgt nach dem Waschgang ein Klarspülgang. Es gilt: Besser oft und mit wenig Waschmittel in die Maschine als selten mit viel Waschmittel. Das Pflegeetikett verrät, ob der Anzug anschließend in den Trockner darf. Es empfiehlt sich, das Außengewebe zuletzt noch mit Imprägnierspray zu behandeln.
Sie sind die Individualisten, wenn es um die Pflege
geht, denn die Handschoner sind meist aus einem Materialmix gefertigt, heißt: Leder ist in Kombination mit Gore-Tex für Sicherheit und Handklima zuständig. Das ständige Kuppeln und Bremsen verlangt den Handtalenten einiges ab. Doch auch der beste Handschuh vermag es noch nicht, sich selbst zu reinigen. Textilhandschuhe oder Allrounder aus Mischgewebe lassen sich problemlos in der Waschmaschine im Schonwaschgang oder per Hand mit einem speziellen, sehr milden Reinigungsmittel waschen. Den nassen Handschuh nicht auf der Heizung trocknen, das strapaziert das Gewebe. Anschließend sollte Textil imprägniert werden. Lederhandschuhe werden nach einer Behandlung mit Lederbalsam wieder elastisch.
nass sollten sie ihre Treter keinesfalls herumliegen lassen,
es sei denn, Sie wollen sie schnell wieder loswerden. Zur Reinigung stecken Sie die Stiefel am besten kopfüber auf einen Stab, so läuft kein Wasser hinein. Danach geht es mit warmen Wasser und Bürste oder Schwamm ans Werk. Ist der Schmutz einmal runter, können die Stiefel gerade stehend in einem warmen Raum getrocknet
werden. Auch hier gilt: nicht auf der Heizung trocknen oder in die Sonne legen. Zeitungspapier saugt die Feuchtigkeit im Inneren auf. Vor dem nächsten Einsatz werden die Stiefel mit Lederfett eingerieben. Einige Hersteller bieten
es zur optischen Auffrischung auch in Stiefelfarbe an. Wenn man den Stiefel zunächst mit dem Fön leicht anwärmt, dringt das Fett besser in Leder und Nähte ein. Vor der Regenfahrt das Imprägnieren nicht vergessen.
weniger ist mehr, das sollte bei aggressiven Reinigern die Prämisse sein. Einfachen Verschmutzungen rückt die klassische Seifenlauge am billigsten zu Leibe. Für Sonderbehandlungen haben sich ein paar synthetische Helferlein jedoch im Alltag bewährt. Im Fachhandel sind die Produkte meist für unter 10 Euro zu haben. Das Textilwaschmittel (rechts) ist speziell für wasserdichte Bekleidung entwickelt. Zur Reinigung von Leder eignet sich ein Lederwaschöl (2. v. r.,ab 10 Euro). Das Imprägnierspray macht die Textilkombi wasserabweisend (links, ab 6 Euro). Lederbalsam macht die Lederkombi schön geschmeidig (2. v. l., etwa 5 Euro). Der Helmreiniger (Mitte, ab 4 Euro) entfernt Schmutz und Schweiß und frischt das Futter auf.

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