Anlagenberatung Auspufftest BMW K 1200 S

In Sachen Spitzenleistung besteht beim Original-Schalldämpfer der BMW K 1200 S wenig Optimierungsbedarf. In anderen Punkten dagegen schon. Sieben Zubehör-Endtöpfe im Test.

Foto: Bilski

Teil 1

Die Besitzer des stärksten Motorrad-Modells aus dem BMW-Fuhrpark, der K 1200 S, können zweifellos auf Anhieb etliche Gründe nennen, weshalb sie den Originaldämpfer gern gegen ein Zubehörmodell tauschen möchten. Als da wären: viel zu klobig, viel zu schwer und – spätestens dann, wenn nach einem Sturz zwingend Ersatz fällig wird – viel zu teuer. Wer mag schon gern über 1000 Euro für einen Schalldämpfer abdrücken? Der Zubehörmarkt hält sich diesbezüglich deutlich zurück: Ersatzdämpfer mit EG-Betriebserlaubnis (EG-BE) gibt es bereits ab knapp über 400 Euro und selbst Edeltöpfe mit Titan-Mantel schon für unter 600 Euro. Das zumindest spiegelt das Testfeld wider, das neben dem Originaltopf fünf Zubehör-Anlagen mit Katalysator und stellvertretend auch noch zwei ohne Katalysator umfasst.
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Fazit

Das sonst übliche MOTORRAD-Urteil bleibt diesmal aus, da sämtliche Dämpfer – auch der Serientopf – bei den Fahrgeräuschmessungen den zulässigen Grenzwert (zum Teil) deutlich überschreiten. Eine vertane Chance für die Nachrüster, die bis auf die beiden Anlagen von Arrow und Mivv mehr Punkte sammeln als das BMW-Original. Besonders interessant, dass – abgesehen vom GPR-Topf – alle Anlagen mit Kat auf dem Rollenprüfstand besser abschneiden als die Kat-losen Anlagen von Arrow und Mivv. Der Irrglaube, ein Kat bringe eine Leistungseinbuße mit sich, wäre damit eindrucksvoll widerlegt. Besonders erwähnenswert: Der Topf von SR-Racing übertrifft in puncto Spitzenleistung und Leistungsentfaltung sogar das Original, das im Vergleich mit den Zubehörkandidaten extrem klobig und schwer ausfällt. Und ganz nebenbei als Ersatz viel teurer ist.

Dipl.-Ing. Tassilo Sagawe, Spezialist für Fahrgeräuschmessungen am Dekra Technologie Center in Klettwitz.
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