Klang-Appell Auspufftest Yamaha FZS 1000 Fazer

17 Zubehör-Schalldämpfer für die Yamaha FZS 1000 Fazer hat MOTORRAD in Ausgabe 14/2002 getestet, verglichen und bewertet.

Teil 1

Termin Freitag, neun Uhr, auf dem ehemaligen Exerzierplatz der ebenso ehemaligen Bundeswehrkaserne bei Großengstingen auf der schwäbischen Alb. Angetreten sind MOTORRAD-Service-Redakteur Uli Holzwarth, Aushilfs-Testfahrer Jörg Reichert und MOTORRAD-Online-Redakteur Andreas Schulz.

17 Zubehör-Schalldämpfer für die Yamaha FZS 1000 Fazer hatte Holzwarth aus dem einschlägigen Zubehörangebot rekrutiert, denen genauso wie dem Yamaha-Original-Endtopf in Sachen Geräuschentwicklung auf den Zahn gefühlt werden sollte. "Die Fazer hat von Haus aus mit 77 db (A) einen sehr niedrigen Fahrgeräuschswert", erklärt Holzwarth, "der von den Nachrüst-Dämpfern nicht überschritten werden darf. Das ist für die Entwickler schon eine echte Herausforderung."

Um zu überprüfen, wie gut diese Aufgabe gelöst wurde, eignet sich das zu einem ADAC-Verkehrsübungsplatz umfunktionierte frühere Militärgelände ausgezeichnet – eine rund 250 x 200 Meter große asphaltierte Fläche, begrenzt durch Baumbestand. Schall reflektierende Bauwerke oder Flächen, die eine Messung verfälschen könnten, gibt es nur in sicherem Abstand.

Während Uli Holzwarth für sich und sein Schalldruckpegel-Messgerät optimale Bedingungen vorfindet, um Fahr- und Standgeräusch der 18 Auspuff-Endtöpfe zu ermitteln, hat Onliner Schulz mit leichten Problemen zu kämpfen. Denn für MOTORRAD online soll per Digitalaufnahme der Klang der einzelnen Schalldämpfer festgehalten werden.

Leider verfangen sich immer wieder plötzlich auftretende Windböen im Stereo-Mikrofon, die als dumpfe Poltergeräusche hörbar werden. Ist es gerade einmal windstill, mischt sich aus der Ferne ein Rasenmäher ein – oder munteres Vogelgezwitscher aus dem Strauchwerk rund um das Open-Air-Messlabor.

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Klangproben der Zubehör-Auspuffe

Für die Aufnahme des Fahrgeräuschs hat sich MOTORRAD online einfach an die Schalldruckpegel-Messung angehängt und jeweils eine Fahrt durch die Messstrecke im zweiten Gang von links nach rechts aufgezeichnet, also mit dem Auspuff-Endtopf auf der dem Aufnahmemikrofon zugewandten Seite. Die Messfahrten erfolgen nach den Vorgaben für die Homologation von Zubehör-Auspuffanlagen. Für die Ermittlung des Standgeräuschs wird der Motor nach diesen Richtlinien einige Zeit auf halber Nenndrehzahl gehalten, im Fall der Yamaha Fazer 5000/min.

Doch für einen Klangeindruck bringt dieses Verfahren nur wenig. Deshalb wurde Testfahrer Reichert folgendes Prozedere auferlegt: Motor anlassen, dann dreimal kurz auf 5000/min hochdrehen und den Motor wieder auf Standgasdrehzahl fallen zu lassen, anschließend drei Sekunden bei 5000/min halten und schließlich die Zündung ausschalten. Hört sich einfach an, war aber gar nicht so leicht zu realisieren, wie die unterschiedlich ausgefallenen Hörproben belegen.

Selbstverständlich mussten alle Endtöpfe auch eine Leistungsmessung über sich ergehen lassen. Die Resultate dieser Prüfung inklusive Leistungskurve, Hinweise auf Besonderheiten und ein Testfazit zu jedem Schalldämpfer sind in MOTORRAD 14/2002 nachzulesen.

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