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Grundlagen: Bremsentechnik Von Trommelbremse bis Monobloc-Bremssattel - Bremsen auf einen Blick

Ein Motorrad braucht Bremsen - darüber staunt niemand mehr. Zum Staunen ist aber, wie weit sich die Technik seit den 1970er-Jahren bis heute entwickelt hat.

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Die Kumpel beeindrucken Sie mit dem Stunt auf dem Bild (links) gewiss. Dazu gehören - außer Körperbeherrschung, einem verkehrsfreien Gelände und vielem mehr - leistungsstarke, gut dosierbare Bremsen; eine kräftige Hand ist nebensächlich. Auch Vollbremsungen aus hohem Tempo sind für moderne Motorräder ein Kinderspiel, selbst eine lange Serpentinen-Abfahrt mit vielen Bremsungen überfordert aktuelle Scheibenbremsen nur selten.

Die Entwicklung ist so weit gediehen, dass nicht mehr die Bremse selbst den Bremsweg bestimmt, sondern die Haftgrenze der Reifen das Limit setzt - weshalb ABS sich immer weiter verbreitet. Weiterentwicklung der Bremsentechnik findet vor allem bei Dosierbarkeit und Haltbarkeit statt. Bis 1968 war die Trommelbremse das Maß der Dinge. Dann verwendete die Honda CB 750 als erstes Serienmotorrad eine Scheibenbremse. Ein einfacher Schwenksattel nahm eine 260 Millimeter große Bremsscheibe in die Zange. Die Bremsleistung dieses Systems blieb zwar hinter den besten Trommelbremsen zurück, wies aber den Weg.

Heute sind zwei Vierkolben-Festsattelbremsen mit über 300 mm großen Scheiben bei leistungsstarken Motorrädern die Regel. Soll das Motorrad besonders sportlich wirken, werden die Sättel häufig radial mit ihren Haltern verschraubt; d.h. die Montagebolzen verlaufen parallel zum Rad. Die Topliga bilden derzeit sogenannte Monobloc-Bremsen, die als einteiliges Werkstück hergestellt werden. Großserienbauteile bestehen üblicherweise aus zwei verschraubten Hälften. An preisgünstigen Motorrädern kommen hingegen mitunter Schwimmsattelbremsen mit zwei oder drei Kolben zum Einsatz, die auch schon beeindruckende Verzögerung erzeugen können.

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