Vergleichstest Bremsbeläge für Yamaha YZF-R1

Heiße Scheibe

Im Motor der Yamaha YZF-R1 steckt wahrlich Musik drin. Doch was ist mit den Bremsen? Mit welchen Belägen die Sportlerin am besten spielt, klärt ein Vergleichstest.

Bremsbeläge im Test auf der Straße und im Prüflabor.
Bremsbeläge im Test auf der Straße und im Prüflabor.

Schon faszinierend, mit welch brachialer Motorleistung aktuelle Supersportler gesegnet sind. Beschleunigungswerte von rund drei Sekunden auf 100 km/h und Höchstgeschwindigkeiten an die 300 sind inzwischen fast Standard. Die Yamaha YZF-R1 (Modell 2006) bildet da keine Ausnahme. Doch wie sieht es aus, wenn diese Power wieder eingebremst werden soll? Verzögern die Serienstopper jederzeit zuverlässig, oder leisten Zubehör-Bremsbeläge mehr? MOTORRAD hat neun Kandidaten verschiedener Hersteller mit den Originalbelägen verglichen.

Die straßenzugelassenen Beläge von Alpha Technik, AP Racing, Brembo, Braking, Carbone Lorraine, EBC, Ferodo, Lucas, Performance Friction und natürlich von Yamaha durchliefen alle das gleiche Testprozedere. Die in der Praxis auf der Landstraße erzielten Ergebnisse fließen dabei mit 70 Prozent in die Endwertung ein, der erstmals durchgeführte Labortest (siehe Kästen auf Seite 70/71) mit 25 Prozent. Weitere fünf Prozent entfallen auf die Anfangsbelagstärke – ein Indiz für die Lebensdauer.

Um die Funktionswerte auf der Straße zu ermitteln, waren drei Testfahrer insgesamt sieben Tage unterwegs. Alle Beläge wurden zunächst sorgfältig eingefahren, bis die Oberflächen komplett an den Bremsscheiben anlagen. Danach überprüften die Tester folgende Kriterien.

Ansprechverhalten: Es gibt an, wie spontan die Beläge bereits auf einen leichten Zug am Bremshebel reagieren. Ideal, wenn ohne zeitlichen Versatz sofort eine leichte Bremswirkung zu spüren ist, was den meisten Sintermetall-Belägen gut gelingt. Schlecht, wenn sich erst mal gar nichts tut und eine spürbare Verzögerung erst nach einer kleinen »Bedenkzeit« einstellt, wie bei den Performance Friction, den einzigen Karbon-Metallic-Belägen im Test. Druckpunkt: Der Widerstand am Bremshebel muss klar definiert sein und stets gleich bleiben. Oder präsentiert er sich schwammig und wandert bei kalten Bremsen weiter weg vom Griff, bei war-men näher ran? Dosierbarkeit: Die Bremswirkung sollte proportional zur Handkraft zunehmen. Perfekt gelingt dies AP-Racing, Brembo und Lucas. Überproportional ansteigende oder auch abfallende Wirkung mit zunehmender Handkraft gibt Punktabzug. Handkraft: Je geringer die benötigte Handkraft, desto ermüdungsfreier lässt es sich auf Dauer mit der R1 fahren beziehungsweise bremsen. Hohe Bedienkräfte am Bremshebel führen bereits nach wenigen Runden auf der Rennstrecke oder einer Handvoll Kehren bei einer Passabfahrt zwangsläufig zu »dicken« Unterarmen. Die mit Abstand höchsten Handkräfte im Vergleich werden mit den Performance Friction benötigt. Wirkung kalt: Beißen die Beläge auch nach längerer, konstanter Autobahnfahrt in kaltem Zustand blitzschnell und vor allem wirkungsvoll zu, ist das ein echtes Sicherheitsplus. Wirkung warm: Sie gibt an, wie hoch die maximal realisierbare Verzögerung mit warmer Bremse ausfällt. Die erzielten Ergebnisse mit den Sintermetall-Stoppern sind durchweg gut bis sehr gut. Fading: Bremsbeläge mit gutem Fadingverhalten zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch nach vielen, kurz hintereinander erfolgten Vollbremsungen noch kraftvoll zubeißen und weder die benötigten Handkräfte zunehmen, noch der Druckpunkt bis zum Bremsgriff wandert. Diesbezüglich schnitten alle Beläge ähnlich gut ab.

Fazit: Bis auf die neu auf dem deutschen Markt erschienenen Performance Friction erreichten sämtliche Kandidaten ein gutes bis sehr gutes Ergebnis. Überragend im Preis-Leistungs-Verhältnis: die Testsieger von AP-Racing.

Anzeige

Bremsen-Tipps

  • Nach einem Belagwechse
  • die Bremsscheiben mit geeignetem Bremsenreiniger vom Abrieb des Vorgängers befreien.
  • Neue Beläge nicht sofort voll belasten, sondern nach Herstellerangaben einfahren.
  • Mindestens alle zwei Jahre die Bremsflüssigkeit wechseln.
  • Ein matschiger Druckpunkt könnte an Luftblasen im Bremssystem liegen. Abhilfe: die Bremsanlage entlüften, am besten mit einem speziellen Unterdruckgerät.
  • Plötzlich fehlender Bremsdruck liegt entweder an einem Leck im System oder ganz profan an zu niedrigem Flüssigkeitsstand, der regelmäßig kontrolliert werden sollte.
  • Einseitig verschlissene Bremsbeläge deuten auf ein Problem mit den Bremskolben hin. Unbedingt auf Leichtgängigkeit überprüfen und reinigen.
  • Gegen lästiges Bremsenquietschen hilft meist ein wenig Kupferpaste, die auf der Belagsrückseite aufgebracht wird.
  • Nur wenn die Bremshebelweite richtig eingestellt ist, lässt es sich perfekt bremsen. Anhaltspunkt: Bei locker auf dem Griff liegender Hand sollten die ersten Fingerglieder von Zeige- und Mittelfinger bereits über den Bremshebel hinausreichen.
  • Blau angelaufene Bremsscheiben zeugen von Hitzeproblemen. Möglicherweise stellen sich die Bremskolben nicht mehr von alleine zurück. Extrem hoher Widerstand beim Motorrad-schieben ist ein klares Zeichen für festgebackene Kolben. Oft hilft penible Reinigung mit einer feinen Kupferbürste.
  • Alte Bremsbeläge rechtzeitig gegen neue tauschen und nicht warten, bis sich das Metall der Trägerplatte in die Bremsscheibe frisst.
  • Verzogene Bremsscheiben äußern sich beim Bremsen durch Pulsieren am Hebel. In dem Fall sind dringend neue Scheiben fällig.
  • Lässt sich die Bremse schlecht dosieren oder hakt der Hebel, liegt’s möglicherweise an einem schlecht geschmierten Hebel-Gelenk. Zerlegen, reinigen, fetten und wieder einbauen – fertig.
Foto: fact
Am Rechner entstehen aus unzähligen Messdaten anschauliche Kurven und Diagramme aus den Laborversuchen.
Am Rechner entstehen aus unzähligen Messdaten anschauliche Kurven und Diagramme aus den Laborversuchen.

Prüflabor

Nur im Labor lassen sich Bremskomponen-ten bei absolut identischen Bedingungen vergleichen. Im Fall des Bremsbelagtests erhielt MOTORRAD tatkräftige Unterstützung von der Magura-Versuchsabteilung. Auf deren hochmodernem Schwungmassenprüfstand, der auch einer Panzerbremse gewachsen wäre, prüften die Spezialisten unter MOTORRAD-Aufsicht alle zehn Testbeläge nach einem zuvor abgesprochenen Versuchsablauf. Zunächst wurde der Aufbau festgelegt. Statt mit einer Doppelscheibenbremse, wie bei der YZF-R1 serienmäßig im Vorderrad, lief der Versuch mit nur einer Yamaha-Scheibe und einer Original-Bremszange. Die von den Schwungscheiben simulierte Fahrzeugmasse wurde entsprechend auf exakt
131 Kilogramm fixiert, was dem halben Gesamtgewicht (Fahrzeug plus Fahrer) entspricht. In mehreren Vorab-Versuchsreihen legten die Bremsen-Spezialisten den Druck im Bremssystem auf 17 bar fest und wählten die Maschinendrehzahl so, dass sie umgerechnet einer Fahrgeschwindigkeit von 100 km/h entsprach. Bei optimaler Reibpaarung (Belag/Scheibe) lassen sich mit dem vorgegebenen Bremsdruck Verzögerungen im Bereich von 10 m/s2 erreichen, wie sie sich auch in der Praxis bei einer Vollbremsung auf griffiger Straße realisieren lassen. Nachdem Messaufbau und -parameter feststanden, begannen die entscheidenden Laborversuche. Die frischen Testbeläge wurden nacheinander montiert und erhielten jeweils eine neue Bremsscheibe, um identische Voraussetzungen zu gewährleisten. Nach 19 Einlaufbremsungen mit leicht vermindertem Bremsdruck (15 bar) wurde dieser auf 17 bar erhöht, und es folgten fünf Vollbremsungen bei trockenen Bedingungen. Anschließend spülten zwei Düsen im Dauerbetrieb reichlich Wasser auf die Bremsscheibe, um eine Regenfahrt zu simulieren, während der ebenfalls fünf Vollbremsungen stattfanden, deren Datenaufzeichnungen für die Bewertung jedoch keine Rolle spielten. Nach 40 weiteren Vollbremsungen bei Trockenheit schlossen sich die für die Auswertung relevanten Messungen zunächst bei trockenen und anschließend bei nassen Bedingungen an, die wieder jeweils aus fünf Vollbremsungen bestanden. Nach dem letzten der insgesamt 79 Bremsvorgänge endete für jeden Testbelag die Schinderei, und die nächste Bremsscheiben/-belagpaarung kam an die Reihe. Für die Punktevergabe der Laborversuche (siehe Kasten auf Seite 70 unten) diente jeweils der Mittelwert beziehungsweise die mittlere erreichte Verzögerung (in m/s²) aus den jeweils fünf Vollbremsungen bei Trockenheit und Nässe. Der Bremskraftverlauf während der einzelnen Datenaufzeichnungen (ansteigend, abfallend oder konstant) spielte punkte mäßig keine Rolle.

Foto: fact
Bremsen im Labor.
Bremsen im Labor.

Fazit

Während die Funktionsunterschiede der Testkandidaten in der Praxis mit Ausnahme der Performance Friction relativ gering ausfallen und es auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hinausläuft, zeigen sich bei den Laborergebnissen wesentlich größere Differenzen, die schließlich den Ausschlag für das abschließende MOTORRAD-Urteil geben. Nicht überzeugen konnten eigentlich nur die Performance Friction, die abgeschlagen auf dem letzten Platz landen. Es folgen drei Kandidaten mit dem Urteil »gut« und gar sechs mit »sehr gut«, darunter auch die Yamaha-Serienstopper. Am überzeugendsten absolvierten die Beläge von Lucas, Brembo und AP-Racing den Testparcours. Letztere mit einer Nasenlänge Vorsprung.

Performance Friction - Performance Friction

Nach einem mäßigen Verzögerungsbeginn um 8 m/s2 fallen die Werte zunächst auf 7 m/s2 ab, um gegen Ende über den Anfangswert zuzulegen.
Typ: 7520.10
Anbieter: GMS Motorsport,
Telefon 0178/7808780, www.gms-motorsport.de
Preis: 103 Euro

Plus: –

Minus: mäßiges Ansprechverhalten; weicher Druckpunkt; sehr hohe Handkräfte; nur mäßige Bremswirkung in warmem und kaltem Zustand;
sehr schlechte Bremswirkung bei nassen Verhältnissen im Labor

Fazit: Für die supersportliche R1 eignen sich
die Performance Friction sicherlich nicht. In sämtlichen Kriterien, bis auf die Bremswirkung bei trockenen Verhältnissen im Labor (dort liegen sie
im hinteren Mittelfeld), schneiden sie schlechter
ab als die Mitbewerber. Dass sie außerdem mit Abstand am teuersten sind, macht sie wohl kaum zum Verkaufsschlager.

Lucas - Lucas

Die Verzögerungswerte nehmen von 10 m/s2 zu Beginn der Aufzeichnung bis auf etwa 7 m/s2 gegen Ende relativ gleichmäßig ab.
Typ: MCB 611 SV
Anbieter: TRW Kfz-Ausrüstung,
Telefon 02631/9120, www.lucas-bikersworld.com
Preis: 67,90 Euro

Plus: prima Ansprechverhalten; sehr gut dosierbar; sehr geringe Handkräfte; Wirkung kalt und Fadingverhalten gut, Wirkung warm sehr gut; gute Bremswirkung bei nassen Verhältnissen im Labor; bereits im Neuzustand gute Verzögerungswerte

Minus: –

Fazit: An den Lucas-Belägen gibt es nichts
auszusetzen. Zwar fallen sie im Labor etwas hinter die besten zurück, doch in der Praxis liegen sie mit an der Spitze. Eine Empfehlung für alle R1-Fahrer.

EBC - EBC

Erst ganz zum Ende des Bremsvorgangs steigern sich die EBC von einer sehr geringen Verzögerung mit 6 m/s2 auf deutlich über 10 m/s2.
Typ: FA 380 HH
Anbieter: Matthies,
Telefon 040/23725120, www.mike-matthies.de
Preis: 77,76 Euro

Plus: prima Ansprechverhalten; gut zu
dosieren; sehr geringe Handkräfte; Wirkung warm sehr gut; gutes Fadingverhalten

Minus: Laborwirkung sowohl bei trockenen als auch nassen Verhältnissen nur mäßig; sehr geringe Belagstärke

Fazit: Bei den Fahrversuchen liegen die EBC dank toller Eigenschaften nur knapp hinter der Spitze. Im Labor konnten sie hingegen wenig
überzeugen, außerdem weisen sie die geringste Anfangsbelagstärke auf.

Ferodo - Ferodo

Die Ferodo zeigen bei der Bremsmessung im Labor einen von Anfang bis Ende erstaunlich konstanten Verzögerungsverlauf auf gutem Niveau.
Typ: DB 605 STAC
Anbieter: Paaschburg und Wunderlich,
Telefon 040/2482770, www.pwhamburg.de
Preis: 76,00 Euro

Plus: prima Ansprechverhalten; geringe
Handkräfte; Wirkung kalt und warm sowie Fadingverhalten gut; Laborwirkung bei trockenen Verhältnissen sehr gut; größte Anfangsbelagstärke im Vergleich

Minus: unterdurchschnittliche Bremswirkung im Labor bei Nässe

Fazit: Stopper, die sich bis auf einen kleinen Einbruch beim Nasstest im Labor keine Schwäche leisten und darüber hinaus mit einem ungewöhnlichen Lochdesign auf den Reibflächen überraschen.

Carbone Lorraine - Carbone Lorraine

Nach einem verhaltenen Beginn mit einer
Verzögerung deutlich unter 8 m/s2 steigern sich
die Beläge gegen Ende auf über 9 m/s2.
Typ: 2361 SBK 5
Anbieter: Kfz GmbH, Telefon 0731/9709050, www.carbone-lorraine.de
Preis: 71,28 Euro

Plus: gut zu dosieren; geringe Handkräfte; Wirkung warm gut; sehr gutes Fadingverhalten

Minus: Laborwirkung nass nur mäßig

Fazit: Die französischen Stopper mit dem klangvollen Namen hinterlassen im Alltag einen prima Eindruck und liegen im Kriterium Fadingverhalten gar an der Spitze des Testfelds. Aufgrund leichter Schwächen im Labor reicht’s in der Endabrechnung dennoch »nur« für das Urteil gut.

Braking - Braking

Nach sehr hohen Verzögerungswerten bis über
10 m/s2 in der ersten Aufzeichnungsphase
folgt das langsame Abfallen bis auf rund 7 m/s2.
Typ: 786 CM 55
Anbieter: Uwe Keszler GmbH,
Telefon 04334/18760, www.braking.de
Preis: 70,76 Euro

Plus: Wirkung warm und Fadingverhalten
gut; Laborwirkung bei trockenen und nassen Verhältnissen sehr gut; bereits im Neuzustand
sehr gute Bremswirkung

Minus: etwas weicher Druckpunkt

Fazit: Die im Alltagsbetrieb eher unauffälligen Braking landen im Labor auf dem zweiten Platz und erreichen dadurch das Urteil sehr gut. Für echte Racer beißen die Beläge in der Praxis nicht bissig genug in die Bremsscheiben. Für Landstraßen-Einsatz reichen sie völlig aus.

Brembo - Brembo

Extrem hohen Verzögerungswerten
um 11 m/s2 im ersten Bremsabschnitt folgt
langsames Absinken auf gut 7 m/s2.
Typ: 07 YA 23 SA
Anbieter: Brune,
Telefon 02504/73440, www.brunegmbh.de
Preis: 73,80 Euro

Plus: prima Ansprechverhalten; sehr gut zu dosieren; sehr geringe Handkräfte; Wirkung
kalt und Fadingverhalten gut, Wirkung warm sehr gut; Laborwirkung bei Trockenheit sehr gut, bei
nassen Verhältnissen gut; bereits im Neuzustand sehr gute Bremswirkung

Minus: –

Fazit: Auch wenn die Brembos ein wenig
länger benötigen, um mit der ganzen Fläche an
den Scheiben anzuliegen, beißen sie ohne Ein-
fahrphase von Anfang an sehr kräftig zu. Das tolle
Abschneiden in allen Kriterien sorgt für einen
verdienten zweiten Platz im Test und für eine un-
eingeschränkte Empfehlung für alle R1-Treiber.

AP-Racing - AP-Racing

Einer extrem hohen Verzögerung von über
11 m/s2 zu Beginn folgt in der zweiten Aufzeichnungshälfte ein Absinken bis auf rund 7 m/s2.
Typ: LMP 234 SF
Anbieter: France Equipement,
Telefon 07229/697070, www.franceequipement.de
Preis: 55,60 Euro

Plus: prima Ansprechverhalten; sehr gut
dosierbar; sehr geringe Handkräfte; Wirkung kalt und Fadingverhalten gut, Wirkung warm sehr
gut; Labor-Wirkung bei trockenen und nassen Verhältnissen sehr gut; bereits im Neuzustand
gute Verzögerungswerte

Minus: –

Fazit: Die Testsieger-Beläge sind Schwarz und haben eine weiße Weste, da sie sich nirgendwo
eine Schwäche leisten, sondern im Gegenteil fast
in jedem Kriterium vorn liegen. Dass sie außerdem noch die günstigsten Testbeläge sind, macht sie
zu einem absoluten Kauftipp.

Yamaha - Yamaha

Zu Beginn relativ hohe Verzögerungswerte
zwischen 9 und 10 m/s2, die ganz am Ende des Bremsvorgangs bis auf rund 7 m/s2 abfallen.
Typ: 5VY-W0045-00
Anbieter: Yamaha Motor Deutschland,
Telefon 02131/20130, www.yamaha-motor.de
Preis: 79,40 Euro

Plus: prima Ansprechverhalten; Dosierbarkeit, Wirkung warm und Fadingverhalten gut; sehr
gute Laborwerte trocken; Laborwirkung nass gut
Minus: Wirkung im Neuzustand verbesserungsfähig; geringe Belagstärke
Fazit: Wer keine Lust auf Experimente hat,
ist mit den Original-Belägen bestens bedient.
Sie leisten sich bis auf eine etwas längere
Einfahrphase keinerlei Funktionsschwächen.
Der Kaufpreis hält sich im Rahmen, etwas mehr Belagstärke dürfte aber schon sein.

Alpha Technik - Alpha Technik

Auch wenn die mittlere Verzögerung mit gut
8 m/s2 nicht besonders hoch ausfällt,
überzeugt der sehr gleichmäßige Kurvenverlauf.
Typ: AB-2361-12
Anbieter: Alpha Technik,
Telefon 08036/300720, www.alphatechnik.de
Preis: 59,80 Euro

Plus: gut dosierbar; Wirkung warm und Fadingverhalten gut

Minus: Laborwirkung nass nur mäßig

Fazit: An den Stoppern von Alpha Technik
gibt es im Grunde genommen im Alltagsbetrieb nichts auszusetzen. Sie funktionieren in allen
Bereichen ordentlich, ohne irgendwo herauszu-
ragen. Die einzige Schwäche erlauben sie sich
im Labor bei Nässe. Interessant sind sie aufgrund
ihres günstigen Preises, wobei der Testsieger
noch weniger kostet.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote