Cagiva Navigator 1000

Cagiva Navigator 1000
Hersteller: Cagiva

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2005

Die Idee war gut, sie war sogar originell: Um den prächtigen 1000er von Suzuki ein Motorrad bauen, das auf elegante Weise zwischen den Welten On- und Offroad pendelt. Bei klarer Präferenz für alles, was asphaltiert ist. Leider hat das Drumherum in der Anfangsphase nie perfekt gepasst, da war das Kundeninteresse schon lädiert, bevor Suzuki selbst mit der V-Strom oder Ducati mit der Multistrada einen ähnlichen Weg beschritten. Die Navigator lebt von rassiger Optik, quickem Handling, den unbestreitbaren Qualitäten des mittlerweile passabel abgestimmten und sehr drehfreudigen Motors sowie einer aktiven, dennoch langstreckentauglichen Sitzposition.

Technische Daten Cagiva Navigator (k.A.)
Modelljahr 2001
Motor
Zylinderzahl, Bauart 2 , V-Motor
Bohrung/Hub 98,0 / 66,0 mm
Hubraum 996 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 11,3
Leistung 73,0 kW ( 99,3 PS ) bei 8500 /min
Max. Drehmoment 95 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Gitterrohrrahmen aus Stahl, Motor mittragend
Federweg vorn/hinten 150 mm / 160 mm
Reifen 110/80 18 , 150/70 17
Bremse vorn/hinten 296 mm Doppelkolben-Schwimmsattel / 240 mm Doppelkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1530 mm
Lenkkopfwinkel 64,5 °
Nachlauf 80 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 430 kg
Höchstgeschwindigkeit 214 km/h
Preis
Neupreis k.A.
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2004

Natürlich sieht sie irgendwie rassig aus unter all den beleibten Großenduros. Schlägt elegant die Brücke zum Funbike, ohne dessen spartanischer Grundausrichtung zu folgen. Natürlich ist Suzukis TL 1000-Motor ein gieriges Aggregat, das mit der relativ leichten Navigator einfaches Spiel hat. Leider liegt der Teufel im Detail, und bisher ist nicht bekannt, dass sich daran gegenüber den zermürbenden Dauertest-Erfahrungen von MOTORRAD nachhaltig etwas geändert hätte. Unsaubere Motorabstimmung, Fertigungsschwächen und eine fadingempfindliche Bremse stehen der faszinierenden Grundidee wohl immer noch im Weg. Eher was für Leute, die gerne nachbessern.

Technische Daten Cagiva Navigator (k.A.)
Modelljahr 2001
Motor
Zylinderzahl, Bauart 2 , V-Motor
Bohrung/Hub 98,0 / 66,0 mm
Hubraum 996 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 11,3
Leistung 73,0 kW ( 99,3 PS ) bei 8500 /min
Max. Drehmoment 95 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Gitterrohrrahmen aus Stahl, Motor mittragend
Federweg vorn/hinten 150 mm / 160 mm
Reifen 110/80 18 , 150/70 17
Bremse vorn/hinten 296 mm Doppelkolben-Schwimmsattel / 240 mm Doppelkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1530 mm
Lenkkopfwinkel 64,5 °
Nachlauf 80 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 430 kg
Höchstgeschwindigkeit 214 km/h
Preis
Neupreis k.A.

2003

Der Plan war gut. Doch der Erfolg war eher mäßig. Suzukis TL-1000-Motor als Kraftwerk in einem Gerät zwischen Großenduro und Super Moto – das ließ vielen, die sich auskennen, das Wasser im Munde zusammenlaufen. Dass daraus so recht nichts wurde, liegt auch nicht an der generellen Ausrichtung, sondern am Detail. Grundsätzlich erfüllt die Navigator nämlich die an sie gerichteten Erwartungen. Beispiel Motor: Ganz locker schüttelt der seine 99 PS aus den zwei Zylindern, stampft nicht nur mit Wucht aus dem Drehzahlkeller, sondern dreht auch obenraus gierig weiter, kurz: ist für dieses Motorradkonzept wie geschaffen. Wenn er richtig eingestellt ist. Die MOTORRAD-Dauertest-Navigator litt über 20000 Kilometer an Auspuffpatschen und unrundem Motorlauf, weil beim Standgas-Einstellen in den Werkstätten das Sekundärluftsystem nicht abgeklemmt wurde.

Ein Mangel, der symptomatisch ist für die Navigator. Es hapert nicht am Konzept, sondern an der Ausführung. 15 Millimeter Versatz zwischen Vorder- und Hinterrad und ein daraus resultierendes kippeliges Fahrverhalten, dauerquietschende Bremsen mit Fadingansatz, eine nicht wasserdichte Sitzbank, festgehende Radlager – die Verarbeitung zumindest dieser Dauertest-Navigator entspricht nicht dem, was der Kunde bei einem über 10000 Euro teuren Motorrad erwartet. Da helfen die Glücksmomente, die das straff ausgelegte Fahrwerk in Verbindung mit dem agilen Motor auf kurvenreichen Strecken auslöst, nicht dauerhaft weiter. Und für Fernreisende ist die Navigator mit ihrer sportiven Sitzposition, dem nur leidlichen Windschutz und dem kleinen Gepäckträger ohne Gepäckhaken ohnehin nicht konzipiert.

Chance vertan also, weil die Qualität nicht stimmt? Grundsätzlich ja, weil Suzuki den Markt der wieselflinken Großenduros mit eindeutiger Straßenorientierung nun für sich selbst entdeckt hat. Denn auch, wenn die V-Strom etwas grobstolligeres Schuhwerk trägt, ist die generelle Stoßrichtung mit knackigem, direktem Fahrwerk und quirligem V2 dieselbe. Immerhin aber kann Cagiva sich rühmen, die Idee gehabt zu haben. Eine Idee, die – siehe V-Strom – von den Kunden durchaus angenommen wird.

Technische Daten Cagiva Navigator (k.A.)
Modelljahr 2001
Motor
Zylinderzahl, Bauart 2 , V-Motor
Bohrung/Hub 98,0 / 66,0 mm
Hubraum 996 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 11,3
Leistung 73,0 kW ( 99,3 PS ) bei 8500 /min
Max. Drehmoment 95 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Gitterrohrrahmen aus Stahl, Motor mittragend
Federweg vorn/hinten 150 mm / 160 mm
Reifen 110/80 18 , 150/70 17
Bremse vorn/hinten 296 mm Doppelkolben-Schwimmsattel / 240 mm Doppelkolben-Schwimmsattel
ABS Nein
Maße und Gewichte
Radstand 1530 mm
Lenkkopfwinkel 64,5 °
Nachlauf 80 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 430 kg
Höchstgeschwindigkeit 214 km/h
Preis
Neupreis k.A.
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