Anzeige DAINESE – Die Geschichte der Motorradschutzbekleidung, Teil 3

Die Geschichte von Dainese beginnt im italienischen Dorf, Molvena (kleines Dorf in der Nähe von Marostica, Vicenza) im Jahre 1972. Nachdem Gründer und Präsident Lino Dainese von seiner Vespa Reise von der Supermoto aus England zurückkam, stand für ihn fest: es braucht Motorradschutzbekleidung, die die Kriterien von Schutz, Komfort und Stil erfüllt – mit dieser Mission startete er sein Unternehmen.

Foto: DAINESE

Inspiriert wurde Lino Dainese von den schützenden Formen der mittelalterlichen Rüstungen und maßgeblichen Beispielen aus der Natur, dies wurde zum technologischen Fortschritt des Schutzes der Sportler und für Dainese eine echte Mission. Sicherheit bedeutet für Dainese Schutz, Ergonomie und Zuverlässigkeit. Im Einklang dieser drei Eigenschaften entstehen Produkte, die den Anforderungen verschiedener Anwender gerecht werden. Wer ein Motorrad auf der Rennstrecke fährt, benötigt eine anderen Balance zwischen Schutz und Komfort als diejenigen, die auf einem Motorroller in der Stadt unterwegs sind: Die Techniker des D-Tec (Dainese Technology Center) übertragen die extremen Erfahrungen der Wettrennen wissentlich auf eine Kollektion, in der alle Motorradfahrer das geeignete Produkt finden können. Forschung, Entwicklung und Wettrennen sind somit die Grundpfeiler eines vor über vierzig Jahren begonnenen Weges. Von Giacomo Agostini bis zu Valentino Rossi – Dainese und die größten Fahrer gehören gemeinsam zum Motorsport, dank der Erfindung von Produkten, wie dem Rückenprotektor, den Knee Sliders und der Weiterentwicklung von schon bestehenden Produkten durch die Einführung von fortschrittlichen Technologien und Materialien. Dainese hat die Entwicklung „Von-Kopf-bis-Fuß“ konzipiert, die die verschiedenen Bestandteile der Bekleidung und die Schutzvorrichtungen des Motorradfahrers integriert und deren Leistungen und Schwerpunkte aufeinander optimiert.

Anzeige
Foto: DAINESE

Teil III – AGV – Die Helmlegende

Die italienische Helmlegende AGV (Amisano, Gino, Valenza) gehört seit 2007 zu Dainese. Die Geschichte des außergewöhnlichen Unternehmens begann jedoch bereits 1946. Der junge Gino Amisano aus Valenza fängt an, lederne Sattelbezüge und Polster herzustellen – erst für Rennräder, dann für Motorräder, Roller, Vespas und Lambrettas. 1947 heiratet er Luciana Morando, die von nun an in der Leitung des Unternehmens ist. Im selben Jahr fällt Gino der spärliche Schutz der Motorradrennfahrer auf, die sich in den ersten Stadtrennen Wettkämpfe liefern. Sie schützen sich lediglich mit einer Art Lederkappe.

Daraufhin entwickelt das Paar 1947 den ersten Motorradhelm. Er ist aus Leder und wird durch ein einfaches Wärmeverfahren gehärtet. Neben dem Aufschwung durch die Sattelbezugproduktion, testet Amisano stets neue Materialien für die Helmkonstruktion, bis schließlich 1954 der erste Helm aus Glasfaserkunststoff hergestellt wird und großen Anklang findet. MV Agusta Fahrer Carlo Bandirola ist der erste Pilot, der den Helm in Napfform trägt.

Luciana ist für die Entwicklung der Helme zuständig, während Gino sich um die Vermarktung kümmert. 1956 präsentiert das Ehepaar den ersten Jet-Helm, der für großes Aufsehen sorgt. Er ist der Form von Fliegerhelmen nachempfunden, verfügt jedoch über einen deutlich größeren Schutzcharakter.

Amisano ist auch ein Pionier auf dem Gebiet der Werbung. Als erster Hersteller stellt er Werbeplakate an strategisch günstigen Stellen der Rennstrecken auf, stattet Stars aus Musik und Film aus, sodass die Helme in Illustrierten und Filmen auftauchen und gewinnt Profi-Piloten für seine Produkte. Top-Fahrer der Weltmeisterschaft vertrauen auf AGV Helme, ohne dass sie dafür gesponsert werden, bis 1967 erstmalig ein Fahrer dafür bezahlt wird: Giacomo Agostini.

Im gleichen Jahr entdeckt Gino Amisano die Form des Integralhelms für sich, der in Amerika bereits genutzt wurde. Gemeinsam mit Giacomo Agostini und Kenny Roberts entwickelte Amisano die ersten Integralhelme des Profi-Rennsports und bot als erster Hersteller Integralhelme aus zweifarbigen Glasfaserkunststoff an. Auf Anraten Agostinis wird der Kinnbereich ausgedünnt, um sich auf Geraden auf den Tank auflegen zu können, und der Nackenbereich wird für eine bessere Beweglichkeit ausgehöhlt.

In den 70er Jahren entwickelte das Unternehmen einen Integralhelm eigens für Hochgeschwindigkeits-Skifahrer, die sich mit bis zu 200 km/h die verschneiten steilen Hänge hinunterstürzten. Abermals Neuland für einen Motorradhelmhersteller, der auch in den 50er Jahren bereits Weitsicht für neue Tätigkeitsfelder bewies, indem Luciana eine Sonderkollektion an Reit- und Polohelmen entwickelte.

Innovation und Sicherheit in all seinem Handeln tief verbunden erkennt Amisano die Wichtigkeit des ersten mobilen Klinik an der Rennstrecke und schenkt den jungen Ärzten um Marcello Costa, als einziger dem Aufruf folgend, 27 Millionen Lire für die Verwirklichung ihres „Life Cars“. Eine Erfindung die gleich in der ersten Saison zahlreiche Leben rettet und heute unverzichtbar im Rennzirkus ist.

In den 80er Jahren baut das Unternehmen seinen Erfolg weiter aus, auch aufgrund der Teilnahme an der Formel 1, in der Fahrer wie Nikki Lauda und Nelson Piquet AGV Helme tragen. Dank Piloten wie Giacomo Agostini, Barry Sheene, Kenny Roberts, Jonny Cecotto, Angel Nieto, Marco Lucchinelli, Franco Uncini, Fausto Gresini, Nikki Lauda, Emerson Fittipaldi, Randy Marmola, Luca Cadalora und Valentino Rossi (AGV Ehrenpräsident) zählt das Unternehmen aus Valenza über 130 Weltmeistertitel.

2007 erwirbt Dainese AGV und kann so die Synergien zweier bahnbrechenden Traditionsschmieden vereinen und weiter ausbauen.

 

Gemäß der Innovationshistorie und der eben darauf aufgebauten Philosophie, wird 2012 der PistaGP präsentiert. Es handelt sich um den ersten einer neuen Generation von Helmen, die aus dem Projekt AGV EXTREME STANDARDS entstanden sind, einem Verfahren, das die Helmplanungs- und Testmethode revolutioniert und es sich zum Ziel setzt, Schutzfähigkeit, Ergonomie und Komfort des Piloten auf messbare und belegbare Weise zu verbessern. Dabei wird der Helm um den Kopf des Piloten konzipiert und von Innen nach Außen aufgebaut, entgegen aller bisheriger Methoden. So kann ein noch höherer Schutz, optimale Passform und Komfort gewährleistet werden. Das Projekt, das 2009 mit Valentino Rossi als Bezugsperson startete, setzt Maßstäbe in der Geschichte der Helmentwicklung und wird von nun an wegweisend für alle neuen Helme des Unternehmens.

Anzeige

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel