16 Bilder
Dauertest-Abschlussbilanz der Yamaha MT-09.

Yamaha MT-09 im Dauertest Bilanz nach 50.000 Test-Kilometern

Die MT-09 ist Yamahas erster Reihendreizylinder seit den XS-Modellen. Und wurde gleich ein Volltreffer. Mittlerweile hat die Yamaha MT-09 im Dauertest über 50.000 Kilometer zurückgelegt. Wir ziehen Bilanz.

Es sind wohl nur wenige Maschinen mit so viel Neugier und großen Erwartungen im Dauertest-Fuhrpark empfangen worden wie die Yamaha MT-09. Nach den ersten teils euphorischen Tests genoss ihr Dreizylinder bereits bei Dienstantritt im Oktober 2013 den Ruf, ein ganz großer Wurf zu sein:

Druck in allen Lebenslagen, sahnige Drehfreude. „Ihr Motor ist ein wahr gewordener Traum für die Landstraße“, schwärmte Kollege Roman Kirschbauer im ersten Test und resümierte: „Verdammt viel Motorrad fürs Geld.“ Klarer Fall, so ein Ding muss in den Dauertest. Den trat dieYamaha MT-09 mit fast jungfräulichen 520 Kilometern an. Und Roman sorgte sogleich für den ersten Eintrag im Fahrtenbuch: „Liebe MT-09, ich freue mich sehr, dass du da bist“, notierte er, wohl stellvertretend für viele andere.

Aber wie das so ist bei vielen glühenden, heiß und innig begonnenen Beziehungen, irgendwann kehrt der Alltag ein. Sprich: simple Transporttätigkeit von A nach B, dröger Stadtverkehr und der tägliche Weg zur Arbeit statt lustvollem Landstraßenbrennen. Und prompt findet sich der erste nörgelige Eintrag über die ruppige Gasannahme im Fahrtenbuch. Ein Makel, der sich fortan wie ein kräftiger roter Faden durch den Dauertest der Yamaha MT-09 zog. Das taten allerdings auch die begeisterten Kommentare über die Leistungsfähigkeit des famosen Dreizylinders. Sein unglaublich breites nutzbares Drehzahlband, sein begeistertes Hochdrehen und den druckvollen Antritt des Drillings, der sich seine Leistungsbereitschaft noch nicht einmal über Gebühr honorieren ließ. 5,0 Liter/100 km sind angesichts seiner Performance mehr als okay. Wobei Tanken bei der MT-09 mit Geduld verbunden ist – zumindest, wenn man die letzten zwei Liter noch in den mit 14 Litern relativ kleinen Tank hineinbringen will. Denn die sickern nur langsam in das Spritfass hinein. Eine lästige Schrulligkeit am Rande, wie auch die progressiv anzeigende Tankuhr.

Anzeige

Feucht-fröhliches Aufsitzen am Morgen

Davon abgesehen zeigte sich die Yamaha MT-09 für eine komplette Neukonstruktion von der erfreulich robusten Seite. Ausfälle bis zur Dauertest-Zwischenbilanz bei Kilometerstand 32.615: null. Was nicht heißt, dass sie nicht doch in die Werkstatt musste. Gleich zu Beginn des Dauertests wurde im Zuge eines Rückrufs die ABS-Steuereinheit getauscht. Ein weiterer betraf nach rund 23.000 km den Tausch des Scheinwerferkabels.

Neben absoluter Zuverlässigkeit waren es also eher Kleinigkeiten im täglichen Gebrauch, mit denen die Yamaha MT-09 im Alltag auffiel. Mal blieb der Lichthupen-Knopf ohne Funktion. Dann wurden der äußerst unzureichende Spritzschutz bei Regenfahrten und die undichten Nähte der Sitzbank moniert, die nach einer regnerischen Nacht im Freien für ein feucht-fröhliches erstes Aufsitzen am Morgen sorgten.

Anzeige
Foto: markus-jahn.com
Herbstausfahrt 2014, eine lose Lenkkopfmutter macht einen kurzen Stopp notwendig.
Herbstausfahrt 2014, eine lose Lenkkopfmutter macht einen kurzen Stopp notwendig.

Bis dahin hatte die Yamaha MT-09 mit ihrer betörenden Leistungsabgabe zwar ein Highlight setzen können, aber keine weiteren. Kritik gab es beispielsweise für das wenig neutrale, kippelige Lenkverhalten. Welches sich mit der richtigen Reifenwahl ein wenig mildern ließ. Bei der Reifenempfehlung zur Zwischenbilanz (Ausgabe 12/2015) rauschte die Yamaha MT-09 beispielsweise mit Continental Road Attack2 Evo oder Michelin Pilot Road 4 mit mehr Neutralität um die Kurven. Wobei nicht nur das Lenkverhalten, sondern auch die weiche Fahrwerksabstimmung für kritische Fahrtenbuch-Einträge sorgte. Dinge, die sich durchaus auch in den meisten Leserzuschriften wiederfinden. Dazu gesellten sich mit zunehmender Testdauer Klagen über das hakelig schaltende Getriebe und die schlecht dosierbare Kupplung. Im Zusammenspiel mit der harten Gasannahme im Stadtverkehr eine ziemlich nervige Kombination.

Deshalb bekam die Yamaha MT-09 im Rahmen der 30.000-km-Inspektion ein neues Motormapping aufgespielt, das die Gasannahme zumindest vorerst etwas beruhigte. Bei der Gelegenheit implantierte die Werkstatt eine neuere Version des Kettenspanners, der die bis dahin monierten Ticker-Geräusche aus dem Motor eliminierte.

Moderate Inspektionskosten

Apropos Inspektionen: Alle 10.000 km muss die Yamaha MT-09 in die Werkstatt. Die Kosten für die erste und dritte Inspektion fielen mit jeweils rund 200 Euro erfreulich moderat aus. Die 20.000er-Wartung schlug mit 574 Euro schon kräftiger zu Buche. Zieht man allerdings den darin enthaltenen Kettensatz (254 Euro mit Montage) ab, liegen die Kosten mit rund 320 Euro durchaus im Rahmen. Erst die vierte Inspektion ging kräftiger ins Geld. Schließlich sind bei 40.000 km erstmals die Kontrolle des Ventilspiels und der Tausch des Luftfilters vorgesehen. Ohne den zu diesem Zeitpunkt fälligen erneuten Tausch des Kettensatzes wurden knapp 650 Euro fällig.

Weniger moderat waren zu diesem Zeitpunkt die akustischen und mechanischen Lebensäußerungen des Dreizylinders. Unter anderem monierte der Autor einen heulenden sechsten Gang. Ein Phänomen, das sich auch vereinzelt in den Leserzuschriften wiederfand. Dazu hatte die Gasannahme inzwischen wieder zu alter Härte zurückgefunden. „Miserables Kaltfahrverhalten, Gasannahme übel, und das Getriebe wird auch nicht besser“, ließ FUEL-Frontmann Rolf Henniges seinem Unmut über die Yamaha MT-09 im Dauertest freien Lauf.

Foto: www.bilski-fotografie.de
Kaum Ablagerungen an Brennräumen und Ventiltellern.
Kaum Ablagerungen an Brennräumen und Ventiltellern.

In puncto Vibrationen und mahlende Geräusche rückte die Kupplung in den Fokus. Wegen möglicherweise verschlissener Dämpferelemente wurden bei Kilometerstand 46.533 der Korb und wegen blau angelaufener Stahlscheiben das Lamellenpaket getauscht. Der Korb auf Garantie, die Kupplungsscheiben auf Rechnung. Fortan war es um die mechanische Laufruhe des Dreizylinders deutlich besser bestellt, und Einträge wegen des hakenden Getriebes oder einer rupfenden, schlecht dosierbaren Kupplung blieben auf den letzten 3500 Kilometern des 50.000-Kilometer-Dauertests der Yamaha MT-09 aus.

Nur etwas mehr als zwei Jahre hatte sie benötigt, um die 50.000 Kilometer abzuspulen. Trotz der vielen Kritiken zu den Umgangsformen von Motor und Fahrwerk. Sie hat etwas, diese Yamaha MT-09 und ihr Dreizylinder. Trotz der harten Sitzbank und überschaubarer Gepäcktransport-Möglichkeiten, die sie nicht gerade zum Langstrecken-Brenner stempelten. Die MT-09 war eine beliebte Begleiterin und ständig unterwegs. Eine gute Portion Spaß muss beim Fahren letztlich wohl doch stets dabei gewesen sein.

Überraschung auf dem Prüfstand

Die Skeptiker unkten dennoch bereits, ob denn die Mechanik wirklich schadlos über die Distanz gekommen sei. Und wurden von der abschließenden Leistungsmessung schwer überrascht. Die Yamaha MT-09 stand fast noch ein Quäntchen besser im Futter als zu Beginn des Dauertests.

Auch die übliche Kompressionsmessung am Ende der Distanz schien zu sagen: „Alles im grünen Bereich, Leute, keine Aufregung.“ Ja, aber die Vibrationen? Das hakelnde Getriebe und die harte Gasannahme? Das alles musste doch Spuren im Innern hinterlassen haben? Also ran ans Eingemachte, Motor aus dem Rahmen holen, zerlegen, die Einzelteile reinigen und vermessen. Sauber aufgereiht, gaben die Innereien der Yamaha MT-09 aber ein ganz anderes Bild ab: nämlich das einer bis in die Grundfeste soliden Konstruktion.

Kolben und Zylinder: maßhaltig und ohne Riefen. In den Laufbuchsen sind sogar noch die Honspuren zu sehen. Beide Nockenwellen: ohne erkennbaren Verschleiß. Haupt- und Pleuellager liegen innerhalb der Einbautoleranz. Lediglich leichte Druckspuren an einem Hauptlager ergeben ein etwas ungleichmäßiges Tragbild. Da Yamaha aber kein Verschleißmaß angibt und sich alle Lager innerhalb der Einbaumaße bewegen, gelten sie als maßhaltig und sind damit okay.

Gasannahme inzwischen deutlich verfeinert

Ohne Befund auch die Ölpumpe. Das Getriebe: einwandfrei, keinerlei Auffälligkeiten im sechsten Gang. Das Gleiche gilt für Schaltwalze und Schaltgabeln, die hakeligen Gangwechsel schienen wohl auf das Konto der hart beanspruchten Kupplung zu gehen. Lediglich Kolbenbolzen und -auge des mittleren Zylinders zeigen – unbedenkliche – Laufspuren. Die Kolben selbst dagegen: einwandfrei. Die Sitze der Auslassventile sind leicht verbreitert und zeigen Brandspuren. Die Ventile dagegen tragen praktisch keine Ablagerungen, der Ölverbrauch der Yamaha MT-09 war über die Testdistanz ohnehin vernachlässigbar. Die Druckverlustprüfung ergab dann auch keinen nennenswerten Druckverlust, alle Ventile praktisch dicht, einmal frisch einschleifen, zusammenbauen und weiterfahren. So das Fazit zum Motor. Für ein völlig neu konstruiertes Aggregat ein ausgezeichnetes Ergebnis.

Auch das Fahrwerk zeigte sich trotz zweier Winter bis auf leichtes Spiel an der Umlenkung in ordentlichem Zustand. Was sich vom Packtaschenträger aus dem eigenen Zubehörprogramm mit unschönen Rostspuren an Halteplatten und Verschraubung nicht sagen lassen kann. Weil die Yamaha MT-09 aber letztlich im Unterhalt recht genügsam ist und mit 8,3 Cent/Kilometer (ohne Benzin, ohne Wertverlust) ihrem Besitzer nicht allzu schwer auf der Tasche liegt, Yamaha die Gasannahme inzwischen deutlich verfeinert hat, steht einem Fortgang der Erfolgsgeschichte eigentlich nichts im Wege.

Betriebskosten auf 50.000 Kilometern

12 Liter Öl à 15,39 Euro184,68 Euro
3 Ölfilter à 11,18 Euro33,54 Euro
1 Luftfilter à 24,02 Euro24,02 Euro
6 Zündkerzen à 13,00 Euro78,00 Euro
1 Satz Bremsbeläge hinten à 32,85 Euro32,85 Euro
2 Satz Bremsbeläge vorne à 42,11 Euro84,22 Euro
1 Kupplungszug30,41 Euro
1 Satz Kupplungsbeläge230,25 Euro
2 Kettensätze341,55 Euro
Bremsflüssigkeit7,19 Euro
Kleinteile, Schmierstoffe88,10 Euro
Dichtungen65,83 Euro
Inspektionen und Reparaturen1106,31 Euro
Reifen (inkl. Montage, Wuchten und Entsorgen)1858,00 Euro
Kraftstoff3671,31 Euro
Gesamtkosten7836,26 Euro
Anschaffungskosten8295,00 Euro
Wertverlust3845,00 Euro
Schätzpreis (Händlerverkaufspreis)4450,00 Euro
Kosten pro Kilometer (ohne Wertverlust)15,7 Cent
Kosten pro Kilometer (mit Wertverlust)23,4 Cent

Wartung und Reparaturen


km-Stand
ABS-Steuereinheit getauscht (Rückruf)
3833
Reifen vorne und hinten erneuert, Bridgestone S 20
10.468
Lichthupe defekt
16.157
Reifen vorne und hinten erneuert, Dunlop Roadsmart 2
19.056
Kettensatz erneuert
21.303
Scheinwerferkabel (Rückruf)
22.954
Reifen vorne und hinten erneuert, Michelin Pilot Road 4
25.034
Kupplungszug erneuert
25.415
Steuerkettenspanner erneuert (Garantie), neues Mapping aufgespielt
29.756
Bremsbeläge vorne erneuert
30.530
Reifen vorne und hinten erneuert, Pirelli Angel GT
35.344
Kupplungszug, Kettensatz und Bremsbeläge hinten erneuert
40.810
Reifen vorne und hinten erneuert, Bridgestone BT 020
44.769
Kupplung getauscht
46.533
Foto: Yvonne Hertler
Die Yamaha-Abgesandten Karlheinz Vetter (r.) und Ralf Keller (2. v. r.) freuen sich über den guten Zustand ihres Zöglings.
Die Yamaha-Abgesandten Karlheinz Vetter (r.) und Ralf Keller (2. v. r.) freuen sich über den guten Zustand ihres Zöglings.

Yamaha nimmt Stellung

  • … zur harten Gasannahme: Das Standard-Mapping ist sportlich aggressiv. Wer möchte, kann durch das neue Mapping ein etwas zahmeres Ansprechen bekommen.
  • … zu dem hakeligen Getriebe: Das hängt eindeutig mit den Problemen an der Kupplung zusammen und war ja offensichtlich auch nach Austausch der Kupplung beseitigt. Auch hier gibt es keinerlei Klagen aus dem Markt.
  • … zur ausgetauschten Kupplung: Kupplungskorb und Ruckdämpfer wiesen unserer Meinung nach keine erhöhten Verschleißspuren auf. Einzig die Kupplungsscheiben waren blau angelaufen, was auf erhöhte Beanspruchung im harten MOTORRAD-Testalltag zurückzuführen sein kann.
  • … zu den Laufspuren an Kolbenbolzen und Pleuelauge des mittleren Zylinders: Die Laufspuren sind minimal, und wir würden alle Bauteile bedenkenlos weiternutzen.
  • … zu den Brandspuren an den Auslassventil-Sitzen: Diese sind völlig unbedenklich. Die Nachmessung der Leistung hat ja auch ergeben, dass der Motor nichts von seiner Potenz eingebüßt hat. Und die Kompressionsmessung hat ja auch keinerlei Druckverlust ergeben.
  • … zu dem Laufgeräusch des sechsten Ganges: Das ist schwer nachzuvollziehen. Vor allem, weil das Zahnradpaar keinerlei Beschädigung aufweist. 
  • … zu dem Spiel in der Hebelumlenkung: Das Spiel war minimal und entspricht der Laufleistung von 50.000 km.
  • … zu der harten Sitzbank: Die Yamaha MT-09 hat eine fahraktive Sitzposition mit einer schmalen und straff gepolsterten Sitzbank. Für mehr Komfort bieten wir zum Preis von 289,95 Euro (UVP) die Komfortsitzbank an.

Lesererfahrungen

  • Die Yamaha MT-09 zauberte mir von Anfang an ein Grinsen ins Gesicht, das bis heute nicht verschwunden ist. Dieser Motor! Dieses Drehmoment! Dazu sitzt man gefühlt auf einem stabilen Mountainbike, und die Kurven fliegen wie von selbst an einem vorbei. Mit meiner Fahrweise und meinem Gewicht war das Fahrwerk aber überfordert. Abhilfe schafften progressive Gabelfedern, anderes Gabelöl und ein Federbein von Wilbers. Um Klassen besser, aber immer noch nicht perfekt. Im Sommer musste sie auch mal als Ersatzbike auf der Rennstrecke herhalten. Aber das ist nicht wirklich ihr Metier. Obenraus abgeregelt, die Fußrasten schleifen, und die Sitzposition passt auch nicht wirklich. Aber für eine flotte Runde sonntagmorgens oder sanftes Kurvenschwingen in den Alpen gepaart mit flottem Überholen – dafür liebe ich die Yamaha MT-09. Okay, wenn es nass ist, saut einen das Hinterrad richtig böse ein, die Gasannahme verhagelt einem mit der ersten Software so manche Kurve. Aber dazu gibt es ja Updates. Der Tank könnte etwas größer sein – kaum 200 km Reichweite nerven schon. Aber mein Grinsen ist immer noch da, und ich will nix anderes. Thomas Meyer
  • Der Motor ist spitze, und in den Fahrleistungen ist wegen des geringeren Gewichts kaum ein Unterschied zu der bis dato gefahrenen Honda CB 1000 R zu merken. Von Anfang an nervig war allerdings die „ruppige“ Gasannahme. Die hat sich mit dem Aufspielen eines anderen Mappings zwar reduziert, optimal ist sie aber immer noch nicht. Am ziemlich nervenden Fahrwerk wurde bisher noch nichts gemacht – auch meine Yamaha MT-09 hat die bekannten Dämpfungsschwächen. Ähnlich wie beim Motormanagement wäre es wünschenswert, wenn der Hersteller/Importeur mit den zwischenzeitlich in die Serie eingeflossenen Bauteilen eine Nachrüstung zu Sonderkonditionen für die Erstbesteller anbieten würde. Noch unter 4000 km habe ich die Reifen gewechselt und auf die auch im Dauertest verwendeten Michelin Pilot Road 4 umgerüstet. Zwischen 160 und 180 km/h zeigen sie aber Shimmy, nach meinen Erfahrungen keine gute Empfehlung. Obwohl das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Optik des Motorrads hervorragend sind, kann ich in der Ursprungskonfiguration keine Kaufempfehlung aussprechen und würde selbst nicht noch mal wechseln! Andreas Mosmann
  • Im Frühjahr 2004 habe ich mich für eine Yamaha MT-09 in blazing orange entschieden. Für meinen Fahrstil ist das Originalfahrwerk zu weich. Mit Gabelfedern, Öl und Federbein von Wilbers fährt die MT nun viel präziser. Das Schaukeln in langen Kurven mit Bodenwellen ist Geschichte. Die ruckartige Gasannahme im STD- oder A-Modus wurde von vielen bemängelt. Nach Montage der Akrapovic-Originalzubehöranlage hatte ich den Eindruck, dass die Gasannahme so ist, wie sie sein soll. Die Erstbereifung hielt nur 2600 km. Danach habe ich den Angel GT und den Metzeler 7RR aufgezogen. Passt mit beiden. Der Metzeler gibt ein noch besseres Feedback. Der Verbrauch auf der Landstraße ist für die gebotene Leistung bescheiden, 4,5 bis 5,5 Liter. Tagesetappen von 400 bis 500 km sowie eine Sonntagmorgen-Runde machen Spaß. Die Werkstatt hat die Yamaha MT-09 nur beim Kundendienst gesehen. Mittlerweile sind 21.000 km auf der Uhr, und die MT begeistert immer noch mit Handling, geringem Gewicht und einem prima Dreizylindermotor. Beat Bürgisser
  • Gekauft im April 2015, Kilometerstand 12.500, Verbrauch: um 4,5 Liter. Technische Probleme bisher: Blinkerschalter defekt und Blinker-/Kennzeichenhalter gebrochen/abgefallen: beides auf Garantie getauscht. Gut: Styling, Motor/Motorcharakteristik, sehr schaltfaul zu fahren: ab 50 km/h schon im sechsten Gang, klasse Durchzug, vibrationsarm, sparsam, zuverlässig, Fahrwerk straff (bei meinen knapp über 60 kg), Gewicht, Handlichkeit, entspannte Sitzposition (für 1,65 m), günstiger Preis. Nicht so toll: Einstellung „B-Mode“ geht bei jedem Start verloren, Scheinwerfer schwach (LED wäre gut), ruppiger Übergang aus und nach Motorbremse, Verschmutzung bei Regen vor allem hinten, Durchschnittsverbrauchsanzeige eher optimistisch, kleiner Tank, Schalter für Hupe ungünstig zum Blinker angebracht, Schalterhaptik eher billig. Alles in allem ist die Yamaha MT-09 ein supertolles Motorrad, das ich jederzeit wieder kaufen würde (vielleicht dann als XSR 900). Andreas Borde
1 ohne Wertverlust und Benzinkosten; 2 Durchschnittsverbrauch über 50 000 km; 3 laut DAT-Bewertung; 4 außerplanmäßige Werkstattbesuche; 5 bewertet: Maßhaltigkeit, Verschleißbild, Ersatzteilbedarf; 6 Minuspunkte wegen Motorschadens; *Nachbestellungen unter Telefon 07 11/1 82-12 29
1 ohne Wertverlust und Benzinkosten; 2 Durchschnittsverbrauch über 50 000 km; 3 laut DAT-Bewertung; 4 außerplanmäßige Werkstattbesuche; 5 bewertet: Maßhaltigkeit, Verschleißbild, Ersatzteilbedarf; 6 Minuspunkte wegen Motorschadens; *Nachbestellungen unter Telefon 07 11/1 82-12 29

Dauertest-Wertung

Die Wertungstabelle gibt einen Überblick der MOTORRAD-Dauertest-Maschinen der letzten Jahre. 100 Punkte können maximal eingefahren werden, eingeteilt in fünf Teilwertungen. Zu den Kosten pro Kilometer zählen Ausgaben für Inspektionen, Ersatz- und Verschleißteile, Reifen und Kettensätze. Beim Benzinverbrauch wird der Durchschnitt über die gesamten 50.000 Testkilometer gebildet. Der Wertverlust basiert auf einer DAT-Schätzung. Bewertet wird die Relation zum Listenpreis bei Beginn des Tests. Außerordentliche Werkstattbesuche führen zum Abzug von jeweils einem Punkt. Pannen unterwegs werden mit fünf Punkten Abzug bestraft. Keine Panne, keine Ausreißer bei Kosten und Allgemeinzustand, dazu durchschnittlicher Wertverlust, so stößt die Yamaha MT-09 weit in die Top Ten vor. Lediglich zwei Rückrufe sowie der Tausch von Steuerkettenspanner und Kupplung verhindern ein Top-Ergebnis.

Technische Daten Yamaha MT-09

Technische Daten Yamaha MT-09 (RN29)
Modelljahr 2016
Motor
Zylinderzahl, Bauart 3 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 78,0 / 59,1 mm
Hubraum 847 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 11,5
Leistung 84,6 kW ( 115,1 PS ) bei 10000 /min
Max. Drehmoment 88 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 137 mm / 130 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 298 mm Vierkolben-Festsättel / 245 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Ja
Maße und Gewichte
Radstand 1440 mm
Lenkkopfwinkel 65,0 °
Nachlauf 103 mm
Leergewicht vollgetankt 191 kg
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 365 kg
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
Preis
Neupreis 8395 Euro

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote