7 Bilder
MOTORRAD 18/2015: Dauertest-Begrüßung Yamaha YZF-R1.

Dauertest-Begrüßung Yamaha YZF-R1 Reduziert auf Racing?

Die neue Yamaha YZF-R1 verschreibt sich ganz der Sportlichkeit, sie mag es schräg und schnell. Kann das über 50.000 Kilometer im Dauertest gut gehen?

Wohl auf kaum ein Motorrad hat die Zweiradgemeinde so innig gewartet wie auf die neue Yamaha YZF-R1. Moto-GP-Gene, leichter, stärker, schneller – und mit viel Elektronik an Bord: Da bekam der eine oder andere Redakteur schon lange vor dem Eintreffen des Dauertest-Motorrads in Stuttgart feuchte Hände. Den Testern geht es nicht anders als den sportlich angehauchten Motorrad-Fans in Deutschland. Beweise? Gerne! 2014 landete der 1000er-Sportler von Yamaha noch auf Platz 123 der Zulassungsstatistik. In Stückzahlen bedeutet das: 184 Neumaschinen wechselten den Besitzer. Das sieht 2015 ganz anders aus. 416 neue R1-Treiber gab es bis Mai 2015. Zugegeben, darunter auch ein paar, die sich noch in das alte Modell verliebt hatten. Aber wirklich nur ein paar. Damit schafft es die neue Yamaha YZF-R1 aus dem Stand auf Platz zwei der Sportlerhitliste für 2015 – Stand Mai. Nur die S 1000 RR ging öfter über den Ladentisch. 

Bei all den neuen technischen Features war der Fahren-wollen-Reflex auch in der MOTORRAD-Redaktion sehr stark ausgeprägt. Das war auch der Grund, warum die Yamaha YZF-R1 – die sich nun über 50.000 Kilometer beweisen muss – nur selten in der Tiefgarage anzutreffen war. Top-Test, Sportler-Vergleich mit der BMW S 1000 RR, Supersportler-Vergleich auf der Rennstrecke und der Landstraße mit allen Mitbewerbern der 1000er-Kategorie und aufwärts. Und zu guter Letzt noch das Alpen-Masters. Uff!

Anzeige

Kann die Yamaha YZF-R1 auch Alltag?

Nach so vielen Kurven und Kehren steht nun der Alltag im Vordergrund. Und der umfasste als Erstes eine Leistungs- und Kompressionsmessung sowie das Verplomben des Motors. Schließlich soll das Cross-Plane-Aggregat die 50.000er-Kilometergrenze ohne unbefugtes Öffnen überstehen. Was dann noch folgt? Die Arbeitswege der Kollegen. Nach Stuttgart rein, aus ­Stuttgart raus. Wochenend-Touren, mal ein Abstecher zur Rennstrecke. Eben das ganz normale Leben eines Supersportlers. 

Damit der Dauertest der Yamaha YZF-R1 aussagekräftige ­Ergebnisse liefert, wird jede Betankung, jede Ölkontrolle, jede Reifendruckprüfung und auch jedes spannende oder interessante Erlebnis mit der R1 akribisch in einem Fahrtenbuch dokumentiert. Hier finden sich auch die Eindrücke der Kollegen zu den ­unterschiedlichen Reifenpaarungen oder zu Zubehörparts wieder, die in den kommenden Monaten auf und an der R1 getestet werden. Spätestens zum Ende des Dauertests wird auch die Frage nach der Alltagstauglichkeit beantwortet. Schließlich gehören seit jeher Hinweise zum Sitzarrangement zum Standard eines jeden Fahrtenbuch-Autors. Bis dato zeigt sich das Dokument zur R1 unter diesem Aspekt allerdings noch gänzlich jungfräulich. Vielleicht kann sie ja wirklich mehr als nur Racing?

Anzeige

Führerschein akut in Gefahr

Unten lammfromm, oben rasant: Bis 7000/min macht die neue Yamaha YZF-R1 auf umgänglich, danach packt sie den Superbike-Hammer aus. Bis zur Drehzahlmitte klappt sogar das Mitschwimmen im Verkehr problemlos, ab dann braucht’s freie Straßen ohne Tempolimit oder Rennstrecken – sonst ist der Führerschein akut in Gefahr.

Messwerte, Diagramme und gemessene Fahrleistungen sind im PDF zum Download (siehe oben) enthalten.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel