Honda CRF 1000 L Africa Twin.

Honda CRF 1000 L Africa Twin im MOTORRAD-Dauertest Erfahrungen über 50.000 Kilometer

Die Honda CRF 1000 L Africa Twin durchläuft seit 4. April 2016 den MOTORRAD-Dauertest und hat bisher 42.000 Kilometer gesammelt.

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7.500 km: Dauertest-News

Die Honda Africa Twin erfreut sich großer Beliebtheit bei den Tourenfahrern und sammelt im Blitztempo Kilometer. Bisher gab es zwei kleinere Defekte: erstens einen Plattfuß – der vordere Schlauch verlor Luft und musste ersetzt werden.

Zweitens hatte ähnlich wie bei der GSX-S 1000 der Menüschalter gelegentlich Aussetzer, ­daher soll die Schaltereinheit zeitnah getauscht werden.

16.500 km: Reifenempfehlungen für die Honda Africa Twin

21.580 km: Dauertester-Herbstausfahrt 2016

27.800 km: E-Call-System Dguard montiert

Die Theorie ist bestechend: dguard erkennt einen Unfall automatisch und holt sofort selbsttätig Hilfe. Dazu baut es per fest installierter Telefon-Simkarte eine Verbindung mit der Notrufleitstelle auf. Ist der Fahrer noch ansprechbar, kann er gleich telefonisch über den Unfall informieren. Andernfalls werden die GPS-Koordinaten automatisch an die Leitstelle übermittelt und Hilfe geschickt. Zusätzlich bietet das System für 479 Euro plus Einbau auch eine integrierte Diebstahl-Warnfunktion: Wird das Motorrad unerlaubt auch nur wenige Meter bewegt, zum Beispiel beim Schieben zu einem Transporter, so alarmiert dguard den Besitzer über eine spezielle App auf seinem Smartphone.

So ging es MOTORRAD-Fuhrparkleiter Tobias Wassermann während der Inspektion der mit dguard ausgerüsteten Honda Africa Twin – immer wenn der Mechaniker das Motorrad in der Werkstatt schob, blinkte Tobis Handy auf.

Noch krasser wurde es bei FUEL-Frontman Rolf Henniges. Er stand mit Kumpels vor einer Mopedtour an einer Tanke in Köln, als einer der Mit(st)reiter mit einem großen Rucksack auf dem Rücken sich drehte und dadurch die schicke Honda-Enduro zu Fall brachte. Glück im Unglück: Es ging nur ein Stück Plastik im Handprotektor entzwei. Was Rolf noch bemerkte: Die SOS-Taste am linken Lenkerende blinkte hochfrequent, nicht mit langen Intervallen wie im normalen Betrieb. Auch Tobi Wassermann bekam eine Meldung auf sein Handy. Damit war er nicht allein: Während Rolf noch an der Tankstelle zahlte, kam ein Rettungswagen mit Blaulicht an den Ort des Geschehens.

Zum Glück waren die Sanitäter sowieso in der Nähe, sodass der Fehlalarm von allen mit Humor genommen wurde und keine Kosten verursachte. Eigentlich hat dguard Algorithmen programmiert, die einen Umfaller im Stand von einem echten Crash, bei dem das Motorrad vorher noch in Bewegung war, unterscheiden. Warum dies hier nicht funktionierte, ist noch
zu klären. Rolfs Kumpel, von denen viele gerne in einsamen Gebieten touren, waren jedenfalls ziemlich beeindruckt: dguard könnte einem schon einmal die Haut retten.

32.500 km: Hinterradlager gewechselt

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