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Dauertest-News KTM 1190 Adventure So schlägt sich die Reiseenduro im Winter

Auch im Winter blieb der gesamte Fuhrpark auf Trab. Entsprechend gab es einiges bei den Dauertest-Motorrädern zu vermelden, so zum Beispiel auch bei der KTM 1190 Adventure.

Schön, so ein Winter, der keiner ist. Der gesamte Fuhrpark bleibt auf Trab, da kommen viele weitere Kilometer auf die Tachos der Dauertestmaschinen. Dementsprechend gibt es auch einiges an aktuellen Vorfällen und Ereignissen zu vermelden. Das betrifft zum Beispiel die KTM Adventure 1190, die als Reiseenduro besonders bei schlechten äußeren Bedingungen unter den Testfahrern ziemlich beliebt ist. Und das, obwohl sie hin und wieder durchaus Zicken macht.

So sprang sie schon im letzten Winter speziell bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts nur zäh an. KTM empfiehlt in solchen Fällen, den Abstand zwischen Lichtmaschinenrotor und Zündungssensor penibel zu korrigieren und gegebenenfalls ein aktualisiertes Mapping aufzuspielen. Das geschah auch beim Händler im Rahmen der kürzlich durchgeführten 45.000-km-Inspektion, brachte aber nicht den erhofften Erfolg: Bei minus sieben Grad verweigerte die KTM Adventure 1190 sogar komplett den Dienst und konnte erst per Starthilfe zum Leben erweckt werden. Als Nächstes soll die Batterie ersetzt werden, Werkstattchef Gerry Wagner fahndet derzeit nach einem leistungsfähigen Ersatz. 

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Eine Warnung erwies sich als Falschmeldung

Außerdem meldete der Bordcomputer der KTM Adventure 1190 jüngst zwei Warnungen: zu geringer Reifendruck hinten und zu niedriger Ölstand. Ersteres war tatsächlich der Fall. Nach eingehender Suche stellte sich heraus, dass der Reifen an einer Speiche Luft rausdrückte. KTM dichtet die Felgen mit speziellen Bändern luftdicht ab, um schlauchlose Reifen verwenden zu können. Die sollen laut KTM bei jedem Reifenwechsel mit getauscht werden. Eine nicht ganz billige Angelegenheit (55 Euro für das Hinterrad), ­außerdem eine fummelige. Bei der Testmaschine ­waren die Dichtgummis nicht getauscht worden, offensichtlich wurde beim letzten Wechsel der hintere punktiert.

Der als zu gering vermeldete Ölstand der KTM Adventure 1190 erwies sich dagegen als Falschmeldung. Der Sensor, der am angeschraubten Einfüllstutzen integriert ist, lieferte die Fehlinformation. Er besitzt einen kleinen Schwimmer, der induktiv meldet, ob das Ölniveau den Mindeststand erreicht hat. Ablesbar waren die Fehlermeldungen im Display zwar durchaus noch, doch wurde das Bild in letzter Zeit zunehmend getrübt durch Schlieren und vermehrt auch kleine weiße Pünktchen an der Innenseite. Daher bekam die Testmaschine auf Garantie nun kurz vor Testende noch ein taufrisches Exemplar.

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Hauptständer bei der letzten Inspektion ersetzt

Ersetzt wurde bei der Inspektion außerdem der Hauptständer der KTM 1190 Adventure. Hier stellt KTM im Rahmen einer Tauschaktion ein leicht geändertes Exemplar zur Verfügung, bei dem die Hebelverhältnisse günstiger gestaltet sein sollen. Allzu groß ist der Unterschied jedoch nicht, der Ausleger ist nun etwas leichter mit dem Fuß zu ertasten.

Zur Erinnerung: Auch der Seitenständer wurde vor einiger Zeit bereits einmal ersetzt, um die Adventure stabiler stehen zu lassen. Für den Winter, der ja jederzeit noch kommen könnte, soll nun gröberes Schuhwerk aufgezogen werden. Serienmäßig rollte die nominell 250 km/h schnelle KTM Adventure 1190 auf Conti TrailAttack 2 in ZR-Version, jetzt sollen bis 240 km/h freigegebene Conti TKC 70 mit M+S-Kennung aufgezogen werden. Alternativ ständen für Grob-Motoriker und Stollenreiter noch derbe TKC 80 zur Verfügung, die allerdings nur bis 160 km/h freigegeben wären.

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