Dauertest-Zwischenbilanz Suzuki GSX-S 1000 F Weite Strecken, schnelle Etappen, ordentlicher Komfort

Die Suzuki GSX-S 1000 F ist wie gemacht für den MOTORRAD-Dauertest, der 50.000 Testkilometer umfasst. Bei mehr als 31.000 Kilometern auf dem Tacho ziehen wir eine Zwischenbilanz.

Die GSX-S-1000-Baureihe war so etwas wie ein Wunschkandidat im Suzuki-Programm. Fast alle Hersteller hatten und haben ein potentes Naked Bike im Programm – zumeist abgeleitet von Supersportlern – nur bei der Marke aus Hamamatsu gab es so ein Motorrad bis 2015 nicht. Dann erschien im letzten Jahr die GSX-S 1000, kurz danach bereicherte die verkleidete Schwester Suzuki GSX-S 1000 F das Portfolio. Beiden gemeinsam ist ihre fulminante Leistungsentwicklung. Ab Standgas drückt der Vierzylinder mit Nachdruck vorwärts und bläst mit sattem Elan durchs komplette Drehzahlband. Gemessene 114,7 kW (156 PS) bei 11.400/min sind ein starkes Argument für rasanten Vortrieb. Vor allem, weil der Reihenvierer damit seine Leistung auf dem Datenblatt um mehr als sieben kW übertrifft. Ein Grund mehr, die Suzuki mit in den Reigen der Dauertest-Bikes bei MOTORRAD aufzunehmen.

Seit August 2015 gehört die Suzuki GSX-S 1000 F zum Fuhrpark der Dauerläufer. Von der 50.000 Kilometer-Distanz hat die verkleidete Variante nun schon ein großes Stück hinter sich gebracht, weshalb ein Zwischenfazit angebracht ist. Als einer der ersten meldet sich Service-Chef Jörg Lohse zu Wort: „Fette Big-Bike-Kultur im Oldschool-Format.“ Nur um später noch zu ergänzen: „Die Suzuki ist ein Fast-Forward-Burner par excellence.“ Immer, wenn es schnell vorwärtsgehen soll, ohne auf Komfort zu verzichten, ist die Suzuki GSX-S 1000 F ein gern genommener Kandidat. Der breite, konifizierte Lenker liegt bequem in der Hand, das Sitzpolster ist angenehm, der Kniewinkel fällt eng, aber erträglich aus. So lassen sich selbst große Distanzen lässig auf einer Hinterbacke abreiten. Das wurde spätestens dann noch besser, als die Suzuki GSX-S 1000 F die hohe Tourenscheibe aus dem Suzuki-Programm erhielt. Vorher erwies sich der Windschutz nicht als optimal, der Oberkörper wurde nur wenig entlastet. Mit dem höheren Windschild „sieht die Suzuki zwar aus wie ein Großroller“, wie der Geschäftsführende Redakteur Harald Humke findet, funktional ist das Zubehör-Pendant dem Original aber um Längen überlegen.

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Das sieht auch der Autor so. Für einen Autobahn-Kurztrip nach Berlin schnappte er sich die Suzuki GSX-S 1000 F und fuhr an zwei Tagen 1.387 Kilometer. Und das eher zügig, zumindest dort, wo es ging. Hinter der nachgerüsteten Scheibe waren Dauertempi jenseits von 180 km/h problemlos auszuhalten. Ein wenig geduckt, lagen Schultern und Kopf perfekt und turbulenzfrei im Windschatten. Das Einzige, was beim flotten Abreißen von Kilometern stört, ist die rapide fallende Tankanzeige. Diese orientiert sich an den zuletzt über einen längeren Zeitraum erfassten Werten, springt nicht sekündlich auf einen neuen Schnitt um. Wer dem Suzuki-Vierer die Sporen gibt, saugt 6,5 und mehr Liter aus dem 17 Liter fassenden Tank. Das ist nicht zu viel, lässt einen aber bei Restreichweiten unter 50 Kilometer in Tankstellen-freien Randgebieten schon mal verzweifelt auf die nächste Zapfsäule hoffen.

Dieser Verbrauch ist aber eher ein Extremfall. Es geht auch anders. So nutzte beispielsweise Testredakteur Johannes Müller die Suzuki GSX-S 1000 F für einen Urlaubstrip nach Norwegen und zurück. Insgesamt spulte er mit der voll beladenen Suzuki 4.459 Kilometer ab und musste dafür 221 Liter Benzin in den Tank füllen. Macht unterm Strich knapp fünf Liter für 100 Kilometer. Das trifft den Schnitt eher. Der Power-Tourer kann eben auch genügsam, wenn man die rechte Hand im Zaum hält.

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Keine außerplanmäßigen Werkstattbesuche

Betont sparsam gibt sich die Suzuki GSX-S 1000 F darüber hinaus bei den Inspektionsterminen. Bislang musste sie turnusgemäß nach 1.000, 12.000 und 24.000 Kilometern in die Werkstatt. Die 1.000er-Kontrolle kostete dabei inklusive Material gut 200 Euro, bei der 12.000er-Durchsicht waren es 315 Euro, bei der 24.000er-Wartung 764 Euro, allerdings inklusive Ventilspielkontrolle, Drosselklappen-Synchronisation und der erstmals vorne und hinten getauschten Bremsbeläge, für die Suzuki zusammen fast 151 Euro aufruft. Hervorzuheben: Die Suzuki GSX-S 1000 F hat die Werkstatt bisher nur zu den vorgegebenen Terminen gesehen. Außerplanmäßige Werkstattbesuche gab es keine. Ähnlich wie das letzte Motorrad von Suzuki im Dauertest, die V-Strom 1000, spult der Vierzylinder ohne größere Auffälligkeiten Kilometer um Kilometer ab.

Kleine Zipperlein gab es dafür schon. So ließ sich erstmals nach etwas über 9.000 Kilometern der Zündschlüssel nicht mehr leicht und geschmeidig ins Zündschloss stecken. Stetiges Schmieren mit Multiölen brachte jeweils kurzfristig Besserung, langfristig zieht sich der Hinweis „hakeliges Zündschloss“ aber durch alle bisherigen Aufzeichnungen im Fahrtenbuch der Suzuki GSX-S 1000 F. Und da nicht jeder mit dem nötigen Feingefühl an die Sache ranging, verlor sogar der Schlüssel allmählich seine gerade Form. Im Zuge der 24.000er-Inspektion nahm sich die Werkstatt dieses Problems an, reinigte und schmierte das Schloss. Auf den folgenden gut 7.000 Kilometern gab es keine negative Anmerkung mehr hierzu zu vermelden.

Foto: www.factstudio.de
Flott: Auch die Nordschleife hat die Suzuki schon gesehen.
Flott: Auch die Nordschleife hat die Suzuki schon gesehen.

Beim linken Lenkerschalter half allerdings nur ein Austausch. Mit ihm lassen sich zahlreiche Infos im Cockpit der Suzuki GSX-S 1000 F abrufen, und das klappte nach 8.700 Kilometern immer seltener. Im Zuge der 12.000er-Durchsicht erhielt sie einen neuen Schalter. Danach war Ruhe.

Die Suzuki GSX-S 1000 F zu nutzen, heißt: Aufsteigen, tanken, losfahren, fertig. Wäre da nicht das nervige Ansprechverhalten des Motors. Spontanes Öffnen der per Seilzug betätigten Drosselklappen quittiert die Suzuki mit einem recht unwirschen Gebaren, geht viel härter als gewünscht ans Gas. Das stört vor allem bei niedrigen und mittleren Drehzahlen, wenn eine feinfühlige Gasdosierung gefordert ist. Das Spiel am Gasgriff aufs Notwendigste zu reduzieren und auch den Kettendurchhang so weit wie erlaubt zu verringern, lindert das ruppige Ansprechverhalten etwas. Gänzlich abstellen lässt es sich aber nicht. Trotzdem gibt es Lösungen, die beispielsweise im Forum zur GSX-S 1000 heiß diskutiert werden (www.gsx-s1000.de). Diese Lösungen setzen meist auf den Einbau eines Power-Commanders oder das Flashen der originalen ECU. Solche Eingriffe verändern allerdings die Abgaswerte, die Bestandteil der Zulassung der Suzuki sind, und kommen für den Dauertester also nicht infrage.

Suzuki GSX-S 1000 F macht auf großer Tour richtig Laune

Durchaus lohnenswertes Tuning für die Suzuki GSX-S 1000 F ist jedoch der Austausch der Reifen. Zahlreiche Tests mit dem Vierzylinder aus Hamamatsu haben gezeigt, dass er nicht zu den handlichsten zählt. Ein Faktor, der sich durch andere Reifen schnell beheben lässt. Zwar gefällt die Hochgeschwindigkeitsstabilität der original aufgezogenen Dunlop D 214, besonders in kaltem Zustand geben diese sich aber träge und unkomfortabel. Das können andere besser, wie die Reifenempfehlung zeigt.

Wer dagegen mit einem anderen Auspuff die Leistung der Suzuki GSX-S 1000 F steigern will, sieht sich getäuscht. Allenfalls ein paar Gramm Gewicht lassen sich abknapsen und der eh schon dominant fauchige und kräftige Sound noch ein wenig steigern. Mehr Power bringt ein anderer Auspuff aber nicht. Dass der simple Tausch des Schalldämpfers nichts bringen kann, hat eine zusätzliche Messung auf dem Prüfstand gezeigt, bei der komplett auf einen Endtopf verzichtet wurde. Herausgekommen ist bei diesem Lauf exakt dieselbe Spitzenpower wie mit dem montierten Originaldämpfer – bei vollkommen deckungsgleicher Leistungsentwicklung.

Nutzen wir daher also lieber die tourensportlichen Talente der Suzuki GSX-S 1000 F und schicken sie auf die nächste Reise. Die Herbstausfahrt mit den Dauertestern steht vor der Tür. Mit montierten Soft-Koffern und Tankrucksack wird sie auch diese Herausforderung meistern, weil: „Die Suzuki auf großer Tour richtig Laune macht, sie unaufgeregt funktioniert, sie mit ihrem souveränen, geschmeidigen Motor und ihrem hohem Druck begeistert.“ Dieses Fazit gab jedenfalls Kollege Johannes Müller nach seinem Norwegen-Trip zu Protokoll. Da dürfen die noch fehlenden gut 20.000 Kilometer bis zum Dauertest-Ende gerne kommen.

Foto: mps-Fotostudio
Hohe Suzuki-Scheibe: Optisch vielleicht nicht erste Wahl, die Funktion überzeugt aber.
Hohe Suzuki-Scheibe: Optisch vielleicht nicht erste Wahl, die Funktion überzeugt aber.

Zubehör im Test

Die Suzuki GSX-S 1000 F ist ein leistungsstarker Sporttourer. Daher fiel die Wahl beim ausgesuchten Zubehör vor allem auf Teile, die den Aspekt Reisen noch mehr betonen, für mehr Komfort bei langen Fahrten sorgen. Dies gelingt der hohen Tourenscheibe aus dem Suzuki-Zubehör nahezu perfekt. Der klare Windschild ist zehn Zentimeter höher geschnitten als die Standardausführung und bietet damit verbesserten Windschutz, den nahezu alle Fahrer goutierten. Nur bei einigen traten lästige Verwirbelungen im Helmbereich auf, alle anderen freuten sich aufrecht sitzend oder tief geduckt beim zügigen Vorankommen auf der Autobahn über das deutliche Plus an Windschutz. Die Scheibe ist direkt beim Suzuki-Vertragspartner für 269,95 Euro zu haben.

Damit bei Touren einiges an Gepäck mitgenommen werden kann, besitzt die Suzuki GSX-S 1000 F einen Quick-Lock Tankrucksack sowie Satteltaschen von SW-Motech. Der Tankrucksack (109 Euro) wird per Adapterring (14,95 Euro) am Tank befestigt und wackelt selbst bei hohem Tempo nicht. Mit 13 bis 20 Litern bietet er ein angemessenes Volumen, seine Montage stellt geübte Schrauber vor keine Herausforderung. Die müssen sich bei der Montage der Haltebügel der Blaze-Satteltaschen (Set komplett 279,95 Euro) mehr ins Zeug legen. Um sie anzubringen, müssen die Soziusrasten gelöst und mit den Halteadaptern wieder angebracht werden. Das ist wegen der beengten Platzverhältnisse fummelig. Ansonsten gefällt die Gepäcklösung, vor allem, weil sie ohne Koffer das Aussehen des Hecks kaum beeinträchtigt.

Gut zur Suzuki GSX-S 1000 F passen auch die Sturzpads, die für 99,95 Euro wie auch die zuvor genannten Produkte direkt bei SW-Motech zu beziehen sind. Komfort beim ständigen Einsatz sollte auch der Nemo2-Kettenöler bringen, der von Krüger Moto-Parts vertrieben wird. Er funktioniert mechanisch. Ist der Vorratsbehälter am linken Lenkerende aufgefüllt, wird der Deckel gedreht und dadurch Öl zur Kette gepresst. Und zwar so lange, bis der Druck im Vorratsbehälter wieder dem Umgebungsdruck entspricht. Das soll nach etwa drei Minuten der Fall sein. In der Praxis funktionierte der Öler aber nicht wie gewünscht, leerte sich oft selbstständig, weshalb jetzt wieder Kettenspray zum Einsatz kommt.

Foto: Karsten Schwers
Continental SportAttack 3
Continental SportAttack 3

Reifenempfehlung

Continental SportAttack 3: Nach wenigen Metern vermittelt der Conti ein perfektes Gefühl für die Haftung. Sehr handlich und neutral lenkt er die Suzuki GSX-S 1000 F in Schräglage ein und liefert dabei viel Grip bis zu tiefen Schräglagen. Er punktet mit geringem Aufstellmoment und sehr guter Geradeauslaufstabilität. Einzig bei Nässe liegt er nicht ganz auf dem Niveau der Tourensportreifen. Die Empfehlung für flotte Suzuki-Piloten.

Foto: Karsten Schwers
Dunlop Roadsmart 3
Dunlop Roadsmart 3

Dunlop Roadsmart 3: Gegenüber der Serienbereifung liefert der Roadsmart 3 eine bessere Rückmeldung für die Haftung. Er lenkt leichter und neutraler ein. Bei Topspeed allerdings nicht so spurstabil wie die Serienpneus. Er besitzt fast kein Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage, paart geringe Lenkkräfte mit satter Haftung – auch im Nassen. Deutlich empfehlenswerter als die Serienbereifung der Suzuki GSX-S 1000 F.

Foto: Karsten Schwers
Dunlop Sportmax D 214
Dunlop Sportmax D 214

Dunlop Sportmax D 214: Die Serienbereifung gefällt mit guter Geradeauslaufstabilität, besitzt kalt aber nur wenig Rückmeldung und Eigendämpfung. Auf Temperatur gebracht, erreicht der D 214 dennoch nicht das ausgeglichene Niveau des Roadsmart 3. Er will zudem immer mit Nachdruck in Schräglage gebracht werden. Empfehlenswert: Beim Austausch beispielsweise zum Roadsmart 3 wechseln.

Foto: Karsten Schwers
Metzeler Roadtec 01
Metzeler Roadtec 01

Metzeler Roadtec 01: Der Metzeler überzeugt mit guter Rückmeldung für die Haftung, ist handlicher als die Serienbereifung der Suzuki GSX-S 1000 F, wenn auch einen Hauch hinter dem Roadsmart 3. Dafür ist seine Geradeauslaufstabilität vorbildlich. Zwar ist sein Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage etwas größer als beim Roadsmart 3, dafür punktet er im Nassen mit bester Rückmeldung und Haftung.

Foto: Karsten Schwers
Pirelli Diablo Rosso III
Pirelli Diablo Rosso III

Pirelli Diablo Rosso III: Der Pirelli will warmgefahren werden, dann stimmen Rückmeldung, Haftung und Agilität. Sein Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage ist etwas größer als beim Conti. Erst mit zunehmendem Tempo kann der Rosso III seine Qualitäten ausspielen. Bei zügigem Tempo topstabil mit vorbildlichem Geradeauslauf. Die Nasshaftung ist für einen Sportreifen absolut in Ordnung.

Foto: mps-Fotostudio
Beim Dauertest der Suzuki GSX-S 1000 F ist ein Defekt am Lenkerschalter links aufgetreten.
Beim Dauertest der Suzuki GSX-S 1000 F ist ein Defekt am Lenkerschalter links aufgetreten.

Defekte im Test

Lenkerschalter links: Bequem mit dem Wippschalter zwischen Tageskilometeranzeige oder Restreichweiten-Info hin- und herspringen oder die Traktionskontrolle anpassen – dafür ist der linke Lenkerschalter bei der Suzuki GSX-S 1000 F da. Nur klemmte der nach den ersten gut 9.000 Kilometern immer mal wieder, machte Einstellungen unmöglich. Daher wurde der Schalter im Rahmen der 12.000er-Inspektion von Suzuki auf Garantie getauscht. Und bisher funktioniert er wieder einwandfrei.

Foto: Mö-Tö
Einen weiteren Defekt gab es am Lenkschloss.
Einen weiteren Defekt gab es am Lenkschloss.

Lenkschloss: Das Lenkschloss hakt: Dieser Eintrag findet sich zuhauf im Fahrtenbuch der Suzuki GSX-S 1000 F, erstmals bei Kilometerstand 9.193. Kurzfristige Abhilfe brachte stets das Ölen des Schlosses mit Multispray – aber eben nur für ein paar Kilometer. Darunter musste auch der Schlüssel leiden, der sich leicht unterm zarten Gewalteinsatz verformte. Seit Kilometerstand 25.175 ist erst mal wieder Ruhe, das Schloss wurde bei der Inspektion gereinigt und frisch geölt.

Foto: mps-Fotostudio
Arrow Dark Race Tech
Arrow Dark Race Tech

Auspuff im Test

Arrow Dark Race Tech: Der Serienauspuff der Suzuki GSX-S 1000 F folgt dem Trend nach kleinen Stummeltöpfen, die dank des vorgeschalteten Sammlers möglich sind. Wer sich daran stört, findet mit dem Arrow-Dämpfer eine Alternative. Der für 385 Euro erhältliche Arrow wiegt mit 2,4 Kilogramm allerdings 300 Gramm mehr als der Serientopf und kostet fast übers komplette Drehzahlband Leistung. Wegen der Befestigung der Schelle an der rechten Soziusraste ist die Montage nicht ganz einfach. Äußerst sozialverträglich ist der Klang des Arrow, der zurückhaltender als beim Original ausfällt.

Foto: mps-Fotostudio
Bos Carbon Steel SSEC RR
Bos Carbon Steel SSEC RR

Bos Carbon Steel SSEC RR: Zu ein wenig MotoGP-Flair verhilft der Bos-Schalldämpfer der Suzuki GSX-S 1000 F mit seinem markanten, vergitterten Auslass. Er unterbietet den Original-Topf beim Gewicht um 600 Gramm und liegt bei der Leistung auf dem Niveau der Serienanlage. Soundtechnisch würzt er das serienmäßig schon dominante Abgasgeräusch mit einem hörbaren Basston, klingt noch ein wenig präsenter und kräftiger als der originale Schalldämpfer. Die Montage des 449 Euro kostenden Bos inklusive der neuen Blende zwischen Sammler und Auspuff gelingt leicht, das Finish überzeugt.

Foto: www.factstudio.de
Tobias Wassermann, Fuhrparkleiter
Tobias Wassermann, Fuhrparkleiter

Fahrermeinung

Tobias Wassermann, Fuhrparkleiter „Ein Partner im besten Sinn“

Ich mag die Suzuki GSX-S 1000 F. Mit ihr sportiv über Landstraßen zu fahren, macht richtig Laune. Aber auch auf Touren ist sie ein gerne von mir in Anspruch genommener Partner, vor allem wegen ihres drehmomentstarken Motors. Die angenehme Sitzposition und der breite Lenker erlauben entspannte Touren. Klar, das Design der Suzuki ist sehr polarisierend.
Mir gefällt sie! Ansonsten kann man nur sagen: Läuft – und zwar problemlos.

Foto: fact
Georg Jelicic, Top-Tester
Georg Jelicic, Top-Tester

Georg Jelicic, Top-Tester „Ein Lächeln im Gesicht“

Ob zügig gefahren oder bei der Ausfahrt mit der besseren Hälfte auf dem Soziussitz: Die Suzuki GSX-S 1000 F gibt sich immer sehr umgänglich, wenn die richtigen Reifen aufgespannt sind. Dann fährt sie sich sehr lenkpräzise und stabil über jedwede Straßen. Diese Eigenschaften, gepaart mit dem bärenstarken Motor, zaubern einem immer wieder ein Lächeln in das Gesicht. Einzig die recht harte Gasannahme ist dabei etwas störend.

Foto: Archiv
Manuel Fuchs, MOTORRAD online
Manuel Fuchs, MOTORRAD online

Manuel Fuchs, MOTORRAD online „Doppelte Überraschung“

Die Suzuki GSX-S 1000 F hat mich doppelt überrascht: Für einen Allrounder fühlt sie sich ganz schön sportlich an, für einen Tourensportler ganz schön komfortabel. Besonders taugt sie mir, wenn es ums Ankommen geht, nicht ums Fahrerlebnis. Uns verbindet also nur eine Zweckfreundschaft. An ihr liegt’s nicht: Mir fehlt einfach der emotionale Zugang zu aktuellen Suzukis – wenn sie nicht gerade VanVan oder M 1800 R heißen.

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