33 Bilder
MOTORRAD 23/2015: Dauerstest-Zwischenbilanz Yamaha MT-07

Dauertest-Zwischenbilanz Yamaha MT-07 Little Miss Sunshine

Mittlerweile hat die Yamaha MT-07 im Dauertest über 25.000 Kilometer gemacht. Wie sie sich dabei geschlagen hat und welches Zubehör wir getestet haben, verrät die Zwischenbilanz.

Nur eine ist besser: die Boxer-GS. Zumindest was die Verkaufszahlen angeht. Denn in der Zulassungsstatistik hat sich Yamahas MT-07 mittlerweile auf den beachtlichen zweiten Platz katapultiert. Die beliebteste, sprich: bestverkaufte Yamaha ist sie eh schon seit ihrem Erscheinen. 

Und beliebt war der propere Twin auch in der Redaktion vom ersten Tag an. Sammelte im Fahrtenbuch Sympathiebekundungen wie die Münchner Bayern Punkte. Der Autor attestierte der Yamaha MT-07 gar, im Vergleich zur MT-09 das harmonischere Fahrzeug zu sein. Zu viel der Vorschusslorbeeren? Immerhin gilt es, nicht nur mit einem einmaligen Auftritt, sondern dauerhaft zu glänzen. 

Doch zunächst zogen sich Lob über den Motor und die Unkompliziertheit wie ein roter Faden durch das Fahrtenbuch. „Spaßig, sparsam, spannend“, brachte es Onliner Manuel Fuchs präzise auf den Punkt. Die Gründe hierfür sind rasch genannt: Die Yamaha MT-07 entzückte vom ersten Tag an als unka­priziöse Begleiterin für alle Tage. Mit einem Sitzplatzarrangement, das praktisch für alle Fahrerstaturen passt. Selbst Zwei-Meter-Mann Jens Möller-Töllner zeigte sich angenehm überrascht. Entspanntes Sitzen, ­flockiges Handling, dazu ist man mit den quicklebendig verabreichten 75 PS in allen Situationen gut angezogen. Und weil sie so freundlich daherkommt, verzeiht man ihrem Fahrwerk auch die lasche Dämpfung. Man schunkelt vergnügt über kurvige Sträß­chen und genießt den quirligen Spaßbringer. Zumal man – nicht zuletzt dank der optionalen Komfortsitzbank (249,95 Euro) – komfortabel unterwegs ist und sie sich flink durch das innerstädtische Verkehrsgetümmel schlängelt. So hat sie schnell das Prädikat des kleinen Allround-Talents weg. Und erntet in den ersten Monaten lediglich etwas schüchterne Kritik am hakeligen Getriebe und der ungenauen Tankanzeige, die zu früh den Gang zur Zapfsäule anmahnt.

So vergehen keine fünf Monate, bis die Yamaha MT-07 zur 10.000er-Inspektion in die Werkstatt darf. Die Rechnung hierfür fällt mit 187 Euro recht moderat aus. Defekte, außerplanmäßige Werkstattaufenthalte oder besondere Vorkommnisse bis dahin: keine.

Anzeige

Zündschloss nicht ausreichend abgedichtet

Um ihre Langstreckenqualitäten zu stärken, bekam die Yamaha MT-07 vor der anstehenden Herbst­ausfahrt flugs aus dem hauseigenen Zubehörprogramm Packtaschenhalter und eine Gepäckbrücke montiert. Für Letztere muss allerdings die Heckverkleidung ausgeschnitten werden, was etwas handwerkliches Geschick und passendes Werkzeug erfordert. Auch mit der nasskalten Jahreszeit kam die kleine Japanerin bislang eigentlich gut zurecht. Wenngleich rostige Schraubenköpfe an den Soziusrasten vom Kostendruck bei der Materialwahl zeugen, aber noch als Kleinigkeit abgehakt werden können.

Hinderlicher – zumindest nach frostigen Nächten – dagegen eine andere Unpässlichkeit: Offensichtlich ist das Zündschloss nicht ausreichend abgedichtet und steht mit Minustemperaturen auf Kriegsfuß. Nach Frostnächten im Freien mit schöner Regelmäßigkeit eingefroren, musste es das ein oder andere Mal mittels Fön oder Wärmflasche aufgetaut werden. Ansonsten gab die Yamaha MT-07 auch bei klirrender Kälte mit problemlosem Startverhalten eine gute Figur ab. 

Mit dem aufkommenden Frühling knüpfte die Yamaha MT-07 da an, wo sie zum Jahreswechsel aufgehört hatte, nämlich unverdrossen und mit stoischer Gleichmäßigkeit Kilometer abzuspulen. Allerdings war zwischenzeitlich aus der weichen Dämpfung eine ziemlich lasche geworden, und vor allem das lausige Federbein hatte das, was zu Testbeginn an Dämpfung vorhanden war, vollends verloren. So zeigte sich bei einer Alpentour des Autors die Hinterhand bereits mit 35-Kilo-Filius auf dem Sozius überfordert. Stabilität und Zielgenauigkeit waren beim Pässe-Räubern perdu. Höchste Zeit, auf dem Zubehörmarkt nach Alternativen zu suchen.

Anzeige

Wilbers, Öhlins, Mupo

Um die Gabel an eine straffere Feder anzupassen, wurden von Wilbers neben einem Stoßdämpfer auch gleich progressiv gewickelte Gabelfedern nebst Öl geordert. Dazu ein Öhlins- und ein Mupo-Federbein. Bei der Gabel brachten die progressiven Federn zwar keinen Quantensprung – Wilbers verwendet mit SAE 10 die gleiche Viskosität und praktisch dasselbe Luftpolster wie in der Serie –, und die Dämpfung der Yamaha MT-07 lag noch immer erwartungsgemäß eher auf der soften Seite. Dafür brachten die mit mehr Negativfederweg arbeitenden progressiven Federn mehr Durchschlagsreserven.

Enorm dagegen, wie die Stoßdämpfer der MT-07 Beine machten. Um es gleich vorwegzunehmen: Jedes der drei Federbeine verbesserte das Fahrverhalten der Yamaha MT-07 beträchtlich. Mit einem Mal wirkte sie wie neu geboren, zackte quicklebendig wie nie durch Kehren. Und lag satt und stabil auch in schnellen Kurven. Dabei gab es durchaus Unterschiede zwischen den drei Dämpfern.

Das fein verarbeitete Wilbers-Federbein ist bereits ab 499 Euro zu haben. Mit der komfortablen hydraulischen Vorspannung werden 698 Euro fällig. Es trägt mit 130 N/mm die härteste Feder der drei. Entsprechend kernig geht es über Kanten und bei kurzen Stößen zu Werke. Es empfiehlt sich dank reichlich Reserven am ehesten für schwere Piloten oder Fahrer, die viel zu zweit oder mit Gepäck unterwegs sind.

Das Mupo-Federbein wirkt mit seinen vielen eloxierten Teilen edel. Es besitzt sogar eine Längenverstellung, wobei das fast unnötiger Luxus ist, denn das Verlangen, das Heck zwecks mehr Handlichkeit anzuheben, kommt bei der Yamaha MT-07 kaum auf. Trotzdem: nice to have. Obwohl mit ähnlich weicher Feder (105 N/mm) wie das Original (107,8 N/mm) bestückt, dämpft es deutlich straffer. Harte Kanten und Schläge dringen spürbar zum Fahrer durch, auch wenn es sie geringfügig feiner wegfiltert als das Wilbers. Mit Sozius bietet es noch ausreichend Reserven, geht aber bei tiefen Bodenwellen hin und wieder auf Block. Die goldene Mitte trifft das Öhlins-Federbein (550 Euro). Von der Federrate mit 115 N/mm zwischen Mupo und Wilbers angesiedelt, bringt es gutes Ansprechen und straffe Dämpfung am besten unter einen Hut. Arbeitet in allen Situationen unauffällig souverän und verträgt auch einen Sozius. Ein hochwertigeres Federbein ist also Fahrwerkstuning-Maßnahme Nummer eins.

Yamaha MT-07 schont den Geldbeutel

Ebenfalls sehr empfehlenswert sind die Kettenspanner von Gilles aus dem umfangreichen Yamaha-Zubehörprogramm. Dank integrierter Aufnahmerollen kann die Yamaha MT-07 so auch mit einem Heckständer auf­gebockt werden, was Kettenwartung und Radausbau enorm erleichtert.

Sofern es viel an der Yamaha MT-07 zu schrauben gegeben hätte. Bis zur 20.000er-Inspektion gab es außer Waschen, Ketteschmieren und Tanken nichts zu tun. Bei der Inspektion wurde auch das Pluskabel der Batterie im Rahmen einer Rückrufaktion getauscht. Das ursprünglich verbaute erwies sich als zu lang und konnte unter ungünstigen Umständen eingequetscht werden. Keine große Sache. 

Die Rechnung für die Wartung fiel mit 419 Euro auf den ersten Blick zwar etwas höher aus, doch war darin auch ein Satz vordere Brems­beläge enthalten – sie bewegt sich damit absolut im Rahmen. Wie die Yamaha MT-07 überhaupt den Geldbeutel des Eigners erfreulich schont. Verbräuche zwischen vier und viereinhalb Litern sind an der Tages­ordnung. Vollgasfeste Fahrer wie Testchef Gert Thöle schaffen auch mal Werte knapp unter fünfeinhalb Litern. Und bis zum derzeitigen Kilometerstand von knapp 30.000 fährt sie noch mit dem ersten Kettensatz spazieren. Einzig dass die Ganganzeige den sechsten Gang nicht mehr zuverlässig anzeigt, ist zu vermelden. Ansonsten heißt es: Außer Spesen nichts gewesen.

Foto: Bildl
Höhenflug im Kehren-Paradies der Großglockner-Hochalpenstraße - die Teile aus dem Zubehörmarkt erwiesen sich hier als nützlich. Allerdings ...
Höhenflug im Kehren-Paradies der Großglockner-Hochalpenstraße - die Teile aus dem Zubehörmarkt erwiesen sich hier als nützlich. Allerdings ...

Zubehör für Yamaha MT-07

Foto: mps-Fotostudio
Das alternative Öhlins-Federbein federt und dämpft ausgesprochen seriös, filtert Unebenheiten gut heraus und schlägt auch mit Sozius nicht durch – klarer Kauftipp.
Das alternative Öhlins-Federbein federt und dämpft ausgesprochen seriös, filtert Unebenheiten gut heraus und schlägt auch mit Sozius nicht durch – klarer Kauftipp.

Öhlins-Federbein, 550 Euro

Der in Zugstufe und Vorspannung einstellbare Schweden-Dämpfer (www.ohlins.eu) wird mit Hakenschlüssel zum Anheben der Federbasis geliefert. Die Feder ist mit 115 N/mm geringfügig härter als die Serie (107,8 N/mm), der Einstellbereich der Zugstufe ist sehr groß, die Druckstufendämpfung straffer. Damit federt und dämpft es ausgesprochen seriös, filtert Unebenheiten gut heraus und schlägt auch mit Sozius nicht durch – klarer Kauftipp.

Foto: mps-Fotostudio
Das dritte Federbein stammt von Mupo, wirkt richtig edel, ist in Federbasis und Zugstufe einstellbar und besitzt dazu eine Längenverstellung zum Anheben des Hecks.
Das dritte Federbein stammt von Mupo, wirkt richtig edel, ist in Federbasis und Zugstufe einstellbar und besitzt dazu eine Längenverstellung zum Anheben des Hecks.

Mupo-Federbein GT1, 529 Euro

Das Mupo-Federbein (www.zupin.de) wirkt richtig edel, ist in Federbasis und Zugstufe einstellbar, besitzt dazu eine Längenverstellung zum Anheben des Hecks. Die Zugstufe besitzt einen engen Einstellbereich und wirkt hauptsächlich auf den Lowspeed-Bereich. Trotz ähnlicher Federrate wie die Serie spricht es nicht so fein an und schluckt Kanten nicht so sensibel wie das Öhlins-Federbein. Deutlich straffer als die Serie, verleiht es der Yamaha tolle Kurvenstabilität.

Foto: mps-Fotostudio
Zur Wahl stehen hier zum Beispiel das Komplettset aus dem Hause Wilbers: Gabelfedern mit Öl (159 Euro) und Federbein (698 Euro).
Zur Wahl stehen hier zum Beispiel das Komplettset aus dem Hause Wilbers: Gabelfedern mit Öl (159 Euro) und Federbein (698 Euro).

Wilbers-Gabelfedern mit Öl und Federbein

Die progressiven Gabelfedern verleihen der Yamaha MT-07 mehr Durchschlagsreserven. Ölviskosität und -menge entsprechen der Serie. Das Federbein mit Handrad für die Federbasis besitzt eine kurze, sehr straffe Feder (130 N/mm), was weniger dem Komfort, aber sehr der Stabilität zugute kommt. Vor allem bei schweren Piloten oder im Zweipersonen­betrieb. Der Einstellbereich der Zugstufe ist praxisgerecht groß.

Foto: mps-Fotostudio
Mit Gepäckbrücke (139,95 Euro) für ein 39-Liter-Topcase (149,95 Euro), Taschenhalter (94,95 Euro) und Packtaschen (je 14 Liter, 199,95 Euro) von Yamaha lässt sich die MT-07 zum Packesel aufrüsten.
Mit Gepäckbrücke (139,95 Euro) für ein 39-Liter-Topcase (149,95 Euro), Taschenhalter (94,95 Euro) und Packtaschen (je 14 Liter, 199,95 Euro) von Yamaha lässt sich die MT-07 zum Packesel aufrüsten.

Yamaha-Packtaschen und -Gepäckbrücke

Mit Gepäckbrücke (139,95 Euro) für ein 39-Liter-Topcase (149,95 Euro), Taschenhalter (94,95 Euro) und Packtaschen (je 14 Liter, 199,95 Euro) von Yamaha lässt sich die MT-07 zum Packesel aufrüsten. Für die Gepäckbrücke müssen allerdings Aussparungen in die Heckverkleidung geschnitten werden. Das Topcase schluckt einen Helm, und das Fassungsvermögen der Seitentaschen reicht für Kurztrips.

Foto: mps-Fotostudio
Sie lassen sich in sechs Positionen einstellen. Kniewinkel und Schräglagenfreiheit werden dadurch spürbar sportlicher.
Sie lassen sich in sechs Positionen einstellen. Kniewinkel und Schräglagenfreiheit werden dadurch spürbar sportlicher.

Gilles-Fußrasten aus dem Yamaha-Programm

Mit eingefrästem MT-Logo und Exzenter für Schalt- und Bremsknauf kommen die Gilles-Rasten (399,95 Euro) sehr edel daher. Sie lassen sich in sechs Positionen einstellen. Kniewinkel und Schräglagenfreiheit werden dadurch spürbar sportlicher. Die Rasten bieten auch bei Nässe exzellenten Halt. Die Schaltwege werden durch die Rasten kurz und knackig, Gangwechsel benötigen aber auch ein wenig mehr Fußkraft.

Foto: mps-Fotostudio
Kettenspanner sind eine beliebte Stelle, an der die Hersteller kostengünstige Teile verbauen. Schöner und wer­tiger geht es mit den Gilles-Teilen aus dem Yama­ha-Programm für 129,95 Euro, die zudem ...
Kettenspanner sind eine beliebte Stelle, an der die Hersteller kostengünstige Teile verbauen. Schöner und wer­tiger geht es mit den Gilles-Teilen aus dem Yama­ha-Programm für 129,95 Euro, die zudem ...

Kettenspanner und Ständeraufnahme

Kettenspanner sind eine beliebte Stelle, an der die Hersteller kostengünstige Teile verbauen. Schöner und wer­tiger geht es mit den Gilles-Teilen aus dem Yama­ha-Programm für 129,95 Euro, die zudem Aufnahme­rollen für einen Heckständer besitzen. Ein absolut sinnvolles Detail, das Wartungs- und Service-Arbeiten wesentlich vereinfacht.

Foto: mps-Fotostudio
Das hat man nun davon, dass man so beliebt ist. Da muss man das ganze Jahr ran – auch im Winter. Das Design der Oxford-Heizgriffe (www.polo-motorrad.de, 89,95 Euro) ist vielleicht eher zweckmäßig, ihre Funktion dagegen ist über jeden Zweifel erhaben.
Das hat man nun davon, dass man so beliebt ist. Da muss man das ganze Jahr ran – auch im Winter. Das Design der Oxford-Heizgriffe (www.polo-motorrad.de, 89,95 Euro) ist vielleicht eher zweckmäßig, ihre Funktion dagegen ist über jeden Zweifel erhaben.

Oxford-Heizgriffe

Das hat man nun davon, dass man so beliebt ist. Da muss man das ganze Jahr ran – auch im Winter. Das Design der Oxford-Heizgriffe (www.polo-motorrad.de, 89,95 Euro) ist vielleicht eher zweckmäßig, ihre Funktion dagegen ist über jeden Zweifel erhaben. Selbst bei tiefsten Minusgraden sorgen die in fünf Stufen justierbaren Griffe für wohlige Wärme an den Innenhänden.

Foto: mps-Fotostudio
Auf langen Strecken ist ein wenig Schutz vor dem Fahrtwind eine feine Sache. Die MRA-Racingscheibe (79,90 Euro, www.mra.de) ersetzt natürlich in Sachen Windschutz keine komplette Verkleidung, entlastet den Oberkörper aber doch, ohne lästige Turbulenzen zu erzeugen.
Auf langen Strecken ist ein wenig Schutz vor dem Fahrtwind eine feine Sache. Die MRA-Racingscheibe (79,90 Euro, www.mra.de) ersetzt natürlich in Sachen Windschutz keine komplette Verkleidung, entlastet den Oberkörper aber doch, ohne lästige Turbulenzen zu erzeugen.

MRA-Windschild

Auf langen Strecken ist ein wenig Schutz vor dem Fahrtwind eine feine Sache. Die MRA-Racingscheibe (79,90 Euro, www.mra.de) ersetzt natürlich in Sachen Windschutz keine komplette Verkleidung, entlastet den Oberkörper aber doch, ohne lästige Turbulenzen zu erzeugen. Sie ist mit ABE und in zwei Varianten – klar oder rauchgefärbt – erhältlich.

Foto: markus-jahn.com
... nur eine Tasche auf's Heck geschnallt wurde. Wer weder Tasche noch Topcase hinter sich haben möchte, ...
... nur eine Tasche auf's Heck geschnallt wurde. Wer weder Tasche noch Topcase hinter sich haben möchte, ...

Reifen-Empfehlung MT-07

Foto: mps-Fotostudio
Bridgestone T 30 Evo:
Ordentlich warmgefahren, bietet der T 30 Evo ausreichend Grip. Durch seine steife Karkasse gibt er spürbar Stöße auf harten Kanten weiter. Bis auf ein leichtes Aufstellmoment ein neutraler, ausgewogener und handlicher Reifen mit durchschnittlicher Nasshaftung. In Sachen Handling reicht er aber nicht an Conti, Michelin, Metzeler und Pirelli heran.
Bridgestone T 30 Evo: Ordentlich warmgefahren, bietet der T 30 Evo ausreichend Grip. Durch seine steife Karkasse gibt er spürbar Stöße auf harten Kanten weiter. Bis auf ein leichtes Aufstellmoment ein neutraler, ausgewogener und handlicher Reifen mit durchschnittlicher Nasshaftung. In Sachen Handling reicht er aber nicht an Conti, Michelin, Metzeler und Pirelli heran.

Bridgestone T 30 Evo

Ordentlich warmgefahren, bietet der T 30 Evo ausreichend Grip. Durch seine steife Karkasse gibt er spürbar Stöße auf harten Kanten weiter. Bis auf ein leichtes Aufstellmoment ein neutraler, ausgewogener und handlicher Reifen mit durchschnittlicher Nasshaftung. In Sachen Handling reicht er aber nicht an Conti, Michelin, Metzeler und Pirelli heran.

Foto: mps-Fotostudio
Continental RoadAttack 2 Evo:
Entwickelt vom Start weg schnell Grip und Gefühl für die Straße. Durch mehr Eigendämpfung etwas komfortabler als der Bridgestone, aber auch nicht ganz so stabil bei Topspeed. Grip bei Nässe Durchschnitt, bei Trockenheit top. Mit geringem Aufstellmoment und seiner Neigung, leicht in tiefere Schräglagen zu fallen, ein Tipp für sportliche Piloten, die dafür den etwas höheren Verschleiß akzeptieren.
Continental RoadAttack 2 Evo: Entwickelt vom Start weg schnell Grip und Gefühl für die Straße. Durch mehr Eigendämpfung etwas komfortabler als der Bridgestone, aber auch nicht ganz so stabil bei Topspeed. Grip bei Nässe Durchschnitt, bei Trockenheit top. Mit geringem Aufstellmoment und seiner Neigung, leicht in tiefere Schräglagen zu fallen, ein Tipp für sportliche Piloten, die dafür den etwas höheren Verschleiß akzeptieren.

Continental RoadAttack 2 Evo

Entwickelt vom Start weg schnell Grip und Gefühl für die Straße. Durch mehr Eigendämpfung etwas komfortabler als der Bridgestone, aber auch nicht ganz so stabil bei Topspeed. Grip bei Nässe Durchschnitt, bei Trockenheit top. Mit geringem Aufstellmoment und seiner Neigung, leicht in tiefere Schräglagen zu fallen, ein Tipp für sportliche Piloten, die dafür den etwas höheren Verschleiß akzeptieren.

Foto: mps-Fotostudio
Dunlop Roadsmart 2:
Der Dunlop will ordentlich warmgefahren werden, dann entwickelt er ordentlichen Grip. In Sachen Rückmeldung rangiert er im Mittelfeld. Für die leichte MT-07 ist er mit seiner harten Karkasse aber fast zu steif, wirkt auf Kanten unkomfortabel und zeigt spürbares Shimmy und Aufstellmoment. In Sachen Handling und Nasshaftung Durchschnitt, sehr stabil bei zügiger Gangart.
Dunlop Roadsmart 2: Der Dunlop will ordentlich warmgefahren werden, dann entwickelt er ordentlichen Grip. In Sachen Rückmeldung rangiert er im Mittelfeld. Für die leichte MT-07 ist er mit seiner harten Karkasse aber fast zu steif, wirkt auf Kanten unkomfortabel und zeigt spürbares Shimmy und Aufstellmoment. In Sachen Handling und Nasshaftung Durchschnitt, sehr stabil bei zügiger Gangart.

Dunlop Roadsmart 2

Der Dunlop will ordentlich warmgefahren werden, dann entwickelt er ordentlichen Grip. In Sachen Rückmeldung rangiert er im Mittelfeld. Für die leichte Yamaha MT-07 ist er mit seiner harten Karkasse aber fast zu steif, wirkt auf Kanten unkomfortabel und zeigt spürbares Shimmy und Aufstellmoment. In Sachen Handling und Nasshaftung Durchschnitt, sehr stabil bei zügiger Gangart. 

Foto: mps-Fotostudio
Metzeler Z8 Interact „M“:
Der Z8 kommt schnell auf Touren, glänzt vom Start weg mit viel Grip, Eigendämpfung, Stabilität und Rückmeldung bis in tiefe Schräglagen. Handlich, wenngleich nicht ganz so agil wie der Conti, dafür sehr präzise. Mit geringem Aufstellmoment und auch gutem Nassgrip, dazu geringem Verschleiß, bietet der ausgewogene Z8 viel Fahrspaß.
Metzeler Z8 Interact „M“: Der Z8 kommt schnell auf Touren, glänzt vom Start weg mit viel Grip, Eigendämpfung, Stabilität und Rückmeldung bis in tiefe Schräglagen. Handlich, wenngleich nicht ganz so agil wie der Conti, dafür sehr präzise. Mit geringem Aufstellmoment und auch gutem Nassgrip, dazu geringem Verschleiß, bietet der ausgewogene Z8 viel Fahrspaß.

Metzeler Z8 Interact M

Der Z8 kommt schnell auf Touren, glänzt vom Start weg mit viel Grip, Eigendämpfung, Stabilität und Rückmeldung bis in tiefe Schräglagen. Handlich, wenngleich nicht ganz so agil wie der Conti, dafür sehr präzise. Mit geringem Aufstellmoment und auch gutem Nassgrip, dazu geringem Verschleiß, bietet der ausgewogene Z8 viel Fahrspaß. 

Foto: mps-Fotostudio
Michelin Road 4:
Die Referenz bei Nässe. Der Michelin bietet auch in kaltem Zustand vom ers­ten Meter an gute Rückmeldung und Haftung. Ebenfalls sehr handlicher Reifen, der mit guter Eigendämpfung und geringem Aufstellmoment glänzt. Er bie­tet feine Lenkpräzision, geringes Auf­stellmoment und reichlich Grip bis in tiefe Schräglagen. Wie der Metzeler Z8 auch beim Verschleiß top.
Michelin Road 4: Die Referenz bei Nässe. Der Michelin bietet auch in kaltem Zustand vom ers­ten Meter an gute Rückmeldung und Haftung. Ebenfalls sehr handlicher Reifen, der mit guter Eigendämpfung und geringem Aufstellmoment glänzt. Er bie­tet feine Lenkpräzision, geringes Auf­stellmoment und reichlich Grip bis in tiefe Schräglagen. Wie der Metzeler Z8 auch beim Verschleiß top.

Michelin Road 4

Die Referenz bei Nässe. Der Michelin bietet auch in kaltem Zustand vom ers­ten Meter an gute Rückmeldung und Haftung. Ebenfalls sehr handlicher Reifen, der mit guter Eigendämpfung und geringem Aufstellmoment glänzt. Er bie­tet feine Lenkpräzision, geringes Auf­stellmoment und reichlich Grip bis in tiefe Schräglagen. Wie der Metzeler Z8 auch beim Verschleiß top. 

Foto: mps-Fotostudio
Pirelli Angel GT:
Der Pirelli Angel GT präsentiert sich über den gesamten Schräglagenbereich sehr neutral. Er ist nicht ganz so flink wie der Conti, dennoch recht handlich und sehr ausgewogen. Dazu liefert er viel Rückmeldung und Grip bis in tiefste Schräglagen. Auch bei Nässe glänzt er mit ordentlich Grip, erkauft sich dies aber mit gering­fügig höherem Verschleiß.
Pirelli Angel GT: Der Pirelli Angel GT präsentiert sich über den gesamten Schräglagenbereich sehr neutral. Er ist nicht ganz so flink wie der Conti, dennoch recht handlich und sehr ausgewogen. Dazu liefert er viel Rückmeldung und Grip bis in tiefste Schräglagen. Auch bei Nässe glänzt er mit ordentlich Grip, erkauft sich dies aber mit gering­fügig höherem Verschleiß.

Pirelli Angel GT

Der Pirelli Angel GT präsentiert sich über den gesamten Schräglagenbereich sehr neutral. Er ist nicht ganz so flink wie der Conti, dennoch recht handlich und sehr ausgewogen. Dazu liefert er viel Rückmeldung und Grip bis in tiefste Schräglagen. Auch bei Nässe glänzt er mit ordentlich Grip, erkauft sich dies aber mit gering­fügig höherem Verschleiß.

Foto: Gargolov
im Dschungel der Großstadt fühlt sie sich wohl. Hier verliert selbst die Rushhour ihre Schrecken.
im Dschungel der Großstadt fühlt sie sich wohl. Hier verliert selbst die Rushhour ihre Schrecken.

Fahrer-Meinungen

Foto: Künstle
Markus Biebricher: Eine vitalisierende Mischung aus erwachsenem Motorrad und Spaß­mobil. Der Twin agiert gemessen an Hubraum und Leistung erstaunlich druckvoll. Ein kultivierter Unterhaltungskünstler der fahrwerksmäßig den Spagat zwischen spielerischem Handling und Stabilität schafft. Trotz kompakter Abmessungen kommen auch große Fahrer gut klar, Langstrecken werden schmerzfrei absolviert. Für mich das beste, universellste Mittelklasse-Bike.
Markus Biebricher: Eine vitalisierende Mischung aus erwachsenem Motorrad und Spaß­mobil. Der Twin agiert gemessen an Hubraum und Leistung erstaunlich druckvoll. Ein kultivierter Unterhaltungskünstler der fahrwerksmäßig den Spagat zwischen spielerischem Handling und Stabilität schafft. Trotz kompakter Abmessungen kommen auch große Fahrer gut klar, Langstrecken werden schmerzfrei absolviert. Für mich das beste, universellste Mittelklasse-Bike.

"Dieser Motor in einer leichten Reiseenduro"

Eine vitalisierende Mischung aus erwachsenem Motorrad und Spaß­mobil. Der Twin agiert gemessen an Hubraum und Leistung erstaunlich druckvoll. Ein kultivierter Unterhaltungskünstler der fahrwerksmäßig den Spagat zwischen spielerischem Handling und Stabilität schafft. Trotz kompakter Abmessungen kommen auf der Yamaha MT-07 auch große Fahrer gut klar, Langstrecken werden schmerzfrei absolviert. Für mich das beste, universellste Mittelklasse-Bike. 

Foto: Gargolov
Peter Mayer: „Das verlässliche Entlein.“ So 
ti­telte MOTORRAD vor einigen Jahren die makellose Dauertest-Abschlussbilanz der ­Suzuki Gladius. Und wetten, dass wir uns Ende nächsten Jahres einen ähnlichen 
Slogan für die MT-07 überlegen dürfen? Denn bisher hat dieser Dauertest einmal mehr bewiesen, was ich an japanischer Technik schon immer bewundere: Sie funktioniert und ist zuverlässig. Auch das gehört zum Fahrspaß.
Peter Mayer: „Das verlässliche Entlein.“ So ti­telte MOTORRAD vor einigen Jahren die makellose Dauertest-Abschlussbilanz der ­Suzuki Gladius. Und wetten, dass wir uns Ende nächsten Jahres einen ähnlichen Slogan für die MT-07 überlegen dürfen? Denn bisher hat dieser Dauertest einmal mehr bewiesen, was ich an japanischer Technik schon immer bewundere: Sie funktioniert und ist zuverlässig. Auch das gehört zum Fahrspaß.

"Die MT-07 – das verlässliche Entlein"

"Das verlässliche Entlein." So ti­telte MOTORRAD vor einigen Jahren die makellose Dauertest-Abschlussbilanz der ­Suzuki Gladius. Und wetten, dass wir uns Ende nächsten Jahres einen ähnlichen Slogan für die Yamaha MT-07 überlegen dürfen? Denn bisher hat dieser Dauertest einmal mehr bewiesen, was ich an japanischer Technik schon immer bewundere: Sie funktioniert und ist zuverlässig. Auch das gehört zum Fahrspaß. 

Foto: markus-jahn.com
Andreas Bildl:
Das ist der Stoff, aus dem vergnügliche Ausfahrten gemacht werden. Ausreichend Leistung, geringes Gewicht, leichtfüßiges Fahrverhalten. Motorradfahren kann so easy sein. Dieser kleine Spaßbringer macht dir den Kopf frei. Und dann ist er auch noch sparsam und zuverlässig. Dass bei den Federelementen der Rotstift etwas zu arg gewütet hat, verzeihe ich da gerne. Die MT-07 bietet verdammt viel Motorrad fürs Geld.
Andreas Bildl: Das ist der Stoff, aus dem vergnügliche Ausfahrten gemacht werden. Ausreichend Leistung, geringes Gewicht, leichtfüßiges Fahrverhalten. Motorradfahren kann so easy sein. Dieser kleine Spaßbringer macht dir den Kopf frei. Und dann ist er auch noch sparsam und zuverlässig. Dass bei den Federelementen der Rotstift etwas zu arg gewütet hat, verzeihe ich da gerne. Die MT-07 bietet verdammt viel Motorrad fürs Geld.

"So easy kann Motorradfahren sein"

Das ist der stoff, aus dem vergnügliche Ausfahrten gemacht werden. Ausreichend Leistung, geringes Gewicht, leichtfüßiges Fahrverhalten. Motorradfahren kann so easy sein. Dieser kleine Spaßbringer macht dir den Kopf frei. Und dann ist er auch noch sparsam und zuverlässig. Dass bei den Federelementen der Rotstift etwas zu arg gewütet hat, verzeihe ich da gerne. Die Yamaha MT-07 bietet verdammt viel Motorrad fürs Geld.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel