Erschienen in: 08/ 2008 MOTORRAD

Dauertester: Harley-Davidson Road King

Dauertest-Zwischenbilanz

Über 30000 Kilometer lief die Harley Road King zuverlässig und störungsfrei, sah die Werkstatt nur zu den obligatorischen Inspektionen – bis es plötzlich fast zum vorzeitigen Ende des Dauertests gekommen wäre.

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Stattliche Erscheinung. Bereits im Serientrimm wiegt die Harley-Davidson Road King 349 Kilo.  

Foto: Bilski  

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aus MOTORRAD 08/2008
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Es ist Mittwoch, der 27. Feb-ruar 2008. Mit etwa 130 km/h rauscht die Road King einem Termin in Dortmund entgegen, als auf der A5 zwischen Kreuz Walldorf und Heidelberg der Fahrer, ein gebürtiger Ruhrpöttler, jäh aus seinen Gedanken an Currywurst und Pommes in der alten Heimat gerissen wird. Ein ausgewachsenes Wildschwein hetzt aus dem nahe gelegenen Wald auf die Fahrbahn, nimmt Kurs auf die Dauertest-Harley. Der Crash scheint unabwendbar, wenn jetzt nicht noch ein Wunder geschieht. Der Fahrer spannt all seine Kräfte an, erwartet mit jeder Faser seiner Muskeln den drohenden Aufprall – bis das Vieh in allerletzter Sekunde einen Haken schlägt und, statt vors Vorderrad zu laufen, nur leicht das rechte Hosenbein und den Seitenkoffer streift. Auf den Schubser reagiert die schwere Harley lediglich mit einem leichten Schlenker, um dann unbeirrt gen Norden weiterzurollen. Dem Fahrer dagegen ist noch für einige Kilometer flau im Magen.


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Glück – oder vielleicht besser Schwein gehabt. Und das gilt nicht nur für das Borstentier und den Fahrer, auch die Road King hätte einen Zusammenprall nicht unbeschadet überstanden. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem sie schon an die 33000 Kilometer präzise und zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk abgespult hatte. Tanken, Öl kontrollieren, sonst nichts. Einfach nur fahren – tagein, tagaus. Viermal hat sie die Werkstatt gesehen, aber nur, weil alle 8000 Kilometer eine Inspektion anfällt. Eigentlich eine überschaubare Arbeit bei einem so simpel aufgebauten, luftgekühlten Aggregat mit Hydrostößeln. Trotzdem kostet eine Road-King-Inspektion im Schnitt zwischen 280 und 300 Euro. 20 Euro könnte man sich bei manchem Check sparen, da laut Rechnung auch jedes Mal die Bremsflüssigkeit getauscht wurde. Eine sicherlich gut gemeinte, aber übertrieben fürsorgliche Maßnahme, die nur gerecht-fertigt ist, wenn ein Motorrad lediglich wenige tausend Kilometer im Jahr bewegt wird und die Bremsflüssigkeit deshalb aus Alterungsgründen getauscht gehört.

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27.03.2008 |  Artikel drucken | Senden | Kommentar

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