Ducati nimmt Stellung...

...zu den immer wieder auftretenden Elektronikproblemen an der 999.
Wir wollen hier nichts beschönigen. Es gab, speziell bei den ersten Modellen, für uns unvorhersehbare Probleme mit der Elektronik. Das liegt sicher auch daran, dass Ducati bei der 999 als erster Hersteller auf die moderne Datenbus-Technik setzte. Das hätten wir vielleicht besser den anderen überlassen sollen. Aber wie dem auch sei: In dieser Hinsicht mussten wir einen Lernprozess durchmachen, der mittlerweile längst abgeschlossen ist. Das gilt im Übrigen ebenso für unsere Händler, die gemeinsam
mit uns neue Erfahrungen sammeln mussten. Selbstverständlich wurden die Defekte, die
in dieser Hinsicht auftraten, im Rahmen der
Garantie oder auf Kulanz behoben.

...zu den Vibrationsrissen im Rahmenheck.
Anfang 2004 haben wir das Rahmenheck konstruktiv geändert, beschädigte Hecks wurden auf Garantie ersetzt. Ab dem geänderten Rahmenheck sind uns keine derartigen Probleme mehr bekannt.

...zu den immer wieder auftretenden Problemen an den Zündspulen.
Auch hier haben wir kurzfristig reagiert. Die aufgetretenen Probleme lagen darin begründet, dass die Anschlussstecker direkt an den
Zündspulen positioniert waren. Dies wurde
zum Modelljahr 2004 geändert.

...zu den häufig auftretenden Startschwierigkeiten.
Zunächst einmal: Natürlich wollen wir die Batteriegröße bei einem Sportmotorrad im überschaubaren Rahmen halten, und das ist uns auch gelungen. Es gab allerdings eine Charge Batterien von einem bestimmten Zulieferer,
bei dem die Spannung beim Starten in un-
günstigen Fällen unter 9,3 Volt fiel. Ab diesem Wert setzt das Steuergerät des Motormanagements aus, das Motorrad springt nicht an.
Betroffene Batterien wurden ersetzt, danach traten diese Probleme nicht mehr auf.

...zu der verschlissenen Kupplung.
Die deutlichen Rattermarken sind sicher eine Folge davon, dass die Kupplungsscheiben und Federn schon weit über ihre Verschleißgrenze hinaus sind. Sie hätten ohnehin schon lange getauscht werden müssen. Eigentlich macht
es uns stolz, dass eine Ducati-Kupplung trotz intensiver Beanspruchung über 50000 Kilometern hält.

...zu den verschlissenen Ventilsitzen.
Bei einem High-Performance-Motorrad wie
unserer 999 ist dies nach einer Laufleistung von 50000 Kilometern sicher mehr als akzeptabel. Eine Überarbeitung würde sich jetzt
aber aufgrund des ohnehin zerlegten Motors empfehlen.

...zum konischen Verschleiß der Ventilschäfte.
Auch hier gilt: Im Rahmen der Überarbeitung der Ventilsitze würde sich eine Erneuerung der Ventile anbieten.

...zum Riss am hinteren Krümmer.
Wir kennen keinen vergleichbaren Fall.
...zu den verschlissenen Pleuellagern.
Das ist angesichts der Laufleistung ebenfalls
ein akzeptables Verschleißbild, das wir außerdem
für unbedenklich halten.

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