Lesererfahrungen

Auf 15800 kilometern hat mich die ZZR 1400 nie im Stich gelassen. Dabei habe ich das Motorrad meistens am Limit bewegt. Was mich besonders gestört hat, war der miese Durchzug bei niedrigen Drehzahlen. Ich war schon so weit, dass ich das Bike wieder verkaufen wollte. Aber nach dem Bericht in MOTORRAD 12/2007 habe ich beim Braunschweiger Händler Popko einen Powercomander plus Gangentsperrung gekauft, dazu noch eine BOS-Auspuff-Anlage (Vier-in-zwei mit Kat). Nun erkannte ich mein Motorrad nicht mehr wieder, die ZZR 1400 ging aus den Spitzkehren wie eine Furie. Den Erfolg merkt man vor allem, wenn man mit Sozius ab 2000/min herausbeschleunigt.
Richard Felbermeier

Meine Kawa wurde nach 12115 Kilometern nach unverschuldetem Unfall mit Rahmenbruch verschrottet. Während der gesamten Laufzeit war die ZZR überaus zuverlässig. Der Verbrauch lag je nach Fahrweise zwischen 5,6 und 8,5 Liter, im Schnitt bei 6,4 Liter. Fahrwerk und ABS-Bremsen sind das Beste, was ich in 25 Jahren aktiver Motorradzeit erlebt habe. Mit dem abnehmbaren Kofferträgersystem von SW-Motec und Givi-Koffern Keyless (45 Liter) sind auch größere Touren kein Problem. Doch für Verdruss sorgen die damit erzielte Fahrzeugbreite und zu geringe Zuladung. Bezüglich der unharmonischen Motorcharakteristik bin ich überhaupt nicht zufrieden, doch leider sah sich Kawasaki zu einer Nachbesserung nicht in der Lage. Nur mit besserer Beschleunigung von unten heraus (Modell 2008?) kommt für mich die ZZR wieder in Frage.
Hans-Jörg Kern

Als überzeugter Kawasaki-fahrer schaffte ich mir im März 2006 nach einer Z 1000 und drei ZZR 1100 die 1400er an. Kaufgründe waren Optik, hohe Kubikzahl und die Laufruhe des Vierzylinders, weniger die PS-Zahl. Bislang habe ich 12000 problemlose Kilometer ohne messbaren Ölverbrauch zurückgelegt. Zugegebenermaßen erwartet man, dass eine 1400er unter 5000/min heftiger zur Sache geht. Darüber aber entfacht die ZZR ein Feuerwerk. Kompliziert ist es, die Kette zu schmieren.
Thorsten Gerlof

Ich habe mit meiner ZZR schon 30000 kilometer abgespult. Das Fahrwerk ist sehr gut, enorm spurstabil und für einen Sporttourer sehr wendig, auch in engen Kehren. Ich bin sehr viel in den Bergen unterwegs. Deshalb empfand ich die fehlende Leistung im unteren Drehzahlbereich als sehr störend. Durch eine Änderung im Motormanagement hängt die ZZR nun auch schon im unteren Drehzahlbereich gut am Gas. Meine Frau ist als Sozia auf über 10000 Kilometern mit ihrer Sitzposition sehr zufrieden.Bernd Leonhardt

Die dunkle Seite des Mopeds ist der Motor. »Die stärkste 600er aller Zeiten.« Bin mit meiner ZZR 1200 viel schaltfauler gefahren. Die hellen Seiten sind Handling, Fahrwerk, lockere, leicht sportliche Sitzhaltung. Der Motor läuft Kawa-untypisch ruhig, röchelt aber schön aus der Airbox. Dem Federbein fehlt eine hydraulische Vorspannung, vor allem für Soziusbetrieb. Kratzen solo meist nur die Rasten, schleifen mit zwei Personen Hauptständer, Auspuffschelle und Verkleidung. Abhilfe schafft eine Heckhöherlegung um 20 Millimeter und die Feder 2,5 Millimeter über maximal vorgespannt. Zug- und Druckstufe hinten eine viertel Umdrehung offen, vorne eine halbe mehr zu als Serie, dann liegt die Kawa solo recht straff und super zu zweit. Ansonsten ein tolles Moped, mit guter Ausstattung, akzep­tablem Verbrauch (6 bis 7,5 Liter/100 km) und ordentlichem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Oliver Schimitzek

Die ZZR überzeugt durch »cremige« handlichkeit, ist zielgenau und unerschütterlich stabil bei jedem Tempo. Die sportlich-entspannte Sitzposition und der gute Windschutz der (leider sehr lauten) Tourenscheibe von MRA sorgen für exzellente Reise- und Langstreckentauglichkeit. Die Bridgestone BT 014 harmonieren gut mit der ZZR. Der Metzeler Roadtec Z6 hält zwar viel länger, hat aber einige Nachteile: schlechteres Handling, Shimmy und leichte Instabilität bei höherem Tempo. Auch bei meiner ZZR rubbeln die vorderen Bremsscheiben. Sonst keinerlei Zwischenfälle. Mit den richtigen Reifen ein Traummotorrad! Würd’ ich sofort wieder kaufen!
Jens-Christof Harder

Die ZZR lässt sich leicht handeln, bietet immer genug Druck, läuft bisher ohne größere Technikprobleme. Positiv: feines Getriebe, gutes Fahrwerk. Ein Spaßgerät für Leute über 100 Kilogramm und 180 Zentimeter Größe. Wirklicher Fahrspaß, selbst bei Trainings auf der Nordschleife ist man immer souverän unterwegs. Zielgenaues Anbremsen, sehr gut abgestimmtes ABS sowie feines Einlenken und sattes Rausbeschleunigen. Negativ: Soziuskomfort auf längeren Strecken eingeschränkt, bei 6100 von bislang 8500 Kilometern sechs der acht Krümmerschrauben verloren. Ärgerlich: zu geringe Bodenfreiheit. Verkleidung setzt auf, wenn man zügig über Serpentinenstraßen fegt.
F. Kunze

Nach 6500 Kilometern sind Noch die ersten Reifen drauf. Die erste Inspektion hat mit Öl und Ölfilter 140 Euro gekostet. Danach habe ich festgestellt, dass Öl aus der Ventildeckeldichtung lief. Kawa liefert mittlerweile verbesserte Teile. Der Motor hat im unteren Bereich wenig Leistung. Bei Regen ist das eine schöne Sache, da man von den 190 PS nicht überrascht wird. Auf der Landstraße und Autobahn ist der Vierzylinder eine Wucht. Im fünften Gang zwischen 2000 und 3000/min ist ein Tickern zu hören, das ich auf die Ventile geschoben habe. Bei der Inspektion vermuteten sie als Ursache die Einspritzdüsen oder die Drosselklappen. Kawasaki Deutschland riet mir, Super Plus zu tanken. Danach waren die Geräusche tatsächlich weg. Das Getriebe heult, als sei etwas zu viel Spiel zwischen den Zahnrädern.Michael Kapahnke

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