Lesererfahrungen

Ich habe aktuell auf meiner Buell XB12S, Baujahr 2004, 53821 Kilometer – es wären mehr, wenn ich die Zeit dazu hätte.
Bei zirka 15000 Kilometern war die Hupe abvibriert, auf Garantie ersetzt. Außerplanmässig wurde vorsorglich das Ölpumpenritzel ersetzt, da es bereits starke Laufspuren aufwies (Kilometer 18000, Garantie). Bei 22000 Kilometer gab es einen minimalen Ölaustritt an der Schaltwelle – der Simmerring wurde auf Garantie getauscht. Bei 31800 Kilometern zog die Werkstatt die Verschraubungen der
Ölleitung an der Ölpumpe nach, da sie sich gelockert hatten –
auf Kulanz. Der Belt hielt, wurde bei 40000 Kilometern im Rahmen des Service getauscht. Ölverbrauch nach wie vor nicht messbar.
Generelles Problem der XB sind die korrosionsanfälligen Schrauben und schlecht verlegte Kabel, die schnell mal angescheuert sind. Ich fahre jetzt seit 27 Jahren Motorrad – vom Ein- bis zum Sechszylinder, Zwei- und Viertakter – aber die XB ist das Motorrad, das mir bislang am meisten Spaß beim Fahren bereitet hat.
Thomas Wanner
Ich fahre seit April 2006 eine Buell XB12Ss, Tachostand derzeit rund 11500 Kilometer. Es wurden in diesem Zeitraum
zwei Inspektionen durchgeführt und abgefahrene Reifen gewechselt. Außerdem gab es einige Kleinigkeiten, wie zum Beispiel zweimal eine defekte Kennzeichenbeleuchtung. Da
ist der Kunststoff einfach zerbröselt und abgefallen, total spröde. Die Qualität des Auspuffmaterials ist schlecht,
man kann zuschauen, wie er verrostet. Ich habe ihn durch einen Edelstahlauspuff der Firma HSA ersetzt. Alles andere lief bis jetzt tadellos.
Andreas Woller
Ich habe die XB12S im April 2005 gekauft, bin seither etwa 12500 Kilometer gefahren. Tankrucksack drauf, und einer Woche Italien steht nichts mehr im Weg. Sieben Tage, 2300 Kilometer. Vier Tage Südfrankreich, 1900 Kilometer. Auch Tagestouren von 700 Kilometer sind gut zu bewältigen. Das Motorrad ist der absolute Traum. Und die 12S läuft absolut zuverlässig. Davon abgesehen habe ich sehr großes Vertrauen
in die Maschine. Der Spritverbrauch liegt zwischen 4,5 und sieben Litern. Ich tanke immer 100-Oktan-Treibstoff. Mit der Originalbereifung war ich abgesehen vom Verschleiß recht zufrieden. Zurzeit sind Metzeler Roadtec Z6 drauf, bei denen ich
bis auf Weiteres bleiben werde.
Mit meiner Werkstatt und Harley Deutschland bin ich höchst zufrieden. Nachteile sind der etwas zu kleine Tank und die happigen Werkstattpreise.
Bernd Kneer
Ich habe mir die Buell XB12S zu meinem 24. Geburtstag geschenkt. Und siehe da, keine Sekunde Anlass zur Reue! Seit 35000 Kilometern ist sie ein treuer Begleiter durch Alpen, Jura und Schwarzwald, sogar mit Sozia (hatte anschließend steinharten Hintern). Sound und Fahrleistung meißeln mir ein Grinsen ins Gesicht. Das unvergleichliche Fahrerlebnis und die immer wieder fragenden Blicke von Passanten und Bikern sind unbezahlbar.
Einfach ein geiles Bike. Was stört, ist die Gammelei am Auspuff und der noch verschmerzbare Ölkonsum. Aber wie sagen wir Schweizer: »Eis hämmer no emmer gno!!« Wer gut für sie sorgt, wird auch lange Freude haben. Danke, Erik!
Andre Stirnemann
Nach 25 Jahren Motorraderfahrung auf den verschie-densten Mopeds, davon die letzten beiden Jahre und zirka
20000 Kilometer auf Buell XB12R, kann ich nur sagen: Es hat
noch nie so viel Spaß gemacht! Natürlich kommt es darauf an, was man will. Reisen mit viel Gepäck und lange Strecken oder Powerbike mit Leistung ohne Ende. Sorry, falsches Moped.
Aber wenn man nach Feierabend mal eben eine Tankfüllung
lang winkelige Strecken im Sauerland flott auf der Drehmoment-
kurve abreiten will, dann hat man danach noch für Stunden
ein Grinsen im Gesicht. Auch auf der Rennstrecke bietet dieses Motorradkonzept durchaus seine Reize.
Zubehörauspuffanlagen sind eher für die Optik (der Originaltopf gammelt bekanntermaßen schnell) und den verbesserungs-
würdigen Sound. Korrosion ist leider überhaupt ein Thema, bei sämtlichen Verschraubungen wünscht man sich doch
mehr Qualität. Den von Euch oft bemängelten Lüfter bekommt man mit einem vergrößerten rechten Lufteinlass, selbst bei hohen Außentemperaturen und flotter Gangart, fast gänzlich zum Schweigen. Aufgetretene Mängel bei
einer Laufleistung von zirka 20000 Kilometern: defektes Lenkkopflager bei 15000 Kilometer, abgerissene Krümmerstehbolzen am vorderen Zylinder bei 17000 Kilometer, außerdem ein defektes vorderes Radlager. Ferner kann
man eine Menge Geld sparen, indem man auf Verschleißteile aus dem Zubehörmarkt zurückgreift. Zum Beispiel:
vordere Bremsbeläge original 115 Euro, Lucas oder EBC
35 Euro (und die sind auch noch besser).
Martin Saure
Ich bin seit Frühjahr Besitzer einer XB12Ss.
Nach dem Einfahren tauschte ich die Dunlop-Reifen gegen Michelin Pilot Power. Dann ging’s erst mal in die französischen Seealpen. Nach zirka 3500 Kilometern wurde umgerüstet auf Metzeler Roadtec Z6. Den hinteren ersetzte ich dann nach zirka 5500 Kilometern durch den neuen Z3. Jetziger Kilometerstand 10500 Kilometer. Das Mopped braucht trotz zügiger Fahrweise nur sechs Liter auf 100
Kilometer. Reparaturen
bis jetzt keine, nur am Anfang ging der Motor öfters einfach mal aus. Nach dem Entfernen des ominösen weißen Kabels war die Störung behoben. Mitte der Saison habe ich umgerüstet auf HSA-Auspuff und Rizoma-Lenker. Die Buell macht sehr viel Spaß beim Fahren, zumindest auf der Landstraße. Den Kauf habe ich noch
keine Sekunde bereut.
Hubert Hock,
Karlstein am Main

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