Lesererfahrungen

Seit Juni 2001 bin ich stolzer GSX-R-Besitzer. Selbst die Einfahrzeit hat totalen Spaß gemacht. Doch nach 3000 Kilometern fing der Motor zu bocken an, ging bei extremem Gaswechsel einfach aus oder fiel beim Beschleunigen in den Drehzahlkeller. Diagnose des Händlers: Dreck im Tank. Was sich als Blödsinn herausstellte, der Fehler war nicht behoben. Wieder in die Werkstatt und ein bisschen auf den Tisch geklopft. Dank der Techniker von Suzuki Deutschland hatte man das Problem anderntags im Griff: ein defekter Drosselklappensensor, der anstandslos auf Garantie ersetzt wurde.Uwe Barth, ArnsbergOhne sie überhaupt einmal gesehen zu haben, bestellte ich die GSX-R 1000 kurz nach meinem 20. Geburtstag. Endlich richtig Leistung! Einwandfrei beherrschbar. Die einzigen Mankos sind eine bei höheren Temperaturen extrem rupfende Kupplung, die aber auf Garantie repariert werden soll, und eine Handlingschwäche in schnellen Wechselkurven.Martin Kaiser, HammelburgErstzulassung Januar 2001. Im April dann die ersten Runden auf der Nordschleife. Die Qualitäten, die sich auf der Landstraße angedeutet hatten, kamen nun vollends zur Geltung: Der Motor hat Druck in allen Lagen, das Fahrwerk kommt mit der Buckelpiste gut zurecht, nur die Bremsen fühlen sich etwas stumpf an. Leider schien meine Maschine auch jemand anderem zu gefallen. Am 24. Mai wurde sie geklaut. Doch ich musste so schnell wie möglich eine Neue haben. Anfang Juni war sie da und kurz darauf die passende Reifenpaarung: Metzeler Rennsport.Roman Schelhas, EssenBereits 30 Minuten, nachdem ich meine GSX-R gekauft hatte, machte ich die erste leidige Erfahrung: Der Motor starb beim Wenden einfach ab, und die Maschine ging stumpf zu Boden. Nicht zufrieden bin ich mit den Serienreifen, auf der Rennstrecke driften die Bridgestones brachial weg, und bei Kälte greifen sie so gut wie gar nicht, was im Dezember zu meinem zweiten Sturz führte. Abgesehen davon ist die GSX-R ein Motorrad zum Verlieben, handlich, sportlich, zuverlässig. Mit Tankrucksack (zum Abstützen) und Sohnemann hintendrauf lässt sich auch mal bei 80 km/h die Landschaft genießen.Uwe Lebefromm, MannheimIch benutze das Motorrad ausschließlich für Rennen und Renntrainings. Pluspunkte: Der Motor hat richtig Qualm. Negativ-Erfahrungen: Zylinderkopfdichtung musste einmal erneuert werden; Drosselklappensensor verstellt; Schraube an der Schaltwalze gelöst. Letzteres besonders ärgerlich, weil es im Rennen passierte, beim Versuch bei 240 km/h runterzuschalten und nur der Ritt durchs Kiesbett die Situation retten konnte. Weitere Mankos: Lenkerschlagen; serienmäßige Fußrastenposition für mich (1,90 Meter) nicht fahrbar. Abhilfemaßnahmen: lineare Gabelfedern und Superstock-Abstimmung von Wilbers; Fußrastenanlage von Lucas. Eigentlich lächerlich bei so vielen Minuspunkten von Zufriedenheit zu sprechen, trotzdem habe ich den Kauf nicht bereut.Stefan Solterbeck, JevenstedtDas Ding fährt super, allerdings macht die Kupplung beim Anfahren manchmal ein furchtbares Geräusch und greift dann nicht richtig. Das Fahrwerk ist für die Landstraße perfekt, doch auf der Rennstrecke geht die Gabel auf Block, während das Hinterrad derart stempelt, dass ich schon mal die Notbremse ins Kiesbett nehmen musste. Die Originalbereifung ist bei Trockenheit hervorragend, bei Nässe aber rutschte mir das Vorderrad bereits zweimal schlagartig weg. Dennoch ist die GSX-R das beste Motorrad, das ich in den letzten 25 Jahren gefahren habe.Peter Weller, Mainburg

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