Lesererfahrungen

Am 17. März habe ich eine neue F 650 GS übernommen, und am gleichen Tag musste ich bereits reklamieren.Die gesamte Verkleidung war schief aufgesetzt, der linke Blinker ist zirka. einen Zentimeter niedriger als der rechte. Außerdem war der Rahmen an den Gabelholmen rostig.Bei der ersten Inspektion wurde der Rost mit Tupflack beseitigt, an den Spaltmaßen und dem schiefen Vorbau konnte laut BMW nichts gemacht werden. Im Mai reklamierte ich dann insgesamt sechs Roststellen am Hauptrahmen. Hier möchte ich anmerken, dass die Maschine in einer beheizten Werkstatt steht und in der Regel nur bei gutem Wetter gefahren wird.Eine so schlecht verarbeitete Maschine, die zudem vom ersten Tag an rostet, habe ich noch nicht erlebt. Zudem hat die GS im beladenen Zustand auf Rollsplitt und bei Spurrillen auf der Autobahn eine Pendelneigung, die ich von anderen Motorrädern her nicht kenne. Ich bin 39 Jahre alt und fahre seit 21 Jahren Motorrad, und mein Fazit lautet: nie wieder BMW!Dieter Grunert, DortmundNach zwei BMW-Boxern und einer Moto Guzzi Le Mans III kaufte ich mir nach zehn Jahren Moped-Abstinenz im April 2001 die kleine GS zum Wiedereinstieg. Die niedrige Sitzhöhe, eine entspannte Sitzposition, spielerisches Handling und der laufruhige Motor begeistern immer wieder. Der Verbrauch lag nie über fünf Litern auf 100 Kilometer. Selbst mit zwei Personen und Gepäck bei strammer Landstrassenfahrt war bei 4,9 l/100km Schluss.Nachträglich habe ich noch einen Kohlefaser-Kotflügel von Wunderlich über dem Vorderrad montiert, um den aufsteigenden Wassermassen bei Regenfahrten Herr zu werden. Eine sehr nette, aber auch kritische Fan-Gemeinde gibt’s im Internet unter www.f650-forum.de.Peter Kilian, FrechenIm Februar dieses Jahres habe ich bei einem Händler eine zehn Monate alte F 650 GS Dakar mit einer Kilometerleistung von 1400 Kilometern gekauft und bin seither gut 8000 km gefahren.Lediglich die ab etwa 100 km/h auftretenden Windgeräusche finde ich störend. Das Fahrwerk der Dakar ist für Landstraßen aller Art optimal abgestimmt und auch bei Urlaubsfahrten mit Gepäck nicht überfordert. Bei Kilometer 6400 wurde der Kühler an der oberen linken Befestigungslasche undicht. Da die einjährige Garantie bereits abgelaufen war, habe ich einen Kulanzantrag stellen müssen. BMW hat den neuen Kühler und die Hälfte des Arbeitslohns übernommen, so dass ich mit 150 Mark Reparaturkosten davongekommen bin.Mein Fazit: Die Dakar ist das beste Motorrad, das ich je besessen habe.Michael Mergner, BeckumBis jetzt war ich 6030 Kilometer mit der GS unterwegs. Nie ein Problem. Handlich ohne Ende. Zuverlässig wie nur was. Das Koffersystem ist tadellos. Viel Platz und gar nicht windempfindlich. Die 50 PS reichen voll aus, ab 2500 Umdrehungen geht die Post ab. Auf der Autobahn nervt der mangelnde Windschutz ein wenig, was an meinen 1,87 Metern Körpergröße liegen könnte.Thomas Brandies, Tübingen 15000 Kilometer habe ich bei jedem Wetter zurückgelegt und kann als »Sonnenseiten« der kleinen BMW die exzellente Straßenlage, den tollen Durchzug und einen niedrigen Verbrauch sowie ihr ABS und das perfekte Gepäcksystem aufführen.Alles tritt aber in den Hintergrund, wenn mein Motorrad oft in der Werkstatt steht und ich in den Sommermonaten Anmeldefristen von drei Wochen (BMW Niederlassung München) in Kauf nehmen muss. Zudem sind die »Schattenseiten« zahlreich: Heizgriff defekt - Garantie. Bei der 10000-Kilometer-Inspektion wurden zwar nur die hinteren Bremsklötze getauscht, der Kostenpunkt lag jedoch bei 500 Mark! Der Kühler leckte - Garantie. Nach 16000 Kilometern war die Kette verschlissen und der Motor starb oft ab. Daraufhin wurde die Elektronik neu eingestellt sowie eine neue Kette montiert: 480 Mark.Im Augenblick, zwei Monate nach Ablauf der Garantie, steht mein Motorrad mit defektem Radlager hinten und Ölverlust am Motor in der Werkstatt. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass die F 650 GS nicht für 17000 Kilometer pro Jahr geschaffen ist.Philipp Yu, PfaffenhofenDas Handling der GS finde ich super. Sie ist vielseitig und vor allem total bequem. Leider lässt die Verarbeitung an manchen Stellen zu wünschen übrig, das ist gar nicht bayrisch und sehr schade. Weiterempfehlen kann ich sie jedem. Besonders das Koffersystem bekommt ein großes Lob.Britta Kaiser, TammIch fahre meine kleine GS jetzt seit über einem Jahr und bin sehr zufrieden. Schalten muss ich allerdings oft, untertourig will sie nicht gefahren werden. Auf einer Slowenien-Tour passierte es dann: Meine GS ließ sich nicht mehr abstellen. Der Schlüssel war abgezogen, die Sicherung draußen, aber sie wollte immer wieder anspringen. Später erfuhr ich zu Hause von dem Rückruf wegen des Relais für den Anlasser.Der Verbrauch ist Klasse, 320 Kilometer weit komme ich auf jeden Fall. Das Aufbocken auf den Hauptständer ist für mich allerdings ein Kraftakt. Ilona Lobinger, PassauEnde 2000 wurde meine F 650 GS, eine der ersten tiefergelegten in der Schweiz, geliefert. Bis Mitte August 2001 bin ich 17000 Kilometer gefahren. Bei meiner Grösse von 1,60 Metern ist die F 650 GS ideal, allerdings braucht die Maschine zusätzlich eine Vorderradabdeckung, da man sonst bei nasser Fahrbahn schnell aussieht wie ein Motocross-Fahrer. Zudem habe ich Handprotektoren und die hohe Scheibe der Dakar montiert. Leider sind bei meiner GS zwei Schäden aufgetreten. Bei Kilometerstand 14000 war die Dichtung der Wasserpumpe defekt, wurde aber auf Kulanz getauscht. 1000 Kilometer später ging der Kühler kaputt und wurde auch kostenfrei repariert.Andrea Höch, Greppen CHMeine zwiespältigen Erfahrungen mit der BMW begannen im Juni 2000. Schon im Neuzustand lief der Motor nicht richtig, ging immer wieder aus. Infolge dessen wurde insgesamt viermal die Motorsoftware getauscht, bis der Single einigermaßen lief. Bei Kilometer 2800 waren die Diodenrelais für den Anlasser dran. Darauf folgte die Rückrufaktion wegen der Hinterradschwinge. 400 Kilometer später war so viel Benzin im Öl, dass der Öltank während der Fahrt überlief. Bei BMW wurde der Motor untersucht. Kein Ergebnis. Dann im Juni die erste große Tour. Zwei Tage lief alles problemlos, bis in Italien drei Vorderradspeichen brachen. Eine Acht im Vorderrad sowie das Ausfallen des ABS, des Tacho und des Kilometerzählers waren die Folge. Bei Kilometerstand 5487 wurde das Vorderrad getauscht. 500 Kilometer später verabschiedeten sich erneut vier Speichen. Es folgte ein Austausch der vorderen Felge. Instrumententräger, Cockpit und Anbauteile lassen sich auch bei neuer Montage nicht gerade anbauen. In zehn Monaten musste die GS zirka zehnmal außerplanmäßig in die Werkstatt.Jürgen Wieser, Bietigheim

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote