Lesererfahrungen

Rundum zufrieden wären die R1-Fahrer mit ihrem Motorrad, wenn da nicht das laute und störrische Getriebe wäre. Motor und Fahrwerk jedenfalls bekommen immer wieder Höchstnoten.

Mit meiner im April 1998 zugelassenen R1 bin ich bis heute 10 000 Kilometer gefahren. Der Verbrauch lag zwischen fünfeinhalb und acht Litern. Bei viel schneller Autobahnfahrt mußte Öl nachgefüllt werden. Nachdem der erste Hinterradreifen nach 3 500 Kilometern hinüber war, wechselte ich auf Pirelli MTR 01/02. Die Folge: genialer Grip in allen Lagen. Nun zum unerfreulichen Teil: Bei 4500 Kilometern brach der Kupplungskorb, der dann nach der Yamaha-Rückrufaktion bei 7500 Kilometern erneut getauscht wurde. Seit ungefähr 9500 Kilometern rutscht die Kupplung. Außerdem wurden drei neue Endschalldämpfer montiert, weil die Karbonhülle eingerissen war. Mein trotzdem zufriedenes Fazit: bärenstarker Motor, super Bremsen, klasse Fahrwerk.Ralf ReinolsmannMein Kaufentscheid zugunsten einer R1 gegenüber der Kawasaki ZX-9R fiel aufgrund der eleganteren Optik und des drehmomentstärkeren Motors. Eure Erfahrungen während der Alpentour (MOTORRAD 11/1998) decken sich exakt mit jenen, die ich während 2500 Kilometern sammelte. Das Stilfser-Joch ist nichts für die R1.Aufgrund der miserablen Lenkerposition habe ich einen Lenker von RayRoTech und eine Spoilerscheibe von MRA nachgerüstet. So haben sich Sitzposition und Windschutz - wenn man das so nennen will - deutlich verbessert. Davon kann leider beim Getriebe keine Rede sein. Auch nach 10 500 Kilometern kracht es in der Schaltbox, als würde sie jeden Augenblick auseinanderfallen. Von diesem Makel abgesehen, bin ich mit der R1 absolut zufrieden. Der Motor ist ein Gedicht, man kann schaltfaul fahren und hat doch jederzeit genug Leistungsreserven.Karl-Heinz KalkhakeNachdem ich bisher der Marke Ducati treu war (900 SS/SL, 748 und zweimal 916), verschlug es mich 1998 zur R1. Mein Fazit: Zum perfekten Motorrad fehlt der R1 eigentlich nur ein vernünftiges Getriebe und - als i-Tüpfelchen - eine Einspritzung. Folglich wäre eine Symbiose aus R1 und 916 genial. Um die R1 vom Fahrwerk einer werksseitig eingestellten 916 anzugleichen, müssen die Federkomponenten annähernd am Maximum der Einstellmöglichkeiten justiert werden. Wolfgang MeierMeine Erfahrungen mit der R1: Der Motor ist phantastisch, er bietet Power in allen Lebenslagen und läuft dabei sehr vibrationsarm. Das Fahrwerk ist dieser Leistung absolut gewachsen. Schnelle Kurven und Autobahn sind das richtige Metier für die R1, während sie in engen Kurven unhandlich und störrisch ist. Die tiefen Lenkerstummel sind bei längeren Touren eine Zumutung. Alles in allem ist die R1 ein empfehlenswertes Motorrad, dass man mit diversen Umbauten (Lenker, Lenkungsdämpfer, Reifen) noch optimieren kann.Erwin RohdeIch habe meine R1 im Juli 1998 gekauft und bin bis heute knapp 5000 Kilometer gefahren. Begeistert bin ich von dem hervorragenden Motor und dem wirklich traumhaften Handling. Schade ist nur, daß der Windschutz ziemlich zu wünschen übrig läßt. Darum werde ich jetzt eine hohe Verkleidungsscheibe montieren. Der Fahrspaß wäre wahrscheinlich noch viel größer, wenn nicht die meisten Männer ihre dummen Sprüche loswerden müßten, nur weil eine Frau R1 fährt.Stefanie LöhleNach fünf verschiedenen Modellen aus der FZR 1000- beziehungsweise YZF 1000-Reihe habe ich bereits seit November 1997 der R1 entgegengefiebert. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Für meinen Fahrstil stellt dieses Motorrad das Nonplusultra dar. Vom ersten Meter an hatte ich absolutes Vertrauen in das Motorrad. Kleine Verbesserungen wie das Anheben des Hecks mittels eines anderen Umlenkhebels und anderer Griffe mit verbesserter Kröpfung (Romero, Betzdorf) sowie einer Spoilerscheibe von MRA machen die R1 alltagstauglicher. Ich habe seit März 1998 rund 7000 Kilometer mit überwiegend zügig-flottem Landstraßentempo zurückgelegt, zeitweise sogar mit Frau oder Sohn als Sozius.Dietmar Kölsch

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