Lesererfahrungen

Fast alle Zuschriften haben den gleichen Tenor: Motor, Fahrwerk und Komfort begeistern, dafür trüben Qualitätsmängel und Pannen das Bild. Nur wenige Leser sind vollkommen zufrieden mit ihrer K 1200 RS.

Wir entschieden uns 1998 für die K 1200 RS, das Super-Motorrad für den sportlichen Tourenfahrer. Um unsere K weiter zu optimieren haben wir sie etwas »maßgeschneidert«. Höhere Lenker-Adapter und niedrigere Fußrasten-Halter von MV (Telefon 0 24 34/92 93 63) erlauben mir und meiner Frau eine bequeme und fahraktive Sitzposition. Ebenfalls von MV stammen die Spiegel der R 1100 S, die ein deutliches größeres Sichtfeld bieten. Unsere K lief bisher absolut problemlos mit Verbrauchswerten von fünf bis sechs Litern auf 100 Kilometer im Zweipersonenbetrieb. Der drehmomentstarke Motor und das spielerische Handling mit Bridgestone-Reifen ist bestechend. Kurz gesagt, BMW ist mit Einschränkungen ein echter Quantensprung im Motorradbau gelungen.Bernd RenneisenWiesbadenInnerhalb von 7300 Kilometern mußte meine K sechsmal in die Werkstatt, zweimal blieb sie ganz liegen. So waren die Standrohre sowie der Kupplungsgeberzylinder undicht, außerdem mußten mehrmals die Lüfter sowie Drosselklappenschalter und Motorsteuergerät getauscht werden. Insgesamt stand die BMW 25 Arbeitstage in der Werkstatt. Nicht behoben werden konnten der rauhe Motorlauf und die mahlenden Getriebegeräusche. Fazit: Wenn wieder BMW, dann erst nach drei Jahren Reifezeit oder eine Maschine vor Baujahr 1975.Karl-Heinz SchumannWuppertalIch habe meine BMW etwas umgebaut, um den Sitzkomfort zu steigern: Am Lenker verwende ich ein hohes Adapterstück, die Fußrasten – von der R 1100 S – stehen in der unteren Position. Den Schalthebel habe ich durch einen einstellbaren Eigenbau ersetzt. Zusammen mit der Sitzbank in oberer Position kann ich jetzt bequem fahren. Der Ölverbrauch beträgt etwa 0,6 Liter auf 1000 Kilometer, der Benzinverbrauch zwischen sechs und acht Litern auf 100 Kilometer.Dipl. Ing. Guntram KindGummersbachObwohl ich mit Motorleistung und Handling meiner RS zufrieden war, habe ich sie nach einem halben Jahr mit 16 000 Kilometern zurückgegeben. Trotz sechsmaliger Reparatur konnte der Ölverlust der Tauchrohre nicht gestoppt werden. Gestört hat mich neben dem hohen Reifenverschleiß, der Bridgestone BT 56 hielt hinten nur 1600 Kilometer, der Metzeler ME Z4 2800 Kilometer, auch der Ölverbrauch von einem halben Liter auf 1000 Kilometer. Insgesamt mußte meine K zehnmal in die Werkstatt.Thomas GreinwaldPollingBisher bin ich mit meiner BMW über 30 000 Kilometer kreuz und quer durch Südafrika gefahren, zum großen Teil mit Sozia. Die K 1200 hat sich dabei als problemlose Reisemaschine erwiesen. Sie braucht etwa 0,2 Liter Öl auf 1000 Kilometer, Reifenwechsel war alle 10 000 Kilometer fällig. Einziger Schaden bisher war Luft im Kupplungssystem.Vincenz BenderRivonia/SüdafrikaDas Fahrwerk und die Motorleistung der K 1200 sind vom Feinsten, mit der Verarbeitung bin ich ebenfalls zufrieden. Die Sitzposition ist allerdings mißlungen: Trotz Ergonomie-Paket bekomme ich auf langen Strecken Nackenkrämpfe, zudem kann ich über den werksseitigen Tankrucksack, wenn er voll bepackt ist kaum hinwegsehen.Hans AnzerDobelNachdem ich einige Jahre K 100 RS fuhr, legte ich mir 1997 nach einem kurzen Intermezzo mit der K 1100 RS die K 1200 RS zu. Schon nach kurzer Zeit mußten das Steuergerät, beide Lüftermotoren und die Standrohre ausgetauscht werden. Bei Kilometerstand 12 000 bekam die K einen neuen Motor, nachdem zuvor mehrere Versuche die starken mechanischen Geräusche zu beseitigen, fehlgeschlagen waren. Auch der Tank mußte wegen Undichtigkeit gewechselt werden. Insgesamt stand das Motorrad mehrere Monate in der Werkstatt. BMW versuchte anfangs, die geschilderten Probleme als »Stand der Technik« hinzustellen. Erst auf Druck von mir und meinem Händler zeigte man sich kulanter. Eigentlich schade, denn Leistungsentfaltung und Fahrwerk sind wirklich begeisternd.Erhard SchweigererTrier

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