Neue Radlager für drei Dauertester Indian Chief Vintage, Suzuki GSX-S 1000 F und Honda Africa Twin

Die Dauertest-Motorräder Indian Chief Vintage, Suzuki GSX-S 1000 F und Honda Africa Twin bekamen neue Radlager.

Die Indian Chief Vintage erwischte es auf der Zielgeraden des MOTORRAD-Dauertests bei Kilometerstand 45.500 am Vorderrad (Foto).

Der Dauertest der Suzuki GSX-S 1000 F ist schon ähnlich weit gediehen. Ihr Zähler zeigte 42.000 km an, als die vorderen Radlager getauscht werden mussten.

Die Honda Africa Twin steht erst kurz nach der Halbzeit, ihre Hinterradlager wurden bei Kilometerstand 32.500 gewechselt.

MOTORRAD-Fuhrparkleiter Tobias Wassermann kommentiert die Häufung der Radlagerdefekte so: "Wir fahren die Motorräder ja bei Wind und Wetter. Eigentlich ist ein Radlager ein geschlossenes System. Aber sobald der Gummi- oder Kunststoffkäfig beschädigt ist und ein winziges Tröpfchen Flüssigkeit reinkommt, ist ein Schaden nicht aufzuhalten."

Und woran merkt man das, Tobi? "Meist hört man ein defektes Radlager zuerst; es wird beim Fahrern mit steigender Geschwindigkeit immer lauter. Dann sollte man das Motorrad so aufbocken oder von einem Helfer so auf dem Seitenständer balancieren lassen, dass man an jedem Rad mal quer zur Laufrichtung kräftig rütteln kann. Wenn sich da was bewegen lässt, ist das Radlager reif für destausch."

Man kann vorsorglich übrigens auch mal wie beschrieben rütteln, wenn man noch keine Geräusche gehört hat.

Testredakteur Jens "Mötö" Möller-Töllner ergänzt: "Vorbeugen kann man, indem man Achse, Lager und Buchsen bei jedem Radwechsel gut fettet. Und dass man nicht volle Lotte mit einem sogenannten Dampfstrahler, also einem Hochdruckreiniger aufs Lager pustet, hat sich hoffentlich bis in die letzte Hinterhofgarage rumgesprochen."

Aber das mit dem Hochdruck ... könnte das vielleicht versehentlich bei uns doch passiert sein? "Ganz sicher nicht!", da ist sich Jens sicher. "Wir haben in unserer Tiefgaragenwerkstatt nämlich gar keinen Dampfstrahler und keinen Hochdruckreiniger sondern nur einen Schlauch. Das dreiviertel Bar, was da vielleicht rauskommt, macht kein Lager kaputt."

Wir haben eine ältere Geschichte mit nahezu historischer Fotoserie zum Thema "Radlager wechseln" aus dem Archiv gefischt - an der sich aber bis heute nichts Grundsätzliches geändert hat.

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