Dauertest-Abschlussbilanz Kawaski ZZR 1400 Kawaski ZZR 1400
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Kawasaki ZZR 1400
Die Bilanz: Der Power-Tourer mit bewegter Vergangenheit hat eine große Zukunft vor sich.
Foto: Archiv
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Nach 50000 Kilometern steht die Dauertest-Maschine ZZR 1400 zerlegt da. Die Bilanz: Der Power-Tourer mit bewegter Vergangenheit hat eine große Zukunft vor sich.
Mai 2007, irgendwo in Albanien. Die Eurobiker (www.eurobiker.de) sind unterwegs auf ihrer jährlichen, gemeinnützigen Pfingsttour. Mit dabei: das weltstärkste Serienmotorrad. Wie eine steinerne Schleppe zieht die Kawasaki ZZR 1400 eine Staubfahne hinter sich her, hüllt sich in Dunst. Schotter prasselt gegen die im Windkanal entwickelte Verkleidung.
Über 20 Kilometer ist die Europastraße vor der Grenze nach Griechenland ohne Teerdecke. Eindeutig nicht das richtige Element für ein vollverschaltes Speedbike. Doch es schlägt sich auf dem losen Untergrund mit Bravour. Das Fahrverhalten des 190-PS-Boliden bleibt selbst unter widrigen Bedingungen, wie auf der Balkan-Tour, brillant: einfach toll, wie fein diese Federelemente ansprechen, wie leicht sich diese Rakete auf Rädern händeln lässt.
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LesererfahrungenDas Fahrwerk ist schlicht eine Wucht. "Die sämige Federung, die unerschütterliche Stabilität, der tolle Geradeauslauf einfach phänomenal!" So bringt es Gert Thöle, Test-Chef bei MOTORRAD, auf den Punkt. Satt liegt sie, die ZZR, folgt unbeirrbar stabil auch in schnellsten Autobahnkurven dem angepeilten Kurs bei knapp 300 km/h eine echte Lebensversicherung. Genauso wie die referenztaugliche Flutlichtanlage: Beim Aufblenden strahlen alle vier Frontscheinwerfer im Verbund, brennen die Bahn frei oder leuchten dunkelste Bergsträßchen in den Alpen taghell aus.
Ein weiteres Plus der ZZR: die extrem feinfühlig dosierbaren Bremsen. Das ABS, welches spät eingreift, ist Serienausstattung. Gut so. Allerdings fielen die Frontstopper wiederholt durch irritierendes Rubbeln beim Griff zum Hebel auf. Grund für Kawasaki, bei Kilometerstand 24838 beide Scheiben samt der zusammen acht Einzelbeläge sowie die vorderen Radlager zu tauschen. Kurz vor dem Dauertest-Ende trat das Problem erneut auf. Als Ursache vermutet Kawasaki sogenanntes "Heißrubbeln". Angeblich bekäme man die rubbelnden Scheiben mit grobem Schmirgelpapier auf der Drehbank wieder glatt.