30.12.2008 Von: Peter Mayer
Erschienen in: 02/ 2009 MOTORRAD

Dauertest: Suzuki Bandit 1250 S Bilanz nach 50000 Kilometern

Der Bandit steht das Wasser bis zum Hals – seit sie nicht mehr luftgekühlt ist. Aber ist der japanische Wasserkocher genauso gut wie die feinverrippte Vorgängerin? Nach 50000 Kilometern steht die Antwort fest.
In diesem Artikel: Suzuki Bandit 1250Suzuki Bandit 1250 S

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Was die Suzuki Bandit 1250 S in 50000 Kilometern alles über sich ergehen lassen musste.  

Foto: Bilski  

Sie ist ein echtes Erfolgsmodell, ein Renner, ein Dauerbrenner: Nachdem Suzuki 1995 die große 1200er-Bandit präsentiert hatte, etablierte die sich schnell an der Spitze der jährlichen Zulassungscharts. Die Gründe liegen auf der Hand, nämlich viel Hubraum für wenig Geld, gepaart mit einem klassisch zeitlosen Look. Argumente, so schlagkräftig, dass der Hersteller gut beraten war, an der Technik wie am Outfit über lange Jahre nichts Wesentliches zu ändern.

Doch dann kam 2007 der Cut, der Schock: Die Bandit erhielt eine zeitgemäße Wasserkühlung. Keine leichte Aufgabe, den Bandit-Fans offenbaren zu müssen, dass die Zeit der feinen Kühlrippen des 1200er-Modells abgelaufen sei. Wegen Euro 3, wegen Geräuschentwicklung und überhaupt, weil es besser so sei. Protest, Fahnenflucht, Konsumverweigerung, zu all dem hätte es kommen können, sollte man meinen. Kam es aber nicht. Stattdessen griffen die Bandit-Fans weiterhin mit ungebremster Begeisterung zu. 5600 Maschinen wurden in den zwei Jahren in Deutschland verkauft. Platz sieben in den Zulassungscharts 2007, sogar Platz drei im vergangenen Jahr. Die große Bandit ist weiterhin ein Quotenhit, ob als nackte Basisvariante oder halbverschalte S-Version.


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Verständlich, bei den Eckdaten der Neuen. 98 cm3 mehr Hubraum, das satte Drehmoment-Maximum bereits bei 3500/min, eine kaum veränderte Spitzenleistung von gemessenen 108 PS, das Ganze nur knapp 500 Euro (8735 Euro) teurer als die Alte – das überzeugte. Obwohl die Neue durch die voluminösere Auspuffanlage und die verstärkten Rahmenunterzüge um stattliche elf Kilo auf 254 Kilogramm zulegte. Das spielt aber kaum eine Rolle, auch nicht in der Redaktion. Wer von A nach B, in den Urlaub oder sonst wohin wollte, der griff sich weder die Harley noch die R1, sondern die Schlüssel der Bandit. Und alle waren begeistert. "Die ist sogar handlicher als die 1200er", attestierte Vielfahrer und Test-Redakteur Thomas Schmieder. "Die Federung gibt bessere Rückmeldung als die der Alten und ist trotzdem nicht unkomfortabel", meinte Test-Kollege Norbert Kappes im Vergleichstest "Alt gegen Neu" (MOTORRAD 7/2007). Ob in seinem Vier-Seiter oder in den vielen weiteren Eintragungen im Fahrtenbuch, die Begeisterung über die Unverrippte ist einhellig.


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