Fahrbericht: Moto Morini Granferro 1200Neues Funbike aus Italien
Den wirtschaftlichen Schwierigkeiten zum Trotz stellt Moto Morini ein brandneues Funbike auf die Räder und das ist nicht von schlechten Eltern: gewaltig, hochwertig, mutig.
In diesem Artikel:
Moto Morini Gran Motard 1200, Moto Morini Granferro 1200
Totgesagte entpuppen sich gerade in Italien oft als erfreulich zäh. Während einige Internet-Foren bereits die Schließung des Moto-Morini-Werks bei Bologna verkündeten, sieht es vor Ort ganz und gar nicht nach Stilllegung aus. Trotz ihres finanziellen Engpasses arbeitet die Firma mit Hochdruck an der Modellpalette 2010. Deren Glanzstück ist die brandneue Granferro, und um die Schließungsgerüchte zu widerlegen, erlaubt uns Moto Morini mit einem Vorserienmodell eine kurze Tour in die Berge des Bologneser Hinterlands.
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Zu kurz, denn diese 1200er macht an, und zwar nicht nur optisch. Schon beim Start fährt der schnorchelnde Bass der beiden Endtöpfe kribbelnd in die Magengrube. Die nach vorn geneigte, aber bequeme Sitzposition weckt eine sportliche Erwartungshaltung. Geduckt wie eine Katze lauert der Fahrer hinter dem breiten Lenker auf anspruchsvolle Kurven. Nur die Fußrasten wirken für Langbeinige eher hoch angebracht, unterstützen aber das sportliche Feeling. Wer's bequemer mag, kann sie ganz einfach nach vorn versetzen. Der extrem kurzhubige V-Zweizylinder, um den die Modellpalette von Moto Morini kreist, leistet in der Granferro satte 126 PS, zudem erzogen ihm die Ingenieure ein beachtliches Drehmoment von 112 Newton-metern an. Dank nun zweier Lamdba-Sonden - in jedem Zylinder eine - hängt der 1200er-Motor noch besser am Gas und soll weniger verbrauchen.
Das gut abgestimmte Fahrwerk mit voll einstellbarer Marzocchi-Gabel, hochwertigem Öhlins-Federbein und Radialbremsen von Brembo passt zu dem gewaltigen Antrieb, es schluckt Bodenwellen und Schlaglöcher, die kräftig zupackenden Bremsen lassen sich gut dosieren. Mit starkem Antritt geht die Moto Morini Granferro ans Werk, entwickelt ihr Drehmoment kontinuierlich und harmonisch bis zum Höhepunkt bei 7000/min. Spielerisch und elegant schlüpft sie durch jede Kurve, ob eng oder weit. Die lauernde Sitzposition vermittelt eine permanente Kontrolle des Vorderrads, die Anti-Hopping-Kupplung verhindert wirkungsvoll das Hinterradstempeln beim Anbremsen. In der Serie bekommen die beiden Endtöpfe hitzefeste schwarze Beschichtungen, die Sitzbank weicht einem eleganteren Modell, auch der Name steht noch nicht endgültig fest. Zu erwarten ist die Granferro im Frühjahr, der Preis dürfte sich angesichts der hochwertigen Komponenten und der vielen Kohlefaserteile um die 15000 Euro bewegen.
Später soll eine weniger exklusive, günstigere Variante folgen. Das alles klappt natürlich nur, wenn sich der kleine italienische Hersteller, den die Finanzkrise in Turbulenzen brachte, mit einem neuen Investor einigt. Die Morini-Mitarbeiter geben sich da optimistisch: Die Verhandlungen mit zwei Interessenten verlaufen dem Vernehmen nach viel versprechend.
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| SUZUKI SV 650S | 5.490 € |
| HONDA XL 1000 V Varadero | 8.290 € |
| HONDA VT 750 Shadow | 5.290 € |
| SUZUKI GSX-R 750 | 9.898 € |
| KTM 200 EXC | 12.345 € |
| HUSQVARNA TE 449 | 5.750 € |
| KTM 200 EXC | 2.000 € |
| HONDA RS 125 | 6.300 € |
| BMW F 800 R | 8.490 € |
| TRIUMPH Speedmaster | 8.390 € |
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MOTO MORINI Corsaro 1200 BJ: 2007 140 PS , 212 kg |
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MOTO MORINI Corsaro 1200 BJ: 2006 140 PS , 198 kg |
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MOTO MORINI Corsaro 1200 AVIO BJ: 2008 138 PS , 200 kg |
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MOTO MORINI Corsaro 1200 BJ: 2006 140 PS , 198 kg |



















