Roller-Test: Yamaha TMax White MaxSprintstarker 500er-Roller im Test
Ganz schön gemein: Der neue Tmax kommt in unschuldigem Weiß
daher, wirkt ganz harmlos, hat es jedoch faustdick hinter den Ohren.
In diesem Artikel:
Yamaha Tmax 500
Täuschen, tarnen, versägen. Steht so unauffällig an der Ampel, in Zahnpasta-Weiß, und ledert dann beim Ampelsprint nahezu alles ab, was nicht Porsche oder Ferrari heißt. Bis zur nächsten Ampel zumindest. Viele Motorradfahrer sind da schon eher gewarnt, sie haben bereits von diesem 500er-Roller mit den sportlichen Talenten gehört. An der technischen Basis des TMax hat sich auch beim Modell White Max nichts geändert. Er stellt mit seiner weißen Lackierung, der zweifarbigen Sitzbank und den polierten Felgen vielmehr die Sonderausgabe zum zehnjährigen Jubiläum des sportlichen Scooters dar. Nach wie vor gewährleistet also ein Alurahmen höchste Stabilität, sorgen große 15-Zoll-Räder für präzises und neutrales Fahrverhalten, ohne die tolle Handlichkeit zu beeinträchtigen. Trotz des recht strammen Gewichts von fast 230 Kilogramm erlaubt der TMax nämlich eine äußerst flotte und freche Fahrweise und taugt bestens zum Kurvenräubern.
Die 44 PS des äußerst kultiviert laufenden Zweizylinders bringen das Fahrwerk dabei nicht annähernd an seine Grenzen. Hin und wieder wünscht man sich gar mehr Leistung, obwohl der Twin nachdrücklich anschiebt, spritzig hochdreht und, wie anfangs erwähnt, für durchaus flotte Fahrleistungen sorgt. Keinerlei Wünsche kommen beim Thema Bremsen auf: Die Anlage mit den Vierkolbensätteln bietet knackige Verzögerung, feinste Dosierbarkeit, und das serienmäßige ABS regelt fein und verlässlich, zudem völlig unauffällig. So soll es sein.
Der Tmax kann jedoch nicht nur Sport, er kann auch Reise. Auf der üppigen Sitzbank thronen Fahrer wie Beifahrer selbst nach Stunden noch bequem, und die hohe Scheibe bietet ausreichend Windschutz. Okay, die Reichweite mit dem 15-Liter-Tank ist trotz des recht geringen Spritverbrauchs nicht allzu üppig, aber nach rund 300 Kilometern darf ein Tankpäuschen dann auch mal sein. FAZIT: Der weiße Riese ist sicherlich einer der besten und vielseitigsten Roller auf dem Markt, lässt sich seine Qualitäten mit 10 750 Euro allerdings fürstlich bezahlen. Und zwar ohne rot zu werden.
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IN DER STADT
Wegen seines relativ langen Radstands lassen sich mit dem TMax keine blitzartigen Haken zwischen den Autoreihen schlagen, der 500er ist dennoch ein recht flinker Geselle. Die sanft ansprechende Automatik macht ihn im Stadtverkehr zum bequemen Gefährt, das auf Wunsch flott lossprintet.
AUF DER LANDSTRASSE
Dem straff ausgelegten TMax-Fahrwerk gelingt es, tolle Handlichkeit mit tadelloser Neutralität und Stabilität zu verbinden. Dazu gibt's knackige Bremsen, die eine sportlich-freche Fahrweise ermöglichen. So gerüstet, wünscht man sich gelegentlich sogar noch ein paar PS mehr unterm schicken Kleid.
AUF DER AUTOBAHN
Trotz seiner sportlichen Veranlagung reist man auf dem Tmax auch auf langen Strecken bequem. Sitzkomfort und Windschutz sind gut, die Fahrstabilität bleibt auch bei Vollgas tadellos. Da kommt der nach rund 300 Kilometern fällige Tankstopp oft überraschend früh - die Besatzung könnte noch länger.
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