Test Buell S1 Lightning StrikeQual der Wahl
Die neue Buell S1 Lightning Strike gibts in elf verschiedenen Farbkombinationen. Und weil das allein für ein Sondermodell zu wenig wäre, spendieren die Amerikaner auch noch ein stärkeres Triebwerk.
In diesem Artikel:
Buell S1 Lightning Strike
Vier Farben für Rahmen und Räder, vier Farben für die Lackteile - ergibt bei Buell elf Farbkombinationen für die S1 Lightning Strike. Warum nur elf, läßt sich zumindest mathematisch nicht erklären. Seis drum. Andere Dinge des Sondermodells sind leichter zu analysieren.
Zum Beispiel das Triebwerk namens Thunderstorm. 88 PS verspricht Buell für den vom Harley Sportster-Antrieb abgeleiteten Twin. Ein Wert, den der Prüfstand bestätigt, das Drehmoment der Testmaschine liegt sogar über der Herstellerangabe: 117 Newtonmeter bei 5000/min; abgesehen von einem Durchhänger zwischen 2000 und 3500 Touren stehen nie weniger als 100 Newtonmeter zur Verfügung. Die Buell-Techniker verpaßten dem Harley-Motor eine leichtere Kurbelwelle, höhere Verdichtung und neue Köpfe.
Offensichtlich eine gelungene Kur: Kraftvoll schiebt die S1 nach dem Drehmomentloch ab 3500/min vorwärts. Egal ob Landstraßenbummelei oder Kurvenhatz, der 1199-cm³-Twin treibt den Paradiesvogel in jeder Situation souverän voran. Bei soviel Kraft fällt die ellenlange Übersetzung des Getriebes nicht allzusehr ins Gewicht. Nur der extrem lange erste Gang nervt im Stadtverkehr. Über Land ist meist der dritte angesagt, der vierte bleibt fast nur Schnellstraßen vorbehalten - und der Fünfte? Der macht lediglich als spritsparender Overdrive auf der Autobahn Sinn, zu allem anderen taugt er nicht.
Erstaunlich laufruhig präsentiert sich der Twin. Schüttelt er im Stand noch heftig in seiner Gummilagerung, so beruhigt er sich bereits ab 2000 Touren und brummt danach brav vor sich hin, ohne die Plomben aus den Zähnen des Fahrers zu schütteln. Daß er akustisch kein Brüller ist, liegt vor allem am voluminösen Ofenrohr unter dem Motor. Der Schalldämpfer entläßt nur noch einen angenehm sonoren Klang.
Eine gute Basis also, doch Vortrieb ist nicht alles, auch bremsen sollte ein Bike. Die Buell kanns, zumindest vorn. Gleich sechs Kolben beißen in eine Bremsscheibe im Familienpizza-Format und stoppen die S1 jederzeit sicher. Hinten gilt laut Verkaufsprospekt: »Da die Vorderradbremse so bissig ist, erfordert die Hinterradbremse viel Bedienkraft, um ein Überbremsen seitens des Fahrers zu verhindern.« Auf gut Deutsch: Den Tritt aufs Pedal kann man sich sparen, es sei denn, der Fuß braucht ein bißchen Bewegung. Richtig verzögern kann die Scheibe nicht.
Das Fahrwerk hält es in puncto Arbeitsteilung wie die Stopper: vorn gut, hinten na ja. Während die Upside-down-Gabel von White Power komfortabel Unebenheiten schluckt, leitet das auf Zug beanspruchte Federbein jeden noch so kleinen Stoß gnadenlos durch die brettharte und schmale Sitzbank an den Fahrer weiter. Forcierte Gangart auf welligen Strecken zählt nicht zu den Paradedisziplinen der S1. Nur auf ebenen Pisten punktet die Buell dank aufrechter Sitzposition, breitem Lenker und handlicher Fahrwerksgeometrie. Körpereinsatz ist im Umgang mit 220 Kilogramm US-Maschinenbaus aber immer gefragt.
Kurz: Für rund 100 Mark pro Kilo bietet die Buell S1 Lightning Strike einen bombigen und zudem sparsamen Motor, aber eben wenig Reisetauglichkeit. Doch die interessiert eigentlich eh nicht bei einem derart bunten Café Racer.
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Termine und Treffen: Biketoberfest 2010 |
Zulassungen Juli 2010 |
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BUELL Lightning XB12S |
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BUELL Lightning XB12S BJ: 2004 102 PS , 205 kg |
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BUELL 1125 R BJ: 2008 148 PS , 210 kg |
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BUELL M2 Cyclone BJ: 2000 95 PS , 220 kg |
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