20.02.2009 Von: Sebastian Lang Erschienen in: 02/2009
PS

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Vergleichstest BMW K 1300 R, Buell 1125 CR, Suzuki B-King, Yamaha Vmax
Big Bikes

Motorradhersteller greifen in die Leistungskiste, und polarisierende Naked Bikes kommen heraus: BMW K 1300 R, Buell 1125 CR, Suzuki B-King und Yamaha Vmax. PS sammelte Impressionen in Südfrankreich.
In diesem Artikel: Buell 1125 CRSuzuki B-KingBMW K 1300 RYamaha Vmax

Vergleichstes Big Bikes Teaser
Leistungsdruck und große Gefühle: BMW K 1300 R, Buell 1125 CR, Suzuki B-King und Yamaha Vmax.

Was für ein Tag. Was für ein Trumm von Motorrad. Böse. Edel. Gewaltig. Schwarz Yamahas Vmax. Jetzt läuft sie wieder, nachdem ich sie drei Stunden vorher fluchend und schwitzend durch die Stadt schieben durfte. Aber der Reihe nach.

Die Geschichte beginnt in Köln, INTERMOT 2008: Am BMW-Stand sammeln sich Menschentrauben um die neue K 1300 R. Stärker als die Vorgängerin soll sie sein; 173 PS, 140 Nm. Klingt viel versprechend. Der Blick schweift über den neu gestalteten unteren Längslenker, die neu abgestimmten Federelemente, verweilt kurz am sechseckigen Endtopf und bleibt schließlich am aufpreispflichtigen Schaltautomaten hängen. Wenn mir vor fünf Jahren jemand erzählt hätte, dass BMW eines Tages über 170 PS starke Naked Bikes mit Schaltautomat bauen würde, hätte ich ihn vermutlich ausgelacht. Dabei ist das noch längst nicht alles.

Der gewohnte rechte Blinkerschalter neben dem Gasgriff – fehlt. Stattdessen findet sich links ein konventionelles Hebelchen, das endlich so funktioniert wie bei den meisten anderen Motorrädern der Welt auch. Darüber tummelt sich ein Kürzeltrio: ABS, ASC, ESA. Hightech in drei Buchstaben. Während das ABS seit Langem BMW-Fahrer vor rutschenden Vorderrädern schützt, regelt die als Zubehör erhältliche Antischlupfkontrolle ASC nun auch das Durchdrehen des Hinterrads beim harten Beschleunigen. Irgendwie wehren sich die Gehirnwindungen immer noch dagegen, BMW mit den Begriffen "Schaltautomat" und "Traktionskontrolle" zu vernetzen. Beim elektronisch einstellbaren Zubehör-Fahrwerk ESA, 2009 in der zweiten Generation, fällt das leichter: Außer "Sport" und "Normal" lässt sich auch "Comfort" einstellen.

Ein irritierendes Geräusch beendet den Kampf meiner grauen Zellen. Eine Mischung aus Bellen, Schreien und Bollern kommt aus der Nachbarhalle. Yamaha präsentiert die Vmax. Ein Monstrum an Motorrad. Allein die Eckdaten polarisieren: 310 kg, 200 PS, 167 Nm, 1679 cm³. Dazu dieser Sound. Einzigartig. Trotz des komplett anderen Charakters fallen einige Ähnlichkeiten zur BMW auf: der Kardanantrieb, das ABS. Und die Unmenge an Technik. Natürlich auch hier verpackt in lustige Kürzel, die sich unter dem Oberkürzel G.E.N.I.C.H zusammenfassen lassen.

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