Ducati GT 1000 Touring

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Hersteller: Ducati

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Als Fabio Taglioni, der legendäre Chefentwickler bei Ducati, seinen 90-Grad-Twin ersann, konnte er nicht ahnen, welches Geschenk er der Motorradszene machte. Das Kult-Triebwerk debütierte 1971 in der 750 GT, just diesem Modell ist die GT 1000 nachempfunden. Noch immer verzichtet ihr Motor auf eine Wasserkühlung, begnügt sich pro Zylinder mit zwei Ventilen, noch immer werden diese mittels Desmodromik zwangsgesteuert. Doch anders als bei Taglionis Frühwerk übernehmen nicht Königswellen, sondern Zahnriemen den Nockenwellenantrieb. Unter 3000 Touren zeigt der 1000er einen Hauch von Unwillen, darüber ist er ein Prachtstück: vibrationsarm, spontan, kräftig und sparsam. Das Fahrwerk kann da leider nicht mithalten. Während Handling und Spurstabilität noch gefallen, sprechen die Federelemente mies an, obendrein sind die Federbeine völlig überdämpft. Der Fahrer sitzt lässig und dennoch versammelt, das passt toll zu Touren. Unbequem hockt dagegen der Sozius auf dem zu kurzen und nach hinten abfallenden Heckabteil – ob er sich dennoch an den hübschen Details der GT freuen kann?

Modell: GT 1000 Touring
Hubraum: 992 ccm
Leistung KW (PS): 68 (92)
Zylinder: V, 2
Takt: 4
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Verbrauch: 
Sitzhöhe: 830
Trockengewicht: ca. 210

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