Auf der Piste

Klar, die große Zweizylinder-KTM ist ein mächtiger Brummer. Aber warum nicht mal ein paar Runden auf der Supermoto-Piste drehen? Mehr
Leistung ist schließlich auch hier meist hilfreich. MOTORRAD testete deshalb auf der tollen Supermoto-Piste im französischen Villars-sous-Ecot (www.mcvillars.com), wie es um die Renntauglichkeit der beiden KTM bestellt ist. Dazu wurde Supermoto-DM-Fahrer und Profi-Stuntman Jo Bauer (www.raptor-racing.de) verpflichtet.
Beide Maschinen blieben im Serientrimm. Sind ja keine Renngeräte, die man auf Slicks stellt. KTM setzt übrigens werksmäßig mittlerweile gar
keine LC4 mehr im Sport ein, als Basis dienen dort die leichteren Racing-Modelle. Und mit der 950er sind sicher keine Einsätze geplant.
Trotzdem macht der V2 selbst auf verhältnismäßig engen Kartstrecken ohne schwierige Offroad-Passagen reichlich Spaß. Denn er ist viel handlicher, als man denkt. Und der Motor begeistert mit dem unnachgiebigen Schub und hängt überaus weich am Gas. Im Grenzbereich macht sich das hohe Gewicht erwartungsgemäß bemerkbar, beim Driften schiebt der Panzer gewaltig. Auch in Wechselkurven spürt man die zusätzlichen Kilos.
Bei der agileren 640 bilden die Reifen das größte Manko. Sie kam mit den Pirelli MT 60 auf eine beste Rundenzeit von 1.09,46 Minuten, war damit mehr als 2,5 Sekunden langsamer als der auf Scorpion Sync rollende Zweizylinder (1.06,85). Für ernsthaften Sport sind beide nicht ideal, für ein paar heiße Runden reicht es indes allemal.

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