BMW HP2 Sport

Foto: BMW
Für ein enormes Echo sorgt die schon jetzt mit Spannung er-wartete BMW HP2 Sport. Selten kam aus München ein so klares Bekenntnis zum Rennsport. Allein die Eckdaten von gut 130 PS bei lediglich 200 Kilogramm vollgetankt machen den Mund wässrig. Vor allem, weil BMW technisch nahezu alle Register gezogen hat, um dem altehrwürdigen Boxer-Konzept diese Leistung abzuringen.
Mit Schaltautomat, radial angeordneten Ventilen und insbesondere einer ungeheuer aufwendigen Zylinderkopf-Konstruktion, die Drehzahlen bis 9500/min ermöglicht, ist die HP2 Sport kompromisslos auf Racing ausgelegt. Damit den bayerischen Athleten beim Sport nicht der Hitzetod ereilt, hält er unterhalb des Scheinwerfers hinter der Niere zwei hintereinander geschaltete Ölkühler in den kühlenden Fahrtwind.
Wie ernst es die Münchner meinen, zeigen aber auch Details wie die per Exzenter einstellbaren Rasten und Fußhebel oder der selbsttragende Karbonhöcker. Erstaunlich bei dieser radikalen Hinwendung zum Sport ist, dass der Auspuff nach wie vor schwerpunkttechnisch eher ungünstig unter dem Höcker platziert ist. Und das Festhalten an der zwar BMW-typischen, aber auch auf­wendigen und schweren Telelever-Konstruktion am Vorderrad. Bleibt abzuwarten, wie diese in puncto Nickausgleich abgestimmt sein wird. Ob die Entscheidung für den Telelever also aus Image- und Marketinggründen erfolgte oder fahrdynamische Vorzüge hat, wird der Fahrbericht in der nächsten MOTORRAD-Ausgabe klären.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote