Der erste Versuch: Hercules W 2000

Die 70er Jahre gehörten zur Sternstunde deutscher Zweiradhersteller. Der Grund: Die Moped- und Kleinkraftradwelle schwappte geradezu über. Kreidler, Zündapp, Maico und natürlich Hercules, ein Ableger der Fichtel & Sachs-Gruppe, beherrschten den Markt. Doch das Segment der großen Maschinen, damals bedeutete groß 250 bis 500 Kuikzentmeter, wurde nur zögerlich besetzt. Erst 1975 wagte Hercules den Schritt zum ausgewachsenen Straßenmotorrad mit einem 27 PS starken Sachs-Wankelmotor. Der ungewöhnliche Antrieb der W 2000 mit der deutlich sichtbarer Gebläsekühlung hatte auch schnell seinen Beinamen weg: Staubsauger. Turbinenartige Laufruhe und eine harmonische Leistungsabgabe standen der ungezügelte Verbrauch und ein hoher Preis entgegen. Die aufstrebende japanische Konkurrenz, etwa die Yamaha RD 250/350-Modelle oder Hondas CB 250/350/450 machten der W 2000 einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

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