Der Motor

Das sorgfältig von Meisterhand montierte Triebwerk der Mille SP unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom Standard-Pendant. Ein kürzerer Hub (63,4 statt 67,5 Millimeter) gestattet höhere Drehzahlen, die Bohrung wächst entsprechend, somit zeigt die SP das extremste Bohrung-Hub-Verhältnis unter den Liter-V-Zweizylindern. Der Kurbeltrieb mit notwendigerweise neuer Kurbelwelle ist sorgfältig feingewuchtet. In den Zylindern oszillieren extreme Slipperkolben mit sehr niedriger Kompressionshöhe, geschmiedet aus einer besonders widerstandsfähigen, silikonhaltigen Aluminium-Legierung. Die Zylinderwände wiederum tragen zwecks optimierter Wärmeabfuhr sowie minimierter Reibung eine Elektrolytschicht, zudem sind Zylinder und Wassermantel nicht nur unten, sondern auch oben in sogenannter «Closed-Deck”-Bauweise zusammengegossen, was die Steifigkeit erhöht und Schwingungen des Zylinders vermindert. Sandgegossene, völlig neu konstruierte Zylinderköpfe mit gefrästen Brennräumen, deren Profil in langwierigen Versuchs- und Berechnungsreihen bei Cosworth in England entwickelt wurde, zeigen einen zur verlustfreieren Füllung verringerten Ventilwinkel sowie die Umstellung von Doppel- auf einfache Zündung mittels zentraler Zündkerze. Deren Sitz - in jedem Vierventil-Brennraum ein empfindliches Wärmenest - wird vom Kühlwasser umspült. Auch im neuen Motor rotiert eine zusätzliche Ausgleichswelle zwischen den Nockenwellen des hinteren Zylinderkopfs.
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